{"id":968,"date":"2012-07-15T01:21:22","date_gmt":"2012-07-14T23:21:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/?p=968"},"modified":"2012-07-16T19:11:45","modified_gmt":"2012-07-16T17:11:45","slug":"anna-vogt-und-das-bendorfer-sekretariat-des-jugendbundes","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/anna-vogt-und-das-bendorfer-sekretariat-des-jugendbundes\/","title":{"rendered":"Anna Vogt und das Bendorfer Sekretariat des Jugendbundes"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Vorbemerkung<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Insolvenz des Hedwig &#8211; Dransfeld Hauses am 7. Oktober 2003 ging die 78j\u00e4hrige Geschichte des Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Hauses in Bendorf zu Ende. Nach der Insolvenz bestimmte der vom Amtsgericht eingesetzte Insolvenzverwalter das Geschehen und von diesem erhielt die Gesellschaft f\u00fcr Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung e.V. (GGH)\u00a0 freundlicherweise Zugang zu allen R\u00e4umen, um nach noch vorhandenen Altakten des HDH zu suchen und diese zu sichten. Wichtige Akten konnten so gerettet werden und sind mittlerweile in einem eigenen Findbuch im Landeshauptarchiv Rommersdorf aufgef\u00fchrt. In diesem Zusammenhang suchte Dieter Kittlau\u00df nach Akten aus der Zeit des Jugendbundes vor 1939 und fand u.a. einen DIN A 4-Ordner mit Originalbriefen und Dokumenten in einer Dachkammer des ehemaligen M\u00fctterkurheimes unter einem gro\u00dfen Stapel von Bauakten. Nach Durchsicht aller Unterlagen ist es m\u00f6glich, die Geschichte des Jugendbundes darzustellen. <!--more-->Der Jugendbund war die M\u00e4dchenorganisation des Katholischen Deutschen Frauenbundes und wurde im Jahre 1913 gegr\u00fcndet. 1926 wurde das Sekretariat des Jugendbundes von M\u00fcnchen nach Bendorf verlegt. \u00a0Anna Vogt, mit der seltenen Mehrfachbegabung von Intellektualit\u00e4t, Charisma und Organisationsf\u00e4higkeit, wurde von der K\u00f6lner Zentrale des Frauenbundes mit der Verlegung und Leitung des Jugendsekretariats beauftragt. Sie gab von Bendorf aus dem Jugendbund mit seinen ca. 270 Gruppen und ca. 6000 Mitgliedern im ganzen Deutschen Reich eine b\u00fcndische Form.<\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Inhalt<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>Der\u00a0 katholische Frauenbund Deutschlands (K.F.D.)<\/li>\n<li>Die Jugendabteilungen des Frauenbundes und die Gr\u00fcndung des Jugendbundes unter Maria Buczkowska.<\/li>\n<li>Die Verlegung des Sekretariates des Jugendbundes von M\u00fcnchen in das Bendorfer Hedwig-Dransfeld-Haus und die b\u00fcndische Gestaltung des Jugendbundes durch Anna Vogt.<\/li>\n<li>Die Bannerordnung des Jugendbundes.<\/li>\n<li>Regeln des Jugendbundes f\u00fcr die Geschlechterbeziehung.<\/li>\n<li>Der Jugendbund und die Arbeit des Bendorfer Sekretariates nach 1933.<\/li>\n<li>Anna Vogt gibt die Leitung des Jugendsekretariates und die Bundesf\u00fchrung ab.<\/li>\n<li>Schlusswort.<\/li>\n<\/ul>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Katholische Deutsche Frauenbund Deutschlands <\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Deutschland begann 1865 die organisierte Form der Frauenbewegung mit der Gr\u00fcndung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins. F\u00fchrend in dieser b\u00fcrgerlichen Frauenbewegung waren u. a. Henriette Goldschmidt und die Schriftstellerin Louise Otto-Peters (1819-1895), geborene Otto. Sie gr\u00fcndeten die erste deutsche Frauenzeitung, riefen zum ersten Frauenkongress auf und hoben den &#8222;Allgemeinen Deutschen Frauenverein&#8220; (ADF) aus der Taufe. Der ADF trat besonders f\u00fcr das Recht auf