Die Madonna im Fenster

 

Die Madonna im Fenster2003 wurde ich gebeten, mich um die Altakten des insolventen Bendorfer Hedwig-Dransfeld-Hauses (HDH) zu kümmern. Ausgestattet mit allen Hauptschlüsseln, besuchte ich die einzelnen Büros – zuletzt auch die Kapelle. Es zerriss mir das Herz, als ich den wüsten Raum betrat, der über lange Jahre ein Herzstück der Ökumene gewesen war. Dann sah ich auf einer Bank einen Karton mit braunen Tonscherben und auf dem Fußboden eine stark beschädigte Figur ohne Kopf. Ich erkannte sofort, dass es die Madonna war, die ich so geliebt hatte. „ Ja sie ist beim Abtransport zu Boden gefallen und in Stücke zerborsten“, sagte der Hausmeister axelzuckend, „nehmen sie doch alles mit, wenn sie es wollen“. Das tat ich auch, denn ich hatte das Gefühl, dass es meine Aufgabe sei, die Madonna würdig zu beerdigen. Doch es kam anders. Heute steht die restaurierte Madonna bei mir im Fenster und immer, wenn ich vorbeigehe, schaut sie mich und ich schaue sie lächelnd und stolz an. Es hat zwei Jahre gedauert, bis ich mir eine geeignete Restaurationstechnik angeeignet hatte und die Madonna reparieren konnte. Ich erzähle das alles so ausführlich, weil diese Madonna eine lange Geschichte hat. Durch Jahreszahl 1948 und Signatur unter dem Fuß ist Eugen Keller (1904-1995), der international renommierte Künstler aus Höhr-Grenzhausen, als der bildende Urheber dokumentiert. Die Madonna feiert dieses Jahr ihren 65. Geburtstag. Eugen Keller war ein All-round-Künstler. Er arbeitete gleichermaßen mit Aquarell, Holz, Keramik, Ton und Bronze. Die Koblenzer können sich noch an die Fassade der früheren Rhein-Mosel-Halle erinnern können, die seine monumentale musikalische Arabeske (Guss) geschmückt hatte. Eugen Keller war ein Freund von Anneliese Debray (1911-1985), der langjährigen Leiterin des Hedwig-Dransfeld-Hauses in Bendorf. Es war wohl so etwas wie eine Seelenverwandtschaft zwischen den beiden. Bereits in der alten Kapelle des HDH, die der Deutsche Katholische Frauenbund durch den renommierten Kirchenarchitekten Rudolf Schwarz (1897-1961) bauen ließ, muss die Madonna von Eugen Keller gestanden haben. Es gibt ein Foto von 1952, auf dem zwei französische Jugendliche, die beim Abriss der alten Kapelle halfen, die Madonna aus der noch im Hintergrund zu sehenden Schwarz-Kapelle hinaustragen.

Aber die Madonna kehrt in die neue Kapelle nicht zurück. Durch eine Ungeschicklichkeit war die rechte Hand abgebrochen und nur sehr laienhaft repariert worden. Als ich 1980 die Leitung des HDH übernommen hatte, fand ich die Madonna in einem Abstellraum. Als das neue Hildegardhaus fertig gestellt war, erhielt die Madonna hier einen Ehrenplatz, geschmückt von einem uralten Weihnachtskaktus, der jedes Jahr im Advent zu einer geradezu explodierenden Fülle erblühte. Mein Mitarbeiter Rahamim Mizrachi schenkte eines Tages einen kunsthandwerklichen Weihnachtsstern und bat mich, diesen neben der Madonna an der Wand aufzuhängen. Rahamim war ein jüdischer Kurde, der viele Jahre im Bendorfer HDH „seinen Friedensdienst“ tat. Es war seine Antwort auf die Shoa.
Die Religionsgeschichte weiß zu erzählen, dass die christliche Madonna im Glauben der uralten Zeiten der Menschheit ihre Wurzeln hat. Im alten Ägypten war es die große Isis mit ihrem Sohn auf dem Arm. Das Geheimnis von Mutterschaft, Menschwerdung und gelebter Menschlichkeit findet in diesen mythologischen Frauen ihren Ausdruck. Die Madonna von Eugen Keller knüpft an diese Tradition an. Die Madonna verkündet unserer Welt, in der es so viel Gewalt gibt, die Botschaft des Lebens und der Zärtlichkeit. Mit der rechten Hand segnet sie, mit der linken Hand hält sie das Kind, das einen Ball (die Erdkugel) in den Händen hat.
Die Madonna am Fenster steht heute im Flur des Sayner Fünftannenhauses, das in eine Zeit lang Bordell war, früher ein gepflegtes Tanzlokal und im 19. Jahrhundert zur Klinik Brosius gehörte. Brosius gehörte zu den Gründern der „sanften“ Psychiatrie, durch die zum ersten Mal psychisch Kranke als Menschen behandelt wurden. Die Madonna von Eugen Keller, ist zurückgekehrt in unser Leben.
Dieter Kittlauß

Die Schwarzkapelle von innen. An der rechten Wand sieht man noch die erste Madonna, eine Arbeit aus dem Oberammergau.

