Theologische Betrachtung zu Markus 1,15
„Erfüllt ist die Zeit und das Reich Gottes ist nahe;
kehrt um und glaubt an die Frohbotschaft“

In Anlehnung an Thomas Sarazeno habe ich Weihnachten 2012 eine Weihnachtskugel gefertigt, die an unseren Kosmos erinnern kann.
Der Evangelist Markus wollte mit seinem Evangelium die Gestalt des Jesus von Nazareth nahebringen und zur Nachfolge motivieren. Deshalb schrieb er über „seinen Helden“ einen Roman[1] und benutzte alle Quellen, die ihm zugänglich waren. Markus begann seine Jesusgeschichte sehr programmatisch: „.Anfang der Frohbotschaft (> Evangelium) von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.“ Der jüdisch-hebräische Titel „Maschiach“ (> Messias) war in seiner griechischen .Übersetzung (> Christos) für Markus bereits Teil des Namens. Für die Ohren seiner Leser klang „Christos“ wie ein Familienname. Das Jesusgeschehen lag ja auch schon 50 Jahre zurück. Weiterlesen »
Die Weihnachtsgeschichte des Lukasevangeliums
(Erstveröffentlichung Advent 2005)
Der Text
deutsch & griechisch
Es geschah aber: 
Während sie dort waren,
erfüllten sich die Tage dafür,
dass sie gebar,
und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen;
und sie wickelte in Windeln ihn
und legte ihn in eine Krippe, weil ihnen nicht war
ein Platz in der Herberge.
(Lk 2,6– 7) Weiterlesen »
Wir haben seinen Stern gesehen
Bibel-theologische Studie
zum Weihnachtsevangelium des Matthäus
Von
Dieter Kittlauß

Die Anbetung der heiligen drei Könige in der Kathedrale von Autun. Das Bild ist Eigentum des Autors. Rechte Dritter wurden bei TinEye überrüft und nicht festgestellt..
Inhalt
Hinführung
Sohn Davids
Gezeugt in der Kraft des Gottesgeistes
Wir haben seinen Stern gesehen
Hoffnung für die Völker
Der neue Moses
Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen
Der starke Josef
Deutungen
(Erstveröffentlichung 2007)
Hinführungen
In diesem Jahr suchte ich einen Zugang zur Weihnachtsgeschichte des Matthäusevangeliums. Diese Studie ist ein erster Niederschlag einer monatelangen Auseinandersetzung mit diesem fast zweitausend Jahre alten Text. Wenn ich sie aus der Hand gebe, dann geschieht das mit der Intention, anderen vielleicht helfen zu können, Verstehensbarrieren abzubauen und einen persönlichen Zugang zu finden.
Unter den vier kanonischen Evangelisten haben nur Matthäus und Lukas ihrem Evangelium eine Kindheitsgeschichte vorangestellt, gewissermaßen wie eine Ouvertüre, in der das Thema anklingt. Früher wurde diese Kindheitsgeschichte so wie die ganzen Evangelien selbst vorrangig als historische Berichte gelesen. Wir ersparen uns eine ganze Menge unlösbarer Probleme, wenn wir mit der heutigen wissenschaftlichen Bibelforschung davon ausgehen, dass wir diese Texte immer zunächst mit den Augen und Ohren der damaligen Zeit verstehen müssen, also mit der Frage, was die Evangelisten gemeint und gewollt haben. Eigentlich kennen diese Methode alle Schülerinnen und Schüler aus dem Deutsch-Unterricht. Bei alten Texten fragt man zunächst nach dem ursprünglichen Sinn und dann nach der Bedeutung für uns heute. Weiterlesen »
Andere Bilder des Glaubens – Theologische Studie zum Jahr des Glaubens
Benedikt XVI. hat zum Jahr des Glaubens aufgerufen. Die Initiative des Römischen Papstes ist zu begrüßen, obwohl die propagierten Ablässe einen peinlichen Begleitton erzeugen. Auf der Webseite des Erzbistums München ist obiges Bild zum Glaubensjahr zu sehen. Es macht betroffen, wie stark auch Kirche dem allgemeinen Jugendwahn und der Actions-Kultur verfallen ist. Aber die Botschaft weist auf den Wagemut hin, den gläubiges Leben verlangt. Ob es um die vielen Sprünge über die Klippen unseres Lebens geht oder um den Sprung vom Leben in den Tod – immer geht beim Glauben um das Gelingen unseres Lebens.
Diese Studie will auf dem Hintergrund der christlichen Tradition und in kritischer Auseinandersetzung Verstehenshorizonte des gläubigen Lebens öffnen. Weiterlesen »