Bildung und Erwerbsarbeit f\u00fcr b\u00fcrgerliche Frauen ein. Bis dahin war es Frauen nach Abschluss der H\u00f6heren T\u00f6chterschule nur m\u00f6glich, Lehrerin zu werden, allerdings mussten sie unverheiratet bleiben (&gt;Fr\u00e4ulein). Im Gegensatz dazu verlangte die proletarische Frauenbewegung unter Clara Zetkin die volle Frauenemanzipation und eine Verbesserung der Bedingungen der Fabrikarbeiterinnen. In den 1890er Jahren traten die Einf\u00fchrung des Frauenwahlrechtes und die Abschaffung des Abtreibungsparagraphen 218 zu den Forderungen der deutschen Frauenbewegung.<\/p>\n<!-- index.php -->\n<div\n\tclass=\"ngg-galleryoverview ngg-ajax-pagination-none\"\n\tid=\"ngg-gallery-920a1edcf50aaeb21f572bb872fa86ee-1\">\n\n    \t\t<!-- Thumbnails -->\n\t\t\t\t<div id=\"ngg-image-0\" class=\"ngg-gallery-thumbnail-box\" >\n\t\t\t\t        <div class=\"ngg-gallery-thumbnail\">\n            <a href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt\/jub-005a1.jpg\"\n               title=\"Clara Zetkin (1857-1933)\"\n               data-src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt\/jub-005a1.jpg\"\n               data-thumbnail=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt\/thumbs\/thumbs_jub-005a1.jpg\"\n               data-image-id=\"26\"\n               data-title=\"Clara Zetkin\"\n               data-description=\"Clara Zetkin (1857-1933)\"\n               data-image-slug=\"clara-zetkin\"\n               class=\"shutterset_920a1edcf50aaeb21f572bb872fa86ee\">\n                <img\n                    title=\"Clara Zetkin\"\n                    alt=\"Clara Zetkin\"\n                    src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt\/thumbs\/thumbs_jub-005a1.jpg\"\n                    width=\"100\"\n                    height=\"75\"\n                    style=\"max-width:100%;\"\n                \/>\n            <\/a>\n        <\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div> \n\t\t\t\n        \n\t\t\t\t<div id=\"ngg-image-1\" class=\"ngg-gallery-thumbnail-box\" >\n\t\t\t\t        <div class=\"ngg-gallery-thumbnail\">\n            <a href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt\/jub-007a1.jpg\"\n               title=\"Henriette Goldschmidt (* 23. November 1825 in Krotoszyn, Posen; \u2020 30. Januar 1920 in Leipzig). Frauenrechtlerin, P\u00e4dagogin und Sozialp\u00e4dagogin.1853 heiratete sie den verwitweten Rabbiner Abraham Meyer Goldschmidt. Unter dem Motto Leben ist Streben rief Henriette Goldschmidt im M\u00e4rz 1865 einen Frauenbildungsverein ins Leben, dessen Gr\u00fcndung \u201evon Mi\u00dftrauen begleitet, von den \u00c4ngstlichen gemieden und von der gro\u00dfen Menge der Gleichgiltigen kaum beachtet\u201c\"\n               data-src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt\/jub-007a1.jpg\"\n               data-thumbnail=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt\/thumbs\/thumbs_jub-007a1.jpg\"\n               data-image-id=\"27\"\n               data-title=\"Henriette Goldschmidt\"\n               data-description=\"Henriette Goldschmidt (* 23. November 1825 in Krotoszyn, Posen; \u2020 30. Januar 1920 in Leipzig). Frauenrechtlerin, P\u00e4dagogin und Sozialp\u00e4dagogin.1853 heiratete sie den verwitweten Rabbiner Abraham Meyer Goldschmidt. Unter dem Motto Leben ist Streben rief Henriette Goldschmidt im M\u00e4rz 1865 einen Frauenbildungsverein ins Leben, dessen Gr\u00fcndung \u201evon Mi\u00dftrauen begleitet, von den \u00c4ngstlichen gemieden und von der gro\u00dfen Menge der Gleichgiltigen kaum beachtet\u201c\"\n               data-image-slug=\"henriette-goldschmidt\"\n               class=\"shutterset_920a1edcf50aaeb21f572bb872fa86ee\">\n                <img\n                    title=\"Henriette Goldschmidt\"\n                    alt=\"Henriette Goldschmidt\"\n                    src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt\/thumbs\/thumbs_jub-007a1.jpg\"\n                    width=\"100\"\n                    height=\"75\"\n                    style=\"max-width:100%;\"\n                \/>\n            <\/a>\n        <\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div> \n\t\t\t\n        \n\t\t\t\t<div id=\"ngg-image-2\" class=\"ngg-gallery-thumbnail-box\" >\n\t\t\t\t        <div class=\"ngg-gallery-thumbnail\">\n            <a href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt\/jub-006a1.jpg\"\n               title=\"Louise Otto-Peters war Schriftstellerin und gilt als Mitbegr\u00fcnderin der b\u00fcrgerlichen deutschen Frauenbewegung. Sie wurde \u201eLerche des V\u00f6lkerfr\u00fchlings\u201c genannt. Ihre Verse waren von der Aufbruchstimmung des Vorm\u00e4rz getragen.\"\n               data-src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt\/jub-006a1.jpg\"\n               data-thumbnail=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt\/thumbs\/thumbs_jub-006a1.jpg\"\n               data-image-id=\"28\"\n               data-title=\"Louise Otto-Peters\"\n               data-description=\"Louise Otto-Peters war Schriftstellerin und gilt als Mitbegr\u00fcnderin der b\u00fcrgerlichen deutschen Frauenbewegung. Sie wurde \u201eLerche des V\u00f6lkerfr\u00fchlings\u201c genannt. Ihre Verse waren von der Aufbruchstimmung des Vorm\u00e4rz getragen.\"\n               data-image-slug=\"louise-otto-peters\"\n               class=\"shutterset_920a1edcf50aaeb21f572bb872fa86ee\">\n                <img\n                    title=\"Louise Otto-Peters\"\n                    alt=\"Louise Otto-Peters\"\n                    src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt\/thumbs\/thumbs_jub-006a1.jpg\"\n                    width=\"100\"\n                    height=\"75\"\n                    style=\"max-width:100%;\"\n                \/>\n            <\/a>\n        <\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div> \n\t\t\t\n        \n\t\t\n\t\t<!-- Pagination -->\n\t<div class='ngg-clear'><\/div>\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Vernetzung der vielen unterschiedlichen Frauenvereine wurde 1894 der \u201eBund Deutscher Frauenvereine\u201c (BDF) als Dachverband gegr\u00fcndet, der sich au\u00dferdem dem &#8222;International Council of Women&#8220; (ICW) anschloss. Die Vereine der proletarischen Frauenbewegung blieben allerdings wegen politischer Differenzen ausgeschlossen. Die b\u00fcrgerliche Frauenbewegung mit dem BDF k\u00e4mpfte weiterhin f\u00fcr das Recht auf Bildung, f\u00fcr freie Berufswahl und die Zulassung zum Universit\u00e4tsstudium f\u00fcr Frauen. Es gab erste Erfolge. Das Immatrikulationsrecht wurde zwischen 1900 und 1909 in den deutschen L\u00e4ndern durchgesetzt, 1920 erhielten Frauen das Habilitationsrecht, ab 1924 die M\u00f6glichkeit, Richterin zu werden. Au\u00dferdem trat 1908 die lang umk\u00e4mpfte Vereinsfreiheit f\u00fcr Frauen in Kraft, die es Frauen erm\u00f6glichte, Mitglieder einer Partei zu werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_983\" style=\"width: 217px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/?attachment_id=983\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-983\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-983\" title=\"JuB-011a\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-011a-207x300.jpg\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-011a-207x300.jpg 