Die Schwarzkapelle von innen. An der rechten Wand sieht man noch die erste Madonna, eine Arbeit aus dem Oberammergau.

 

 

Die Schwarzkapelle von der Seite

Der Deutsche Katholische Frauenbund errichtete 1924 in Bendorf am Rhein ein Zentrum für Frauenbildung und Müttererholung. Der international renommierte Kirchenarchitekt Rudolf Schwarz baute im Park des Hauses eine kline Kapelle. Auf diesem Foto sehen wir eine Außenansicht.

 

 

 

 

Frannzösische Studenten sichern die Keller Madonna

Bevor die Schwarzkapelle abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt wurde, bringen zwei französische Studenten die Madonna in Sicherheit. Dabei oder später wurde die rechte Hand der Madonna beschädigt. Da die Reparatur nicht sachgemäß durchgeführt wurde, stellt man die Madonna in einem Magazin ab. Bei der Altbausanierung wurde sie gefunden und erhielt ihren Platz im neuen Speisesaal des Hildegard-Hauses. Sie wurde umrahmt von einem alten Weihnachtskaktus, der jedes Jahr zu Weihnachten eine große Blütenpracht entfaltete. Mein Mitarneiter Rahamim Mizrachi, ein jüdischer Kurde, der im HDH nach 1980 Friedensdienst leistete, schenkte der Madonna einen kostbaren mit Halbedelsteinen geschmückten Stern.

Der zugewachsene Aufgang

2003 ging das Hedwig-Dransfeld-Haus in Insolvenz. Hausinterne Fehlentwicklungen, Reduzierung der öffentlichen Zuwendungen und Streichung der Förderung des Bistums Trier waren ursächlich. Auch die Kapelle, einmal europäisches Zentrum der interreligiösen Versöhnung, verwaiste und steht heute noch leer.

Der leere Altar

Öd und leer ist die heilige Stätte. Das große Altarbild hängt schief an der Wand, die Alterdecke ist schmutzig und der Strick der kleinen Dachglocke ist abgeschnitten.

Die Hostien im Tabernakel

Der von Eugen Keller geschaffene Tabernakel war entleert, nur die Hostien waren achtlos eingewickelt in ein Tuch zurückgelassen.

Die Bruchstücke der zerbrochenen Madonna.

Auch die Madonna war beim Ausräumen beschädigt worden.

 

 

 

Dieter Kittlauß mit den Bruchstücken der Madonna

Tief traurig sitzt Dieter Kittlauß neben dem geöffneten Tabernakel und hält das Kopfteil der Madonna in der Hand.

Die Madonna im Fenster

In zweijähriger, mühsamer Arbeit restaurierte Dieter Kittlauß die Madonna. Heute steht sie im Fenster des Sayner Fünftannenhauses. Salve Regina, Mater misericordiae, vita, dulcedo et spes nostra salve. Ad te camamus, exsules filii Evae. Ad te suspiramus, gementes et flentes in hac lacrimarum valle.

Posted by Kittlauss on Okt. 27th 2014 | Filed in Bendorfer Heimatgeschichte,Hedwig-Dransfeld-Haus (HDH),Heimatgeschichte | Kommentare deaktiviert für Die Madonna im Fenster

Dieter Kittlauss

ProfileWas wir nie verlieren dürfen, ist unsere Zuversicht. Was wir immer brauchen, ist Solidarität. (Autor unbekannt)

