Rückblende auf den Regensburger Katholikentag

Bis zum Donnerstagabend hat es geregnet und bis zum Freitagnachmittag war es saukalt, auch waren für Gehbehinderte die Wege lang und beschwerlich. Das wird vom Regensburger Katholikentag 2014 in Erinnerung bleiben, aber am Samstag ließ der blaue Himmel alles vergessen. Die Vielfalt des deutschen Katholizismus konnte sich doch noch zeigen, die vielen jungen Leute tanzten auf den Straßen und alle waren heiter und gelassen. Am tiefsten hat mich die Rede des Bundespräsidenten am Mittwochabend auf dem Domplatz beeindruckt. Gauck griff das Thema des Katholikentages auf und sprach vom Brückenbau zwischen den Konfessionen und zwischen den Religionen wie auch zwischen dem religiösen Glauben und der säkularen Gesellschaft. Dabei kam er auf die Frage:“Wie viel Religion verträgt eine säkulare Gesellschaft?“. Weiterlesen »
Mein Vater hat viele Wohnungen, aber das Böse hockt vor der Tür
Gottesdienst der Vereinigung katholischer Priester und ihrer Frauen
beim Katholikentag in Regensburg
Samstag, 31. Mai 2014 um 12,30 Uhr
in der Evangelisch-Lutherischen Neupfarrkirche

Musik
L .Begrüßung Ich darf Sie im Namen unserer „Vereinigung Katholischer Priester und ihrer Frauen“ herzlich begrüßen.. Wir bedanken uns herzlich beim Presbyterium der evangelisch-lutherischen Gemeinde Neupfarrkirche für die Gastfreundschaft. Den Ablauf und alle Texte und Lieder haben Sie in der Hand. Als Thema des Gottesdienstes haben wir gewählt: „Mein Vater hat viele Wohnungen für euch, aber das Böse hockt vor der Tür“ .Das klingt etwas brutal, aber es entspricht unserer Lebenserfahrung. Nicht zufällig haben wir Christen das Kreuz mit dem sterbenden Jesus vor unseren Augen. In Gottes schöner Welt gibt es viele Wohnungen für uns Menschen, aber immer hockt das Böse vor unserer Tür. Die christlichen Generationen vor uns haben einen ganzen Berg von theologischen Systemen entwickelt, um das zu erklären. Wir wollen in diesem Gottesdienst in der uralten Geschichte von Kain und Abel eine Antwort suchen. Lassen Sie uns zunächst Gott loben und preisen. Weiterlesen »
Der hierarchische Virus der Römischen Kirche – kirchenkritische Studie von Dieter Kittlauß

Bischof Tebartz von Eltz
Das beigefügte Bild des Limburger Bischofs Tebartz van Eltz stammt aus der Kirchengeschichte unserer Zeit. Durch die Mitra ragt jeder Bischof sichtbar aus dem Kirchenvolk hervor. Seine Insignien (Stab, Ring, Kleidung) sollen seine Macht demonstrieren. Er versteht sich als Stellvertreter Gottes, als Hoher Priester, als Oberhirt und Lehrer des ihm unterstellten Kirchenvolkes.[1] Weil dahinter ein Virus steckt und zwar der Virus der Anmaßung, sind Amtsträger wie Bischof Kamphaus oder Papst Franziskus immer nur eine mehr oder minder zufällige Episode. Die Anmaßung zeigt sich am deutlichsten im Herrschaftsanspruch über die Tradition. Die Römische Kirche (und die ist hier Gegenstand der Erörterung) beruft sich zwar auf die biblische Tradition, weil diese die engste Schnittstelle zu Jesus von Nazareth bildet, aber erlaubt sich im konkreten Fall immer die Umdeutung oder auch die Annullierung. Anders gesagt: Sie spricht vom Wort Gottes oder von der Weisung Jesu, aber entscheidet dann selbst, ob sie sich danach richten soll oder nicht. Mit zwei sehr praxisnahen Beispielen soll das Gemeinte verdeutlicht werden. Weiterlesen »