207w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-011a.jpg 404w\" sizes=\"(max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-983\" class=\"wp-caption-text\">Hedwig Dransfeld<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Katholischen Kirche waren die Frauen in den Ordensgemeinschaften (&gt; incl. 3. Orden), in Kongregationen (&gt; zur Pflege bestimmter Andachtsformen), in Paramentenvereinen (&gt; Erstellung von Gew\u00e4ndern und Textilien f\u00fcr Gottesdienste) und in M\u00fcttervereinen (&gt; Soziale Hilfe f\u00fcr Arme und Mission; Paramentenvereine ) organisiert. Politische und gesellschaftsver\u00e4ndernde Ziele waren weniger oder gar nicht bedeutsam. Als am 16. November 1903 in K\u00f6ln der Katholische Frauenbund Deutschland gegr\u00fcndet wurde, erhielt die Frauenbewegung auch innerhalb der Katholischen Deutschen Kirche einen institutionellen Platz. Als erste Vorsitzende wurde Hedwig Dransfeld aus Werl (Westfalen) gew\u00e4hlt. Hedwig Dransfeld hatte 1897 die Schulleiterinnenpr\u00fcfung abgelegt und die Redaktion der Zeitschrift &#8222;Die christliche Frau&#8220; \u00fcbernommen. Sie formte die katholische Frauenbewegung ma\u00dfgeblich. Bereits 1904 gr\u00fcndete in M\u00fcnchen ihre Freundin, die schwedisch-deutsche Frauenrechtlerin, Ellen Amman, mit dem &#8222;Bayerischen Landesverband des Katholischen Frauenbundes&#8220; den ersten Zweigverein des Frauenbundes. 1910 war der Frauenbund bei der Gr\u00fcndung der Internationalen Frauenliga beteiligt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Unterschied zu den katholischen M\u00fcttervereinen, die auf Pfarrebene organisiert waren, war der Frauenbund zentral organisiert und setzte sich f\u00fcr Chancengleichheit, Bildung und \u00f6ffentliche Verantwortung der Frauen ein. &#8222;Die Frauen mit Hut&#8220;, wie man die meist aus mittelst\u00e4ndischen Familien stammenden \u00a0Damen des Frauenbundes nannte, passten gar nicht in das traditionelle Bild der drei katholischen K: &#8222;Kirche, Kinder, K\u00fcche&#8220; als Lebensaufgaben f\u00fcr Frauen. Die Damen des Frauenbundes waren gebildet, erstaunlich offen gegen\u00fcber den Problemen ihrer Zeit, sozial engagiert, zwar treu zur katholischen Kirche &#8211; aber immer auch kritisch und mit dem Anspruch auf eigene Meinung. Sie interessierten sich f\u00fcr Theologie, Politik Kunst, Geschichte und P\u00e4dagogik. Sie hatten soziale Verantwortung oft schon im Elternhaus erlebt und waren international vernetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1909 gr\u00fcndete Ellen Ammann die &#8220; Sozial &#8211; caritative Frauenschule&#8220; in M\u00fcnchen, um Frauen f\u00fcr die \u00dcbernahme sozialer und karitativer Aufgaben professionell auszubilden. Weitere Frauenschulen entstanden in K\u00f6ln und in Aachen. Es war kein Zufall, dass nach 1918 f\u00fchrende Frauen des Frauenbundes politische Mandate im Reichstag und in den Landtagen \u00fcbernahmen. Nach dem Zusammenbruch des Deutschen Kaiserreiches engagierte sich Hedwig Dransfeld mit Helene Weber in der Zentrumspartei und wurde\u00a0 Abgeordnete im Deutschen Reichstag. Als eine der ersten Frauen wurde \u00a0Ellen Ammann 1919 in den Bayerischen Landtag gew\u00e4hlt. Die \u00dcberlebenden dieser Frauengeneration geh\u00f6rten nach dem 2. Weltkrieg zur Gr\u00fcndergeneration eines demokratischen Deutschlands (z.B. Christine Teusch, \u00c4nne Brauksiepe, Mathilde Berghofer).<\/p>\n<p><!-- index.php -->\n<div\n\tclass=\"ngg-galleryoverview ngg-ajax-pagination-none\"\n\tid=\"ngg-gallery-97ef6b4a542cb0341b61b81ca6f5e104-1\">\n\n    \t\t<!