Für ein ökumenisches Zueinander der Kirchen

„Wir wollen nicht Versöhnung bei Fortbestehen der Trennung, sondern gelebte Einheit im Bewusstsein historisch gewachsener Vielfalt“, heißt es in einem Aufruf, den 23 Personen des öffentlichen Lebens verfasst und veröffentlicht haben. Mittlerweile haben sich viele Christinnen und Christen diesem Aufruf angeschlossen. Unter www.oekumenejetzt.de ist der Text veröffentlicht und ist die Möglichkeit gegeben, sich der Petition anzuschließen. Ich habe mich auch  am 5. September 2012 in die Liste eingeschrieben und im Diskussionsforum  www.kreuz-und-quer.de  am 7. September um 14:25 folgenden Diskussionsbeitrag eingebracht:

 

Kardinal Joachim Meisner, Gemälde von Carl Mosbach 2010.

„Die Bischöfe in der Römisch-Katholischen Kirche sind römisch und nicht katholisch. Sie wurden unter dem Gesichtspunkt des absoluten Gehorsams ausgesucht und vom Papst eingesetzt. In Deutschland wüsste ich jedenfalls keinen einzigen katholischen Bischof, der wirklich verantwortlicher Hirte seiner Diözese wäre. Sie sind alle päpstliche Beamte. Wer von ihnen Mut und Eigenverantwortung erwartet, wird enttäuscht werden. Wenn der Vergleich erlaubt ist: Die katholischen Bischöfe gleichen den deutschen Generälen unter Hitler. Bis zum Schluss haben diese ihre Soldaten in den Tod geschickt und die Zivilbevölkerung geopfert. Nur kurz vor Toresschluss in ganz extremen Situationen haben Einzelne den Mut aufgebracht, eigene Entscheidungen zu fällen. Deshalb sehe ich für die Römische Kirche nur Hoffnung, wenn es massiven Druck von außen gibt. Auch die Katholiken werden es lernen müssen, dass Kirchenaustritt, gewaltfreier Widerstand und die Freiheit des Denkens die einzigen Mittel sind, um Veränderungen zu ermöglichen. Dabei wird jeder/jede seinen eigenen Weg suchen müssen. Von Cox stammt das Wort: Am Ende bleiben der Heilige und der Narr.“

 

Kittlauss Sep 7th 2012 05:11 pm Katholische Kirche kontrovers Keine Kommentare bisher Facebook Kommentare Trackback URI Comments RSS

Hinterlassen Sie eine Nachricht