Hommage auf Hannelore Stausberg

Eine Hommage auf Hannelore Stausberg

Hannelore Stausberg *04.02.1947  + 01.09.2014

Hannelore Stausberg *04.02.1947 + 01.09.2014

Es war am 30. Juni 1997. Ich hatte rundum verloren und das Hohngelächter meiner Feinde war zum Tinnitus geworden. Nun geschah der letzte Akt, denn ich musste mit meiner Familie die Wohnung im Wenigerbachtal verlassen. Aus Angst vor Repressalien hielten sich fast alle meiner ehemaligen Miterbeiterinnen und Mitarbeiter von uns fern. Aber Freunde von Rosemarie waren mit ihren Familien da, um zu helfen. Am späten Vormittag war Monika Debray, die nach dem Tod ihrer Schwester bei uns familiären Anschluss gefunden hatte, plötzlich gestorben – wahrscheinlich aus Angst, denn sie wusste, wenn ich weg war, gab es niemanden, der sie beschützte. Dann geschah ein Wunder. Unsere Nachbarin, Hannelore Stausberg, sie wohnte mit ihrem Mann und den drei Töchtern in einem kleinen Reihenhaus, tauchte auf einmal auf und brachte einen riesigen Topf brauner Gulaschsuppe mit Bohnen. „Ich habe den ganzen Vormittag gekocht und es muss doch für die ganze Mannschaft reichen“, sagte sie lachend. Da war es so wie an einem grauen, dunklen Herbsttag, wenn auf einmal die Sonne am Himmel durchbricht. Hannelore Stausberg war schwer krank. Sie hatte einen Tumor im Kopf und konnte ganz schlecht sehen. Solange ich sie kannte war sie von der Krankheit gezeichnet und wurde dauernd operiert. Aufgrund ihrer Sehbehinderung und der regelmäßigen Abwesenheit hatte sie auch viele Probleme zu Hause.  Ja, es war mehr als die Suppe. Es war das solidarische Zeichen einer starken Frau. Wie die große Theresa oder Mutter Theresa. Wie Maria Magdalena und die anderen Frauen am ersten Karfreitag. Und dieses Zeichen veränderte schlagartig unsere Situation. Jetzt waren wir alle stark und schüttelten einfach die Feindschaft, die wie lähmend auf unseren Schultern lastete, wie Staub von den Füßen ab.Eine Wundergeschichte, wie es so viele gibt in unserem Leben.
Hannelore Stausberg ist nach vielen Jahren Pflegeheimaufenthalt am 1. September 2014 im Alter von 67 Jahren gestorben. Am 10. September haben wir ihre Urne auf dem Bendorfer Friedhof in die Erde gesenkt. Mit dieser kleinen Hommage möchte ich ihr ein virtuelles Denkmal setzen. Mit den Worten eines frühchristlichen Totengebetes wünsche ich Ihr einen guten Weg durch das Tor vom Diesseits in das Jenseits.
Hannelore, zum Paradiese mögen Engel Dich geleiten,
die heiligen Märtyrer Dich begrüßen
und dich führen in die heilige Stadt Jerusalem.
Die Chöre der Engel mögen Dich empfangen
Und durch Christus, der auch für Dich gestorben,
soll ewiges Leben dich erfreuen.

Todesanzeige für Hannelore Stausberg

Todesanzeige für Hannelore Stausberg

Posted by Kittlauss on Sep. 15th 2014 | Filed in Aktuell,Biographisches,Spiritualität und,Was das Leben angeht | Kommentare deaktiviert für Hommage auf Hannelore Stausberg

In memoriam an Katharina Volbers

Es muss 1967 gewesen sein, als mir Bilder von Katharina Volbers gezeigt wurden. Die leuchtenden Farben und die Pinselführung erinnerten an die großen Maler des Expressionismus. Deshalb wollte ich Künstlerin kennenlernen. Hans Donat, Mitarbeiter in der Arbeitsstelle für pastorale Hilfsmittel (damals im wesentlichen Tonbänder, die man ausleihen konnte) vermittelte den Kontakt. Ich fuhr nach Eisenach, wo Katharina Volbers in einer kleinen Wohnung lebte. Sie saß auf dem schmalen Balkon und lud mich zu einem Tee ein. Sie erzählte mir von ihrem Leben, dass sie eigentlich Sängerin werden wollte und mehr zufällig bei Karl Schmitt-Rottluff in Berlin auch Unterricht in Malerei und Formgebung studierte; wie sie ihren Mann kennenlernte und zugunsten dessen Karriere als Opernsänger Hausfrau wurde, so Karl-Marx-Stadt und Eisenach  Stationen ihres Lebens wurden. Nun nach dem Tod ihres Mannes lebte die 42 Jährige allein. Sie war eine tief spirituelle Frau und malte deshalb meistens christliche Themen. Ich erinnere mich vor allem an ihre starken Hände. Dann zeigte sie mir ein Bild zur Emmausgeschichte. Ich war tief beeindruckt und kaufte es. So begann meine Beziehung zu Katarina Volbers. Fünf weitere Bilder habe ich in den nächsten Jahren erworben. Durch die Belastungen meiner Berufsneufindung aufgrund meiner Heirat und die Übersiedlung nach dem Westen 1975 habe ich wie zu vielen anderen Menschen auch den Kontakt zu Katharina Volbers verloren, aber ihre Bilder begleiteten mich. Wie ich erfuhr, ist Katharina Volbers nach langer Krankheit am 19. November 1995, dem Fest der hl. Elisabeth, gestorben. Die Kreuzwege in der Heilig-Kreuz-Kirche in Frankfurt/Oder und in der Elisabeth-Kirche Eisenach erinnern an sie. Um auch an ihre gemalten Werke zu erinnern, stelle ich fünf Bilder, die in meinem Besitz sind, in meine Webseite.

Katharina Volbers Stilleben mit gelben Blumen

Katharina Volbers malt ein  Stilleben mit gelben Blumen.

