Tag Archive 'Trauer Männertrauer'

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Biographie von Dieter Kittlauß: Grengänge. Aus dem Leben eines Wanderpriesters

Es ist der lange und abenteuerliche Weg eines verheirateten katholischen Priesters, der hier erzählt wird. In den Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit führt er zunächst von Breslau bis nach Thüringen. In der Goethestadt Weimar wird das Flüchtlingskind neu beheimatet; die katholische Diasporagemeinde und die sozialistische Schule sind die beiden völlig widersprüchlichen Pole seines Lebens. Der lange Weg zum katholischen Priester und das Wirken als Kaplan und katholischer Jugendseelsorger bietet eine Innenansicht der DDR-Gesellschaft, die in der Literatur wohl einmalig sein dürfte. Auch die Religions- und Kirchenfeindlichkeit des DDR-Staates erhält in vielen Facetten ein neues Licht. Durch die schrittweise Abgrenzung von der Lebensweise eines katholischen Klerikers und die Entscheidung, den Zölibat aufzugeben, geriet der junge katholische Theologe zwangsläufig in die Front zwischen DDR-Staat und katholischer Kirche. Für den sozialistischen Staat ist er so etwas wie die fünfte Kolonne der Konterrevolution, für die katholischer Kirche bleibt er ein Abtrünniger und Verräter. Der holprige Berufsweg zwischen totaler Berufssperre, Zoopark, Versicherung und Tapetenladen wird dennoch zu einer intensiven Lebensschule, die schließlich dank der Helsinkiverhandlungen in die Übersiedlung in den Westen einmündet. Damit beginnt die neue Integration in die lange bekannte und doch so fremde westliche Welt. Diese ganz neue Geschichte ist nicht weniger rasant und abenteuerlich. Dieter Kittlauß bietet mit seiner Biographie eine Kulturgeschichte Nachkriegsdeutschlands aus der Sicht eines Ostdeutschen. Die Auseinandersetzung des Menschen und Theologen Dieter Kittlauß mit der christlichen Tradition und der heutigen Welt zieht sich wie ein roter Faden durch die 305 Seiten.

Männertrauer

 Abschlussarbeit eines mehrjährigen Weiterbildungsseminares der IGSL 2003

„Weggefährte sein bei Abschied und Trauer »

mit Monika Schulte – Beckhausen (↑)  und Dieter Steuer.

 Wie gehen Männer mit den großen existentiellen Verlusten um, die das Leben mit sich bringt? Haben Männer und Frauen eine unterschiedliche Beziehung zu Tod und Trauer?

Die Sargträger sind in der Regel Männer – meist ältere. Die meisten Bestattungsunternehmen werden von Männern geleitet. In der Hospizarbeit sind Männer selten, in den Trauergruppen eine Minderheit. In Bendorf ziehen sich die Männer schwarze Anzüge an, wenn sie zur Beerdigung kommen. In der Bildzeitung v. 10.5.03. hieß es „Der große Peter Alexander (76) ist gebrochen! Er regt sich nicht! Er starrt aufs Grab seiner Frau, als wolle er reinkriechen“.

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Posted by Kittlauss on Dez 15th 2003 | Filed in Biographisches | Comments (0)