Tsunami – theologisch bedacht

(Erstveröffentlichung 2004)

Die Schattenfrau am 11. September

Unsere medial gesteuerte Welt ist intensiv auf das Spektakuläre hin ausgerichtet. Was monströs ist wie ein schweres Eisenbahnunglück, spannend wie eine Rettungsaktion nach einem Bergwerksunglück oder unvorstellbar schrecklich  wie die Tsunami – Welle wird uns tagelang vor Augen geführt und dadurch auch bei vielen Menschen die Motivation zu Solidarität geweckt. Die andere Seite dieser „Bombardierung“  mit bad news ist allerdings die wenigstens zeitweise Verdrängung der Todesverfallenheit unserer Welt insgesamt. Besonders betroffen sind wir, wenn es sich um eine bisher nicht oder nicht so bekannte Bedrohung handelt. Dann geht es uns wie den Menschen im Mittelalter, die aufeinmal – und zwar Reiche und Arme gleichermaßen – von einer Seuche bedroht wurden, oder wie im vorigen Jahrhundert, als die Immunschwäche Aids plötzlich und inflationär unser Leben veränderte. Dann überfällt uns leicht die uralte Angst vor der Büchse der Pandorra und wir beginnen zu fragen, ob nicht morgen – also für uns erfahrbar – die Vereisung Europas durch die Verlagerung des Golfstromes oder ein Vulkanausbruch in der Eifel unser Schicksal sein könnte. Weiterlesen »

Posted by Kittlauss on Aug. 9th 2012 | Filed in Was das Leben angeht | Kommentare deaktiviert für Tsunami – theologisch bedacht

Dieter Kittlauss

ProfileWas wir nie verlieren dürfen, ist unsere Zuversicht. Was wir immer brauchen, ist Solidarität. (Autor unbekannt)

Kleiner Kommentar zum Sakrament der Firmung

Der Engel, der dich auf den Weg schickt. Engel im römischen Travestere. Ausschließende Urheberrechte wurden nicht festgestellt.

Firmung  =  Firmitas  = Festigkeit, Kraft, Bekräftigung, Bestätigung

 

Der als Säugling Getaufte wird bei der Feier der Firmung aufgerufen, den von den Eltern und der Gemeinde übernommenen christlichen Glauben in eigner Verantwortung zur prägenden Form seines Lebens zu machen.

Der Bischof oder ein anderer Vertreter der Kirche bestätigt mit der Handauflegung, dass der hier anwesende junge Mensch alle Rechte und Pflichten eines erwachsenen Christen hat.

Die Firmung ist also in der katholischen Kirche das Sakrament des Erwachsenenwerdens.

 

Mache dich auf den Weg!

 

Sei Bruder und Schwester des Jesus von Nazaret!

 

Lass dich packen von Gottes lebenspendendem Geist!

 

Werde ein menschlicher Mensch!

 

Lebe – Vertraue – Wage – Liebe – Suche – Laufe – Fang neu an

Posted by Kittlauss on Aug. 9th 2012 | Filed in Was das Leben angeht | Kommentare deaktiviert für Kleiner Kommentar zum Sakrament der Firmung

Liebesgedicht „Auferstehung“

 

 Du als Engel des Herrn

Hast wie ein Morgenstern

In der Kälte tiefster Nacht

Mir neues Leben gebracht

Ich habe die Liebe wieder gefunden

Die mir gestorben war

Ich fühle mich neu gebunden

In das Leben so wunderbar

 (2000 geschrieben)

Posted by Kittlauss on Aug. 8th 2012 | Filed in Biographisches | Kommentare deaktiviert für Liebesgedicht „Auferstehung“

CHRISTLICHE TRILOGIE „Schöpfung, Erlösung, Vollendung“

(Diese Studie ist 2004 zum ersten Mal veröffentlicht worden)

Schöpfung

 

Auf der Homepage der Benediktiner in der Wüste von Neumexico (USA) findet sich ein Bild des göttlichen Schöpfers, der mit der Welt spielerisch umgeht. Eine ausschließliche Urherbschaft konnte nicht festgestellt werden.

„Als Anfang schuf die Gottheit die Himmel und die Erde, die Erde aber war tohuwabohu“, dies war das Glaubensbekenntnis der jüdischen Priestergelehrten im Babylonischen Exil, vor mehr als 2500 Jahren niedergeschrieben. Damals war die Erde noch überschaubar und auch der sichtbare Himmel war vertraut: „ Seh’ ich den Himmel, das Werk deiner Finger, Mond und Sterne, die du befestigst (Ps 8,4).

Erste Frage: Sind diese „uralten“ Überlieferungen über den Schöpfungsglauben für uns Menschen des dritten Jahrtausends noch bedeutsam? 

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Posted by Kittlauss on Aug. 8th 2012 | Filed in Biblische Studien | Kommentare deaktiviert für CHRISTLICHE TRILOGIE „Schöpfung, Erlösung, Vollendung“

Zu neuen Ufern: Wandlungen im Leben eines katholischen Priesters

Erstveröffentlichung 2010: Wie ein zweites Leben, Biografisches im Umbruch, hrg.Gottfeid hänisch, Wartburverlag Weimar 2010

Kindheit und Jugend

Die Kriegs- und Flüchtlingskinder, von denen in letzter Zeit öfters berichtet wurde, seien meistens tief in ihrer Seele verwundet, dass daran etwas Wahres ist, habe ich im vorigen Jahr  erfahren. Mit meiner Frau Anne und einem befreundeten Ehepaar aus Erfurt waren wir eine Woche bei polnischen Freunden im Glatzer Bergland und an einem Tag auch in Breslau, wo ich 1936 in der Leuthenstraße als Kind aufgewachsen bin.  Als ich auf dem noch vorhandenen alten Kopfsteinpflaster der Leuthenstraße stand, erinnerte ich mich auf einmal an meinen großen Stabilbaukasten, den ich Weihnachten 1944 bekommen und noch schnell im Keller unter den Kartoffeln versteckt hatte, bevor ich Hals über Kopf mit Mutter, Schwester Rosel und Tante Emmy hastig zum letzten Zug rennen musste. Ich erinnerte mich auch an die Nächte im Luftschutzkeller, an mein Weinen nach der Kinderlandverschickung, an den roten Himmel über dem brennenden Dresden, den wir vor Schrecken erstarrt aus dem Zugfenster sahen, an die „Christbäume“ der Bomber im Erzgebirge, an die abgestürzten Piloten, die wir als Kinder mit offenem Gehirn auf dem Feld fassungslos anstarrten. Weiterlesen »

Posted by Kittlauss on Aug. 5th 2012 | Filed in Biographisches | Kommentare deaktiviert für Zu neuen Ufern: Wandlungen im Leben eines katholischen Priesters

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