Katharina Volbers Stilleben mit Fisch

Katharina Volbersmalt ein  Stilleben mit Fisch

 

 

Die Geschichte von den Emmausjüngern

Der Evangelist Lukas erzählt in seinem Evangelium die Geschichte von zwei Jüngern Jesu, die nach dessen Hinrichtung ohne Hoffnung sind und innerlich zerbrochen in ihr Heimatdorf Emmaus zurückgehen (LK 24, 13 ff). Sie sind einfache Tagelöhner und haben sich der Bewegung um den Wanderprediger Jeus angeschlossen, weil sie in ihm einen Hoffnungsträger für das Volk Israel sahen. Nun nach der Kreuzigung ist alles aus und vorbei! Doch da sind sie wie bei der Wallfahrt nach Compostella aufeinmal zu dritt. Ein Wanderer hat sie eingeholt. Sie kommen ins Gespräch. Alles dreht sich um die Erreignisse der letzten Tage in Jerusalem.  Der unbekannte Wanderer scheint ein Schriftgelehrter zu sein, denn er deutet den beiden Männern das Geschehen um Jesus als Erfüllung alter Prophezeiungen. Die beiden Männer sind fasziniert und da es schnell dunkel wird, als sie  Emmaus ereichen, laden sie den Wanderer ein, bei Ihnen über Nacht zu bleiben. Nun erzählt Lukas eine Bekehrungsgeschichte.

Katharina Volbers malte die Geschichte der Emmausjünger Katharina Volbers hält den Moment fest, wo der Unbekannte das Brot bricht und sich für die beiden Emmausjünger das Leben radikal ändert.

Ein Jahr später fragte ich die Künstlerin, ob sie die Emmausgeschichte so malen könnte, als ob diese in unserer Zeit geschehen sei,  Denn dies ist ja der Sinn all der alten Geschichten, uns in unserer Seele anzusprechen.  Hier ist das neue Bild.

Katharina Volbers malte die Emmausgeschichte ein zweites Mal

Katharina Volbers malte die Emmausgeschichte ein zweites Mal

Zwei jüngere Menschen unserer Zeit. Lebensfroh, skeptisch, in Bewegung. Man könnte dieses Bild mit den Worten aus Goethes Faust überschreiben: „Die Botschaft hör`ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“.  Doch wir dürfen uns nicht täuschen. Auch die jungen Menschen unserer Zeit haben in ihrem Herzen die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben. Die Medienwelt bietet viele Lehrer. Es ist erstaunlich: Die Worte des Wanderprediger Jesus aus Nazaret sind auch in dem gewaltigen Konzert der vielen oft sehr widersprüchlichen Stimmen zu hören.

Bei einem späteren Besuch bat ich Katharina Volbers um ein Bild, das mich in meinem Leben als Erinnerung an meinen Umgang mit den vielen jungen Menschen begleiten könne. Es entstand das Bild einer Party auf dem Dachboden. Das sind sie, die Passagiere der kommenden Zeit, so ganz anders als wir Altgewordenen, und uns doch wieder so ähnlich in ihrer Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit und Lebenssinn.

Katharina Volbers Party auf dem Dachboden

Katharina Volbers Party auf dem Dachboden

 

Ich fand neulich ein Gedicht des römischen Kaiserphilosophen Marc Aurel (121-180), das mich sehr ansprach

Die Jugend kennzeichnet nicht einen Lebensabschnitt,
sondern eine Geisteshaltung;
sie ist Ausdruck des Willens,
der Vorstellungskraft und der Gefühlsintensität.
Sie bedeutet Sieg des Mutes über die Mutlosigkeit,
Sieg der Abenteuerlust über den Hang zur Bequemlichkeit.

Alt sein bedeutet nicht, viele Jahre gelebt zu haben.
Man wird alt, wenn man seine Ideale aufgibt.
Die Jahre zeichnen zwar die Haut
– Ideale aufgeben aber zeichnet die Seele.
Vorurteile, Zweifel, Befürchtungen
und Hoffnungslosigkeit sind Feinde,
die uns nach und nach zur Erde niederdrücken
und uns vor dem Tod zu Staub werden lassen.

Jung ist, wer noch staunen und sich begeistern kann.
Wer noch wie ein unersättliches Kind fragt: Und dann?
Wer die Ereignisse herausfordert
und sich freut am Spiel des Lebens.

Ihr seid so jung wie euer Glaube.
So alt wie eure Zweifel.
So jung wie euer Selbstvertrauen.
So jung wie eure Hoffnung.
So alt wie eure Niedergeschlagenheit.

Ihr werdet jung bleiben, solange ihr aufnahmebereit bleibt:
Empfänglich fürs Schöne, Gute und Große,
empfänglich für die Botschaften der Natur,
der Mitmenschen, des Unfasslichen.

Sollte eines Tages euer Herz
geätzt werden von Pessimismus,
zernagt von Zynismus,
dann möge Gott Erbarmen haben
mit eurer Seele – der Seele eines Greises.

Das verbindet die Alten und die Jungen, die Menschen von gestern, heute und morgen, die Jüngerinnen und Jünger Jesu, die frommen Musliminnen und Muslime und die buddhistischen Mönche gleicherweis. Alle sind wir auf dem Weg nach Emmaus.

