
Im Frühjahr dieses Jahres war im Koblenzer Museum Ludwig eine Ausstellung chinesischer Künsler. Hier auf dem Bild ist eine räumliche Glaskomposition zu sehen,Sie erinnert an die Gestalt unser ganzen Welt, die mal durchschaubar ist und dann wieder nicht, immer aber sehr zerbrechlich.
Nehmen wir einmal an, dass der Wanderprediger Joshua aus Nazaret ein so charismatischer Mensch war, dass seine Ausstrahlung bis in unsere Zeit reicht. Also nehmen wir an: er hatte die Vision, dass wir normale Menschen die Welt verändern können; jeder einzelne, aber die eigene Kraft multipliziert durch die anderen; geben ist seliger als nehmen; wir sterben für einander, indem wir das Leben und die Lebenserfahrung weitergeben; wir durchbrechen das eherne Gesetz der Evolution vom Fressen und Gefressen werden, von der Möglichkeit die Schwächeren zu unterdrücken und für sich selbst nutzbar zu machen; wir stellen uns gegen unsere Neigung, durch Wahrheitsanspruch Macht auszuüben. Die Lehre Joshuas ist ganz einfach: Tu das und glaube an die Kraft dieser Botschaft. Der uns überlieferte Glaube der früheren Generationen verheißt uns: Wenn wir uns so als Jünger dieses Joshua verstehen, dann verändern wir uns und auch die Welt um uns. Manchmal passiert die Veränderung der Welt erst nach unserem Tod, weil wir wie Joshua als Zeugen des Gottesreiches gestorben sind. Manchmal dürfen wir die Früchte unseres Lebens tatsächlich erleben. Manchmal aber ist das Böse auch stärker und wie die gesamte Schöpfung verläuft unser Leben nicht geradlinig. Das ist der uns überlieferte Glaube der Toten. Doch da ist noch etwas, nämlich die Gier nach Macht und Besitz, die wie eine Verschleierung wirkt. Sie maskiert sich als gute Tat, sie begründet sich aus einem Auftrag und als Folge von Berufung oder Gewählt werden. Dann aber geben wir die Botschaft Jesu als leere Formeln an die nächsten Generationen weiter. Dann wird auch das Gottesreich schwächer. Dafür breitet sich die Welt aus.
Tags: Christlicher Glaube, Spiritualität

Köder-Sieger: Schöpfung
Unsere Mutter Erde ist voller Ideen über die Formen und Farben ihrer Kinder und sie lässt sich nicht entmutigen. Dabei verbirgt sie nicht, dass die Lebensprinzipien dieser Fülle wie eine Büchse der Pandorra ist, aus der Tod, Vernichtung und Verdrängung hervorkriechen. Alle diese wunderbaren Wesen des Lebendigen haben nur Seinskraft für eine bestimmte Zeit, dann kehren sie zurück in den Kreislauf des Werdens und Vergehens. Die Frage stellt sich jeden Tag neu, ob wir Menschen eine Sonderrolle spielen, weil wir die Speerspitze der Evolution sind? Sie beschäftigt alle Menschen, weil es alle Menschen betrifft. Nachdem ich gut 60 Jahre im traditionellen Kirchenglauben Ostern gefeiert habe, beginnt sich bei mir in meinen alten Tagen (ich werde 77) die Frage zu verdichten, ob wir Menschen mit dem Glauben an ewiges Leben vielleicht sehr hochmütig sind? Ist es nicht viel harmonischer, wenn wir bis in den Tod Kinder dieser Erde bleiben und deshalb zurückgeführt werden in den Ursprung, aus dem wir gekommen sind? Weiterlesen »
Tags: Leben Evolution Ich und wir
Halleluja ist der Jubelruf der hebräischen Psalmen. Hallelu-Jah הַלְּלוּיָהּ . Das Hallelu ist der plurale Imperativ von hillel = preisen. Jah ist die Kurzform von Jahve, dem Tetragramm, das fromme Juden mit Adonai „mein Herr“ aussprechen. 
Ins Griechische (das kein H kennt) wurde der Jubelruf übersetzt mit „αλληλούια“. Die Übersetzung ins Lateinische ergab sich problemlos: Alleluja.
Also: HALLELUJA PREISET DEN HERRN: Weiterlesen »
„Erfüllt ist die Zeit und das Reich Gottes ist nahe;
kehrt um und glaubt an die Frohbotschaft“

In Anlehnung an Thomas Sarazeno habe ich Weihnachten 2012 eine Weihnachtskugel gefertigt, die an unseren Kosmos erinnern kann.
Der Evangelist Markus wollte mit seinem Evangelium die Gestalt des Jesus von Nazareth nahebringen und zur Nachfolge motivieren. Deshalb schrieb er über „seinen Helden“ einen Roman[1] und benutzte alle Quellen, die ihm zugänglich waren. Markus begann seine Jesusgeschichte sehr programmatisch: „.Anfang der Frohbotschaft (> Evangelium) von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.“ Der jüdisch-hebräische Titel „Maschiach“ (> Messias) war in seiner griechischen .Übersetzung (> Christos) für Markus bereits Teil des Namens. Für die Ohren seiner Leser klang „Christos“ wie ein Familienname. Das Jesusgeschehen lag ja auch schon 50 Jahre zurück. Weiterlesen »
Tags: Spiritualität
Benedikt XVI. hat zum Jahr des Glaubens aufgerufen. Die Initiative des Römischen Papstes ist zu begrüßen, obwohl die propagierten Ablässe einen peinlichen Begleitton erzeugen. Auf der Webseite des Erzbistums München ist obiges Bild zum Glaubensjahr zu sehen. Es macht betroffen, wie stark auch Kirche dem allgemeinen Jugendwahn und der Actions-Kultur verfallen ist. Aber die Botschaft weist auf den Wagemut hin, den gläubiges Leben verlangt. Ob es um die vielen Sprünge über die Klippen unseres Lebens geht oder um den Sprung vom Leben in den Tod – immer geht beim Glauben um das Gelingen unseres Lebens.
Diese Studie will auf dem Hintergrund der christlichen Tradition und in kritischer Auseinandersetzung Verstehenshorizonte des gläubigen Lebens öffnen. Weiterlesen »