-- Thumbnails -->\n\t\t\t\t<div id=\"ngg-image-0\" class=\"ngg-gallery-thumbnail-box\" >\n\t\t\t\t        <div class=\"ngg-gallery-thumbnail\">\n            <a href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt-2\/jub-014x3.jpg\"\n               title=\"Ein Originalbrief von Hedwig Dransfeld vom November 1924. Der Briefkopf  weist die Reichstagsabgeordnete aus.\"\n               data-src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt-2\/jub-014x3.jpg\"\n               data-thumbnail=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt-2\/thumbs\/thumbs_jub-014x3.jpg\"\n               data-image-id=\"29\"\n               data-title=\"Brief von Hedwig Dransfeld\"\n               data-description=\"Ein Originalbrief von Hedwig Dransfeld vom November 1924. Der Briefkopf  weist die Reichstagsabgeordnete aus.\"\n               data-image-slug=\"brief-von-hedwig-dransfeld\"\n               class=\"shutterset_97ef6b4a542cb0341b61b81ca6f5e104\">\n                <img\n                    title=\"Brief von Hedwig Dransfeld\"\n                    alt=\"Brief von Hedwig Dransfeld\"\n                    src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt-2\/thumbs\/thumbs_jub-014x3.jpg\"\n                    width=\"100\"\n                    height=\"75\"\n                    style=\"max-width:100%;\"\n                \/>\n            <\/a>\n        <\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div> \n\t\t\t\n        \n\t\t\t\t<div id=\"ngg-image-1\" class=\"ngg-gallery-thumbnail-box\" >\n\t\t\t\t        <div class=\"ngg-gallery-thumbnail\">\n            <a href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt-2\/jub-012a1.jpg\"\n               title=\"Handschriftliche Originalpostkarte von Hedwig Dransfeld.\"\n               data-src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt-2\/jub-012a1.jpg\"\n               data-thumbnail=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt-2\/thumbs\/thumbs_jub-012a1.jpg\"\n               data-image-id=\"30\"\n               data-title=\"Postkarte von Hedwig Dransfeld.\"\n               data-description=\"Handschriftliche Originalpostkarte von Hedwig Dransfeld.\"\n               data-image-slug=\"postkarte-von-hedwig-dransfeld\"\n               class=\"shutterset_97ef6b4a542cb0341b61b81ca6f5e104\">\n                <img\n                    title=\"Postkarte von Hedwig Dransfeld.\"\n                    alt=\"Postkarte von Hedwig Dransfeld.\"\n                    src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt-2\/thumbs\/thumbs_jub-012a1.jpg\"\n                    width=\"100\"\n                    height=\"75\"\n                    style=\"max-width:100%;\"\n                \/>\n            <\/a>\n        <\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div> \n\t\t\t\n        \n\t\t\t\t<div id=\"ngg-image-2\" class=\"ngg-gallery-thumbnail-box\" >\n\t\t\t\t        <div class=\"ngg-gallery-thumbnail\">\n            <a href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt-2\/jub-010a1.jpg\"\n               title=\"Die Sondermarke von Hedwig Dransfeld\"\n               data-src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt-2\/jub-010a1.jpg\"\n               data-thumbnail=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt-2\/thumbs\/thumbs_jub-010a1.jpg\"\n               data-image-id=\"31\"\n               data-title=\"Sondermarke von Hedwig Dransfeld\"\n               data-description=\"Die Sondermarke von Hedwig Dransfeld\"\n               data-image-slug=\"sondermarke-von-hedwig-dransfeld\"\n               class=\"shutterset_97ef6b4a542cb0341b61b81ca6f5e104\">\n                <img\n                    title=\"Sondermarke von Hedwig Dransfeld\"\n                    alt=\"Sondermarke von Hedwig Dransfeld\"\n                    src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/gallery\/anna-vogt-2\/thumbs\/thumbs_jub-010a1.jpg\"\n                    width=\"100\"\n                    height=\"75\"\n                    style=\"max-width:100%;\"\n                \/>\n            <\/a>\n        <\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div> \n\t\t\t\n        \n\t\t\n\t\t<!