
Am 29. Juni 1963 wurde ich im Erfurter Dom zum katholischen Priester geweiht. Damit ging ein siebenjähriger Weg zu Ende. Am Abend war Empfang mit Andacht in der Pfarrkirche. Hier steige ich, in der Hand die Stola, aus dem Auto, mit dem mich einer der Kapläne von Erfurt abgeholt hatte. Nun begann ein neuer, ebenfalls siebenjähriger Weg. Die folgende Geschichte erzählt dessen Ende
Von Anfang an habe ich den Standpunkt vertreten, dass meine Entscheidung, mich von der katholischen Klerikerkaste wieder zu lösen, meine eigene Entscheidung war. Ich wollte nicht mehr so wie meine „Mitbrüder“ leben, dies möchte ich hier nicht weiter ausführen, sondern nur feststellen. Aber es gab da eine Geschichte nach jesuanischer Art, die in mir einen Wendepunkt erzeugte. Diese Geschichte möchte ich hier erzählen.
Weiterlesen »
Tags: Kleriker, Kleriker Wende, Verheiratete Priester
Halleluja ist der Jubelruf der hebräischen Psalmen. Hallelu-Jah הַלְּלוּיָהּ . Das Hallelu ist der plurale Imperativ von hillel = preisen. Jah ist die Kurzform von Jahve, dem Tetragramm, das fromme Juden mit Adonai „mein Herr“ aussprechen. 
Ins Griechische (das kein H kennt) wurde der Jubelruf übersetzt mit „αλληλούια“. Die Übersetzung ins Lateinische ergab sich problemlos: Alleluja.
Also: HALLELUJA PREISET DEN HERRN: Weiterlesen »

Im 12. Jahrhundert verfasste die Äbtissin Herad von Landsberg für ihre Mitschwestern eine Enzyklopädie über die wichtigsten Themen des Lebens. Obwohl das Original verschollen ist, sind ausgezeichnete Kopien erhalten..Auf diersem Bild sind in die Krezigungsszene die Ecclesia und die Synangoge eingefügt. die Ecclesia wird geleitet von der Frohbotschaft der vier Evangelien. Voller Freude führt sie ihre Kinder zum Erlöser. Die Synagoge dagegen hat nur den Tod vor Augen.Jjeder Schritt ihres völlig ermatteten Esels entfernt sie vom Kreuz. Das Grab ist schon geöffnet.
Quelle des Bildes: Wilhelms Space, Weseite des lutherischen Bischofs Wilhelm in Südafrike.
muss man genauer hinsehen, so könnte man die Überschrift dieser kleinen Studie fortsetzen. Gemeint ist der Antisemitismus im heutigen Deutschland. Die Soziologen haben herausbekommen, dass ca. 70% der Deutschen antisemitisch eingestellt sind. Obwohl es in Deutschland keine brennenden Synagogen gibt, beschleicht deshalb die Politiker eine permanente Angst, dass rechtsradikale Gruppen, die alle fremden- und vor allem judenfeindlich eingestellt sind, an Einfluss gewinnen. Dass Synagogen sowie jüdische Altersheime und Schulen wie Gefängnisse abgeschottet und flächendeckend polizeilich bewacht werden müssen ist deutscher Alltag, über den man aber nicht gerne redet. Als neulich in Berlin ein Rabbiner, den man wegen Kippa und Schläfenlocken erkennen konnte, auf der Straße von jugendlichen Schlägern überfallen wurde, war dies für die deutsche Öffentlichkeit sichtbar peinlich und furchtbar unangenehm. Doch nicht von diesem öffentlichen Antisemitismus soll hier die Rede sein. Es geht hier um den versteckten Antisemitismus, der sich mit ganz verschiedenen Gewändern maskiert. An einer aktuellen Erfahrung will ich dies erläutern. Weiterlesen »
Tags: Antisemitismus