 

Dieter Kittlauß

19.08.2014

Posted by Kittlauss on Aug. 19th 2014 | Filed in Aktuell,Christliche Kunst,Spiritualität und,Was das Leben angeht | Kommentare deaktiviert für In memoriam an Katharina Volbers

Kleine Studie zum katholischen Eheverständnis

Als Mann und Frau schuf Gott sie und sie werden zu einem Menschen

 

Kleine Studie zum katholischen Eheverständnis

1. Bindung und Unauflöslichkeit der Ehe in der biblischen Überlieferung.
In Jerusalem und auf den Dörfern, wo man aramäisch sprach und das traditionelle Frühjudentum das Leben bestimmte, galten die Regeln des Deuteronomiums. Hier werden in kasuistischer Weise spezielle Fälle der Mann-Frau-Beziehung geregelt, wobei der rechtliche Schutz der Frau besonders berücksichtigt wird. Zuerst geht es (Deut, 22,13-21)um die Verdächtigung einer Ehefrau durch ihren Mann, der seine Frau nicht mehr liebt. Der Mann will sich von ihr trennen und gibt als Grund an, dass sie bei der Heirat nicht mehr sexuell unberührt war. Wenn die Eltern der Braut durch das Bettlaken des ersten Geschlechtsverkehrs in der Brautnacht die Unberührtheit ihrer Tochter beweisen können soll der Mann eine Geldbuße von 100 Schekeln bezahlen und darf seine Frau „niemals entlassen“. Wenn aber die Unschuld der Braut nicht bewiesen werden kann, soll die Frau verurteilt werden. „Dann sollen die Männer ihrer Stadt sie steinigen, und sie soll sterben, denn sie hat eine Schandtat in Israel begangen, indem sie in ihrem Vaterhaus Unzucht trieb. Du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.“(Deut 22, 21)
Dann geht im Deuteronomium um die Bestrafung eines Paares, das des Ehebruchs überführt wird (Deut, 22,22) und anschließend um die Bewertung einer Vergewaltigung (Deut 22,23-27.28f). Im 23. Kapitel wird geregelt, dass die Heirat der eigenen Schwiegermutter verboten ist (Deut. 23,1), etwas später geht es um das Verbot der sakralen Prostitution (Deut 23, 18-19). Im nächsten Kapitel (Deut 24,1-4) steht die Stelle, auf die der Markustext Bezug nimmt. Es handelt sich wieder um die kasuistische Schilderung eines Falles. Eine Frau war zweimal verheiratet. Der erste Mann hat sie weggeschickt, weil er sie nicht mehr liebt ( die Scheidung war nach jüdischem Recht legitim ). Auch der zweite Mann hat sich von ihr getrennt bzw. ist verstorben. Die Frau ist wieder allein. Die Frage des Deuteronomiums: Darf die Frau nun zu ihrem ersten Mann zurückkehren, wenn dieser es wünscht? Hintergrund ist auf der einen Seite, das Recht des Mannes, sich von seiner Ehefrau zu trennen, indem er ihr eine Scheidungsurkunde überreicht; auf der anderen Seite, dass alleinlebende Frauen rechts- und schutzlos sind, also das Alleinleben von Frauen als widernatürlich empfunden wird. Aber das Deuteronomiums regelt: Durch die zweite Heirat ist die Frau für ihren ersten Mann unberührbar geworden. Eine Wiederheirat ist deshalb nicht möglich. Bei all diesen Fallbeispielen des Deuteronomiums geht es nicht um die Ablehnung der Ehescheidung an sich, sondern immer um die Art und Weise, wie sich Männer von ihrer Frau trennen.
Der Markustext 10,2-12 schildert zunächst einen öffentlichen Disput Jesu mit seinen Widersachern (in der synoptischen Tradition als als Pharisärer benannt) und anschließend eine Schülerbelehrung im privaten Raum (im Haus). Die Widersacher Jesu nehmen auf den Deuteronomiumstext Bezug und stellen in typisch jüdischer Diskutierweise eine Fangfrage: „Darf ein Mann seine Frau wegschicken?“ Jesus antwortet nicht mit Ja oder Nein sondern reagiert mit einem theologischen Hinweis, dass zwischen dem Deuteronomium und dem Genesisbuch ein eklatanter Widerspruch bestehe. Denn das Deuteronomium gäbe ein Gesetz des Moses (Deuteronomium) wieder, die ursprüngliche Schöpfungsordnung (Buch Genesis) aber habe Mann und Frau zu einem Fleisch verbunden. Die Schlussfolgerung Jesu, die Markus zitiert „Was also Gott zusammengefügt hat, soll ein Mensch nicht trennen“ (Mk10, 9), wendet sich gegen das Vorrecht des Mannes, sich von seiner Frau durch eine Scheidungsbrief willkürlich und ohne Begründung zu trennen. Die gängige Praxis, dass der Mann seine Frau ohne Begründung wegschicken kann, ist für Jesus gegen die Schöpfungsordnung und lediglich ein Zugeständnis. Die heutige Frage, wie bei einer zerstörten Ehe zu verfahren ist, wird hier nicht berührt. Auf diese Deutung weist auch die Analyse des Textes hin. Der Evangelist zitiert aus den beiden Schöpfungsberichten Genesis 1,27 (>als männlich und weiblich erschuf er sie) und Genesis 2,24 (das Verlassen). Als Text liegt ihm die Septuaginta (griechische Übersetzung) vor. Ein Vergleich mit dem hebräischen (ursprünglichen) Text hilft zum besseren Verständnis, was Markus sagen will:
Hebräischer Text (Genesis 2,24)
Deshalb wird verlassen ein Mann seinen Vater und seine Mutter und wird anhangen seiner Frau und sie werden zu einem Fleisch.
Griechischer Text (Genesis 2,24)
Aus diesem Grund wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und die zwei werden zu einem Fleisch. Und die zwei sind Nackte – der Adam und seine Frau – und nicht sollen sie sich trennen. Markusevangelium (Mk 10,7-9)
Aus diesem Grund wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen (und seiner Frau anhangen), und die zwei werden zu einem Fleisch; daher sind sie nicht mehr zwei – sondern ein Fleisch. Was also Gott zusammengespannt hat, soll ein Mensch nicht trennen.
