Tag Archive 'Ökumene'

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Biographie von Dieter Kittlauß: Grengänge. Aus dem Leben eines Wanderpriesters

Es ist der lange und abenteuerliche Weg eines verheirateten katholischen Priesters, der hier erzählt wird. In den Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit führt er zunächst von Breslau bis nach Thüringen. In der Goethestadt Weimar wird das Flüchtlingskind neu beheimatet; die katholische Diasporagemeinde und die sozialistische Schule sind die beiden völlig widersprüchlichen Pole seines Lebens. Der lange Weg zum katholischen Priester und das Wirken als Kaplan und katholischer Jugendseelsorger bietet eine Innenansicht der DDR-Gesellschaft, die in der Literatur wohl einmalig sein dürfte. Auch die Religions- und Kirchenfeindlichkeit des DDR-Staates erhält in vielen Facetten ein neues Licht. Durch die schrittweise Abgrenzung von der Lebensweise eines katholischen Klerikers und die Entscheidung, den Zölibat aufzugeben, geriet der junge katholische Theologe zwangsläufig in die Front zwischen DDR-Staat und katholischer Kirche. Für den sozialistischen Staat ist er so etwas wie die fünfte Kolonne der Konterrevolution, für die katholischer Kirche bleibt er ein Abtrünniger und Verräter. Der holprige Berufsweg zwischen totaler Berufssperre, Zoopark, Versicherung und Tapetenladen wird dennoch zu einer intensiven Lebensschule, die schließlich dank der Helsinkiverhandlungen in die Übersiedlung in den Westen einmündet. Damit beginnt die neue Integration in die lange bekannte und doch so fremde westliche Welt. Diese ganz neue Geschichte ist nicht weniger rasant und abenteuerlich. Dieter Kittlauß bietet mit seiner Biographie eine Kulturgeschichte Nachkriegsdeutschlands aus der Sicht eines Ostdeutschen. Die Auseinandersetzung des Menschen und Theologen Dieter Kittlauß mit der christlichen Tradition und der heutigen Welt zieht sich wie ein roter Faden durch die 305 Seiten.

Hommage auf Erwin Utters

Der-engagierte-Seelsorger-Erwin-Utters-privat-8221Ich möchte eine Hommage auf Erwin Utters ausgesprechen, der am 16. Juli 2015 im Alter von 82 Jahren „im Kreis seiner Lieben friedlich eingeschlafen“ ist. Erwin Utters war klein an Gestalt, aber er hatte ein weites Herz und einen großen Geist. Viele Jahre war er der katholischen Pfarrgemeinde St. Martin in Koblenz- Pfaffendorfer Höhe Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens und prägte ihre Spiritualität. Von nah und fern kamen Menschen, um mit ihm Gottesdienst zu feiern und seine Worte zu hören. An drei Szenen werde ich mich immer erinnern: Er stand nur am Altar, wenn er da in Funktion war; ansonsten saß er bescheiden mit den Ministrantinnen und Ministranten in der ersten Bank. Vor der Kommunion lud er alle ein, das Brot des Lebens zu empfangen; „es könne sich nur jeder selbst ausschließen“, fügte er immer hinzu. Und erst wenn die Gemeinde kommuniziert hatte, versammelte er die Gottesdiensthelfer um den Altar, um mit ihnen Brot und Wein zu teilen. Erwin Utters hatte das Charisma mit den biblischen und liturgischen Texten in Ehrfurcht und Freiheit um zu gehen. Er scheute nie, seine eigenen Zweifel und Fragen auszusprechen und hielt nie mit berechtigter Kritik auch am System Kirche zurück. Morgen findet in St. Martin das Traueramt um 11 Uhr statt und anschließend die Beerdigung. Aus dem Ganzen ist er gekommen und zum Ganzen kehrt er zurück. Wir aber halten einen frommen, bescheidenen, engagierten und weisen Priester in der Erinnerung.

Posted by Kittlauss on Jul 22nd 2015 | Filed in Aktuell,Katholische Kirche kontrovers,Spiritualität und | Comments (1)

Erinnerungen an Horst Eisel

 Horst Eisel

*1. Juli 1939   † 31. Januar 2013

Von

Horst Eisel im Jahre 1995.

Horst Eisel im Jahre 1995

 

 

Dieter Kittlauß

 

 

Da ich mit Horst Eisel 16 Jahre eng zusammengearbeitet habe, möchte ich mit diesem Porträt an unsere Gefährtenschaft erinnern und damit auch eine wichtiges Puzzle Bendorfer Geschichte bewahren. Doch zum Verständnis muss erst die Vorgeschichte erzählt werden.

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Für ein ökumenisches Zueinander der Kirchen

„Wir wollen nicht Versöhnung bei Fortbestehen der Trennung, sondern gelebte Einheit im Bewusstsein historisch gewachsener Vielfalt“, heißt es in einem Aufruf, den 23 Personen des öffentlichen Lebens verfasst und veröffentlicht haben. Mittlerweile haben sich viele Christinnen und Christen diesem Aufruf angeschlossen. Unter www.oekumenejetzt.de ist der Text veröffentlicht und ist die Möglichkeit gegeben, sich der Petition anzuschließen. Ich habe mich auch  am 5. September 2012 in die Liste eingeschrieben und im Diskussionsforum  www.kreuz-und-quer.de  am 7. September um 14:25 folgenden Diskussionsbeitrag eingebracht: Weiterlesen »

Posted by Kittlauss on Sep 7th 2012 | Filed in Katholische Kirche kontrovers | Comments (0)

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ – 70 Jahre Bendorfer Hedwig-Dransfeld-Haus

(Erstveröffentlichung auf der Webseite der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung)

Inhalt

1.     Anneliese Debray verlässt die Brücke des HDH:

2.     Dieter Kittlauß wird neuer HDH – Leiter

3.     Mehr als ein Wunder – die Sanierung des Altbaubestandes

4.     Das Ringen um die Ökumene

5.     Das Kuratorium als Impulsorgan und Scharnier zur Welt

6.     Friedensarbeit im Spannungsfeld

7.     Innerdeutsche Arbeit als Vermächtnis der „Großmütter“

8.     Internationale Begegnungsarbeit in einer sich ändernden Welt

9.     Offen für die Schwachen – Sozialarbeit im HdH

10.   Profilierung der Müttergenesung und Sanierung des Gussie – Adenauer – Hauses

11.   Bildungsarbeit mit Spätaussiedlern

12.   Die Sanierung des Martinshauses

13.   Den Konkurs im Auge: KVP – Kostenverbesserungsprozess

14.   70 Jahre HDH – 70 Jahre Bendorfer Geschichte

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Posted by Kittlauss on Jul 7th 2012 | Filed in Bendorfer Heimatgeschichte,Hedwig-Dransfeld-Haus (HDH),Heimatgeschichte | Comments (0)