-- Pagination -->\n\t<div class='ngg-clear'><\/div>\t<\/div>\n<br \/>\n<\/br><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Jugendabteilungen des Frauenbundes und die Gr\u00fcndung des Jugendbundes unter Maria Buczkowska<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Jugendarbeit des Frauenbundes erstreckte sich naturgem\u00e4\u00df auf M\u00e4dchen und junge Frauen. Die pr\u00e4gende Kraft war Maria Buczkowska , Dozentin an der &#8222;Sozialen Frauenschule&#8220; in M\u00fcnchen sowie im Zentralvorstand des Frauenbundes Leiterin des Referates &#8220; Jugendbildung und Jugenderziehung &#8222;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Maria Buczkowska regte die Bildung von Jugendabteilungen in den Zweigvereinen des Frauenbundes an, die sich p\u00e4dagogisch und sozial bet\u00e4tigen sollten. Die Entdeckung der Jugend als eigenst\u00e4ndige Lebensphase und die verschiedenen Konzepte der Reformp\u00e4dagogik beeinflussten auch die Jugendarbeit des Frauenbundes.<\/p>\n<div id=\"attachment_981\" style=\"width: 211px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-981\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-981 \" title=\"JuB-009a\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-009a-201x300.jpg\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-009a-201x300.jpg 201w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-009a.jpg 335w\" sizes=\"(max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><p id=\"caption-attachment-981\" class=\"wp-caption-text\">Maria Buczkowska<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Maria Buczkowska (1884 &#8211; 1968)<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> stammte als \u00e4lteste von zwei T\u00f6chtern aus einer katholischen Wiener Unternehmerfamilie. Nach dem fr\u00fchen Tod des Vaters besuchte sie das das Institut der Englischen Fr\u00e4ulein in Meran und zog mit Mutter und Schwester nach M\u00fcnchen. Hier bet\u00e4tigte sich die Mutter in &#8222;sozial-caritativer Liebest\u00e4tigkeit&#8220; (z.B. Gr\u00fcndung des &#8222;Marianischen M\u00e4dchenschutzvereins&#8220; zum Aufbau von Heimen und Lehrkursen f\u00fcr M\u00e4dchen vom Land). Von der Mutter wurde Maria Buczkowska in den Katholischen Frauenbund eingef\u00fchrt. Sie besuchte die H\u00f6here T\u00f6chterschule und engagierte sich in der vom Frauenbund eingerichteten K\u00fcche f\u00fcr stillende M\u00fctter. 1906 gr\u00fcndete sie die erste Jugendgruppe des Katholischen Frauenbundes und geh\u00f6rte zu den Mitgr\u00fcndern des \u00bbZentralverbandes katholischer Kinderhorte\u00ab. 1911 bot sich f\u00fcr sie die Gelegenheit einen zweimonatigen Volkswirtschaftskurs zu besuchen und sie wurde danach verst\u00e4rkt als Referentin in der M\u00fcnchener &#8222;Sozial-caritativen Frauenschule&#8220; des Katholischen Frauenbundes eingesetzt. Maria Buczkowska bildete sich autodidaktisch in den sozialen Wohlfahrtsfragen weiter (M\u00e4dchenschutz und M\u00e4dchenbildung, Dienstboten- und Kellnerinnenfrage, weibliche Gefangenenf\u00fcrsorge, Jugendschutz, Berufsberatung. Erziehung und Unterricht, Vormundschaft und Ausbildung von Frauen f\u00fcr sozial- caritative Berufe). Als im Dezember 1911 in M\u00fcnchen der &#8222;Bayerische Landesverband des Katholischen Frauenbundes&#8220; gegr\u00fcndet wurde, \u00fcbernahm Maria Buczkowska die Aufgabe der 2. Vorsitzenden. 