Der katholische Theologe Martin Ebner gibt den Hinweis, dass die Berufung auf die Schöpfungsordnung die Gleichartigkeit von Mann und Frau gegen die die Überordnung des Mannes betonen will. Wie bei einem Ochsengespann sind Mann und Frau zusammengespannt. Die rechtliche Sanktionierung männlicher Übermacht wird von Jesus abgelehnt.
Im zweiten Teil des Markustextes (Mk. 10,10-12) wird der Ort gewechselt. Dies entspricht jüdischer (und auch allgemein hellenistischer) Praxis, einen öffentlichen Disput im kleineren Kreis fortzusetzen und zu vertiefen. Die Jünger sind verunsichert, da das Scheidungsrecht gängiges Recht ist. Auch Frauen können – wenn auch unter wesentlich erschwerten Bedingungen – dem Mann einen Scheidungsbrief ausstellen. Deshalb betont der Evangelist, dass hier das (einseitige) Entlassen des Ehepartners gemeint ist.
Diese Deutung des Markustextes wird durch das Matthäusevangelium bestätigt, wo wir zwei Stellen finden, die das Scheidungsproblem ansprechen.
Mt.19, 3-9 ist die Parallele zum Markustext. Auch hier geht es um das einseitige, willkürliche und formalgesetzlich ermöglichte Fortschicken des Ehepartners. Anders ist es zu bewerten, wenn der Partner durch Unzucht (>= außerehelicher Geschlechtsverkehr) die Ehe bricht. Die eheliche Beziehung zwischen Mann und Frau schafft einen neuen Menschen (>= ein Fleisch). Deshalb setzt Matthäus die Entlassung der Neuheirat gleich, wenn der sündhafte Bruch der von Gott gewollten ehelichen Verbindung berührt wird.
Die zweite Stelle findet sich bei Mt. 5,32. Sie bringt nichts Neues. Gleiches gilt für Lk 16.18.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Evangelien mit der Berufung auf Jesus das einseitige, willkürliche und nicht begründete Mosaische Scheidungsrecht als Verstoß gegen die Schöpfungsordnung verwerfen.
Im 1. Korintherbrief findet sich im 7. Kapitel eine längere Abhandlung zum Thema Ehe, Heiraten und Nichtheiraten. Die Autorenschaft des Apostel Paulus gilt als gesichert; der Brief wird einhellig auf die Jahre 53—55 datiert. Hintergrund sind aufgekommene Fragen in der (kleinen) Gemeinde von Korinth. Paulus lebt noch ganz in der Erwartung der Wiederkunft Christi: „Dies aber sage ich Brüder, die Zeit ist begrenzt.“ (1 Kor 7, 29) . In dieser letzten Zeit – also im Angesicht der kommenden Verwandlung -– haben sich die Regeln geändert. Am besten soll jeder sein Leben unverändert weiter leben (1 Kor.7,17ff). Der Verheiratete soll sein Eheleben weiterführen, der Unverheiratete soll keine Beziehung eingehen. Doch Paulus kennt den Menschen und ist ganz Seelsorger; deshalb vermeidet er allen Rigorismus. So gibt er seinen Rat für ganz unterschiedliche Situationen. Die Unverheirateten und Witwen sollen lieber heiraten, wenn die Gefahr besteht, dass sie “vom Feuer (> der Begierde) verzehrt werden“. (1 Kor 7, 8f; 39f ). Eheleute sollen die sexuelle Vereinigung pflegen (1Kor. 7,1ff). Wenn in einer Ehe der eine Partner zum Jesusglauben gekommen ist und der andere nicht, dann sind sie beide ebenso wie ihre Kinder geheiligt (Kor.7, 11 ff). Wenn aber ein „Leben in Frieden“ nicht möglich ist, sollen sich die Eheleute gütlich trennen. Für Paulus ist die Ehe zwischen Mann und Frau ein sehr hohes Gut.
Die Praxis der orthodoxen Kirchen fügt sich nahtlos an die neutestamentliche Überlieferung an. Die Ehe ist eine lebenslange Bindung. Wenn aber die Beziehung zerbricht und dauerhaft gestört ist, dann liegt das an der menschlichen Schwäche. Ganz im Sinne des Apostels Paulus muss um des Friedens willen eine Lösung gefunden werden. Die Römische Kirche ist einen anderen Weg gegangen. Hier spielten Abwertung von Ehe (Zölibat als Idealform) und Sexualität (Jungfräulichkeit als Idealnorm) eine entscheidende Rolle und führten frühzeitig zu der auch heute gültigen Deutung der biblischen Texte.
2. Die Ehe als Sakrament.
Vor seinem Tod hat der katholische Theologe Otto Hermann Pesch grundsätzliche Überlegungen zur christlichen Ehe formuliert und der Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ zum Abdruck übergeben. Pesch weist darauf hin, dass es in der Katholischen Kirche erst im 13. Jahrhundert abschließend geklärt war, dass die Ehe ein Sakrament sei. Mehr als ein Wortspiel ist sein Hinweis, dass die Lehre des hl. Augustinus „die Ehe ist ein Sakrament, weil sie nach Mk. 10,2-10 unauflöslich ist“ durch die mittelalterlichen Theologen „auf den Kopf gestellt wurde“, denn nun hieß es, „die Ehe ist unauflöslich, weil sie ein Sakrament ist“. Im Gegensatz zur allgemeinen Sakramentenlehre wurde die Spendung nicht mit dem Gottesdienst verbunden sondern an das gegenseitige Ja-Wort gebunden. Hier habe sich, so Pesch, das Römische Eherecht durchgesetzt. Bemerkenswert ist auch der Hinweis, dass die Formpflicht nur für die niederen Kleriker galt, nicht aber allgemein verbindlich war. Weil es keine verbindliche Form gab, bestand jedoch die Gefahr, dass ein Mann seine Frau leicht verlassen bzw. verstoßen konnte, weil die Beweislage für eine gültige Ehe schwierig war. Auf diesem Hintergrund sind die Überlegungen Martin Luthers zu verstehen, die Gültigkeit der Ehe an die Zustimmung der Eltern zu knüpfen. Er entschied sich dann aber für die Interpretation der Ehe als „weltlich Ding“, wonach die ortsübliche Form der Eheschließung allein entscheidend sei. Für Luther war dabei maßgeblich, dass Jesus nicht erkennbar die Ehe eingesetzt habe und mit der Ehe keine Sündenvergebung verbunden sei. Pesch weist weiterhin daraufhin dass auch für das Trienter Konzil die Rechtssicherheit ein wichtiges Anliegen war. Die Konzilsväter berufen sich auf den lateinischen Text 5,25 im Epheserbrief: „“Die Gnade aber, die jene natürliche Liebe (zwischen Mann und Frau) vervollkommnen, die unauflösliche Einheit festigen und die Gatten heiligen sollte, hat Christus selbst, der Stifter und Vollender der ehrwürdigen Sakramente, durch sein Leiden für uns verdient. Dies deutet der Apostel Paulus an, , wenn er sagt: Männer liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat` (Eph5,25) und alsbald anschließt: `Dieses Geheimnis ist groß: Ich rede aber im Hinblick auf Christus und im Hinblick auf die Kirche` (Eph. 5,32). Die Konzilsväter waren überzeugt, dass hier Paulus die Sakramentalität der Ehe bezeugte. Abgesehen davon, dass die Konzilsväter eine falsche Textinterpretation vornahmen , ist aber ihre Aussage eindeutig: Die christliche Ehe ist ein Sakrament, weil die getauften Eheleute im Glauben an Jesus Christus leben und so zu einem lebendigen Abbild zwischen Christus und seiner Kirche werden. Pesch zieht zwei Schlussfolgerungen: 1) Das Leben in der Ehe ist das Sakrament. Weder die kirchliche Trauung noch die kirchenrechtlichen Vorschriften haben einen direkten Bezug zum Sakrament der Ehe. Dauer und Beständigkeit ergeben sich aus dem Wesen der ehelichen Beziehung. 2) Die christliche Ehe ist Keimzelle der Kirche und hat immer eine ökumenische Bedeutung: “Im Glauben haben Gemeinschaft über die Konfessionsgrenzen hinweg, und die konfessionsverbindende Ehe ist `Keimzelle der Ökumene`“.
Pesch weist daraufhin, dass sich Rechtslage und pastorale Praxis in der Katholischen Kirche bis zum 2. Weltkrieg auf die Formpflicht konzentriert haben; er benennt zwei Festlegungen für eine gültige Eheschließung: Gespräch mit dem zuständigen Pfarrer (Brautunterricht) mit Protokoll darüber sowie Trauung im Rahmen eines Gottesdienstes vor dem Pfarrer und zwei Zeugen mit abschließendem Protokoll. Die Mischehe, also die Ehe mit einem evangelischen Teil, war eigentlich verboten, wurde aber als Ausnahme toleriert, wenn die katholische Form gewahrt war und der evangelische Teil sich verpflichtete, die Kinder katholisch zu erziehen. Dies bedeutet aber auch, dass die Kinder in keinem Fall an einem evangelischen Gottesdienst teilnehmen durften, wenn der evangelische Teil für sich seinen Glauben praktizierte. Dahinter stand die Überzeugung, dass die römisch-katholische Kirche die allein rechtmäßige Kirche Jesu Christi sei. In der Praxis -so Pesch- wurde diese Situation oft als untragbar angesehen und durch Konversation des evangelischen Teils oder durch Verzicht auf die kirchliche Praxis gelöst.
Pesch schildert nun, wie sich in Deutschland die Situation nach dem 2. Weltkrieg grundsätzlich änderte. Es kam zu einer Vermischung der Konfessionen und eine rapiden Zunahme der sogenannten Mischehen. Dazu kam der ökumenische Dialog, der den Umgang zwischen den Kirchen prägte. 1971 hat dann – allerdings sehr spät – Paul VI. durch ein Motu Proprio die pastorale Praxis der Katholischen Kirche geändert. Pesch zählt drei Punkte auf. 1) Jeder zuständige katholische Pfarrer besitzt nun die Dispensvollmacht. Nur der Antrag zur Ehe mit einem Ungetauften muss beim Bischof gestellt werden. 2) Im begründeten Fall kann der Bischof von der Formpflicht dispensieren, so dass eine evangelische oder nur standesamtliche Trauung möglich ist. 3) Der evangelische Teil muss bestätigen, dass er zur Kenntnis genommen hat, dass der katholische Teil verpflichtet ist, die Kinder katholisch zu erziehen. Die deutschen Bischöfe präzisierten später diese Pflicht mit dem Satz „“soweit das in ihrer Ehe möglich ist“. Damit wurde im Letzten die religiöse Kindererziehung der Gewissensentscheidung der Eheleute zugestanden. Wenn es das Wohl des Kindes erforderte, erdem akzeptierte nun die Katholische Kirche auch die evangelische Erziehung des Kindes. Pesch macht deutlich, dass damit die Frage aufkam, wie es denn möglich ist, dass der evangelische Teil ein Sakrament (nach katholischer Lehre ist die Ehe eines der sieben Sakramente) empfangen kann, das er (nach evangelischer Auffassung) gar nicht empfangen will. Weiterhin blieb es aber streng verboten, dass der evangelische Teil bei der Erstkommunion des katholisch erzogenen Kindes zur Kommunion geht. An dieser Stelle lässt Pesch seine vorsichtige Behutsamkeit fallen und nennt dieses Verbot „seelsorgliches Verbrechen an dem Kind“ und lobt alle katholischen Pfarrer, die sich darüber hinwegsetzten und so die ökumenische Ehe aufwerteten.
Pesch schließt sich Paulus an und gibt der Ehe zwischen Mann und Frau einen sehr hohen Stellenwert. Nicht die Erfüllung kirchlicher Normen sondern das Zusammenleben von Mann und Frau ist das eigentliche sacramentum.
Auf diesem Hintergrund stellt sich heute in der Katholischen Kirche die Frage, welche Konsequenzen es habe, wenn dieses Zusammenleben nicht mehr möglich ist und sich damit das Sakrament aufgelöst habe.

 

 

Dieter Kittlauß

 

 

 

Posted by Kittlauss on Juni 21st 2014 | Filed in Biblische Studien,Katholische Kirche kontrovers,Spiritualität und,Theologie,Was das Leben angeht | Kommentare deaktiviert für Kleine Studie zum katholischen Eheverständnis

Biblisch – theologische Studie zum Auferstehungsglauben

Die Seelen der Martyrer in Gottes Hand. Bild aus der serbo-orthodoxen Traiditon. Das Bild wurde über TinEye überprüft. Autorenrechte wurden nicht festgestellt.

Die Seelen der Martyrer in Gottes Hand. Bild aus der serbo-orthodoxen Traiditon. Das Bild wurde über TinEye überprüft. Autorenrechte wurden nicht festgestellt.

Aspekte zur Entwicklung des christlichen Auferstehungsglaubens
Der Glaube an die Auferstehung Jesu und an die Verheißung der Auferstehung für alle Jesusjünger wird mit unterschiedlichen Glaubensformeln und Geschichten bezeugt. Das Lukasevangelium nennt in der Apostelgeschichte Jerusalem , Samaria und Damaskus als erste Zentren christlicher Gemeinden. Der katholische Dogmatiker Walter Simonis sieht die Anfänge des Auferstehungsglaubens in einem mehrjährigen Prozess innerhalb einer charismatischen Gruppe um Petrus, der aber von Lukas in Anlehnung an das Hoseabuch auf drei Tage verdichtet wurde. Weiterlesen »

Posted by Kittlauss on Juni 16th 2014 | Filed in Theologie | Kommentare deaktiviert für Biblisch – theologische Studie zum Auferstehungsglauben

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