1912 war sie Mitbegr\u00fcnderin des &#8222;Bayerischen Hausindustrie-Verbandes&#8220;. <a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> Auf ihre Initiative hin wurde 1912 im Frauenbund eine zentrale Jugendkommission gebildet, die den Jugendabteilungen der Zweigvereine des Frauenbundes Orientierungen f\u00fcr ihre Arbeit geben und die katholische Jugend nach au\u00dfen vertreten sollte. Auf der ersten Zentralversammlung der Jugendabteilungen, einberufen durch die Jugendkommission, wurde die Zielvorstellung definiert: Erziehung zu vollwertigen katholischen Frauen, durchdrungen von sozialem Verantwortlichkeitsgef\u00fchl und feststehend in katholischer Weltanschauung.&#8220; 1913 regt die zentrale Jugendkommission die Bildung einer Jugendorganisation an und w\u00e4hlt den Namen &#8222;Jugendbund&#8220;.\u00a0 F\u00fcr die &#8222;gebildete Jugend&#8220; wurde die Zeitschrift &#8222;Jugendziele&#8220; publiziert. F\u00fcr die Nummer 1 im Jahre 1913 schrieb Hedwig Dransfeld das Vorwort:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ein Gru\u00df des Katholischen Frauenbundes an seine Jugend. Ein altbekanntes Wort sagt, da\u00df die Jugend die sch\u00f6nste Zeit des Lebens ist. Ob dieses Wort ganz wahr ist, wei\u00df ich nicht. Nur das wei\u00df ich, da\u00df Fr\u00fchlingsreif oft verderblicher wirkt, als Winterfrost, da\u00df Fr\u00fchlingsst\u00fcrme oft wilder und verheerender durchs Land brausen, als Herbstwetter. Nie hat die Zeit so gro\u00dfe Schritte gemacht als heute; nie hat sie in einer kurzen Spanne solch weite Gebiete der sozialen und wirtschaftlichen Umw\u00e4lzung durchmessen; nie aber auch sah sie an ihrem Wege solche unabsehbaren Scharen der entkr\u00e4fteten und Liegengebliebenen, f\u00fcr die der Gang der Entwicklung zu st\u00fcrmisch war. Aber die soziale und wirtschaftliche Umw\u00e4lzung, \u00a0wie sie \u00e4u\u00dferlich oft so scharf in die Erscheinung tritt, kennzeichnet unser Zeitalter nicht allein. Wer feine Sinne hat f\u00fcr das, was ist und kommt, der h\u00f6rt, gleich dem leisen, geheimnisvollen Rauschen unterirdischer Wasser, verderbliche Geistesstr\u00f6mungen heranfluten. Der Sozialismus predigt das erdenschwere Gesetz seiner materialistischen Weltanschauung und den phantastischen Traum seines kommunistischen Zukunftsstaates. &#8211; Monismus und Freidenkertum suchen die Festen des Christentums zu ersch\u00fcttern, die g\u00f6ttliche Gestalt seines Stifters zu verunglimpfen. &#8211; Die neue Ethik will die Tafeln der alten sittlichen Werte zertr\u00fcmmern und neue Tafeln aufrichten, auf denen das Wort Freiheit soviel wie Niedergang und Entartung bedeutet. &#8211; Umw\u00e4lzung drau\u00dfen und drinnen, Feinde vor den Toren und Feinde in den Stra\u00dfen der eigenen Stadt! Die Gegenwart tr\u00e4gt schwer an ihrer Verantwortung. Sie braucht deshalb ein gro\u00dfes Geschlecht, das der neuen Aufgaben gerecht wird und den neuen Gefahren zu begegnen wei\u00df. Der katholische Volksteil Deutschlands ist dem Rufe der Zeit schon l\u00e4ngst gefolgt. Wie er sich in den letzten zwei Jahrzehnten aufgerafft hat, das wird die Zeitgeschichte vielleicht einmal mit leuchtenden Lettern verzeichnen. Auch die katholischen deutschen Frauen sind aufgewacht und haben den herrlichen Bund geschlossen, der heute 50.000 Mitglieder aus allen Schichten und St\u00e4nden umfa\u00dft. Unsere Jugend bildet in dieser Organisation die Nachhut; aber es kommt eine Zeit, die sie gebieterisch vor die Front fordert. Da\u00df es ein sittlich starkes, treugl\u00e4ubige, tatenfrohes Geschlecht sei, das dereinst in unsere Reihen einr\u00fcckt, das ist unser W\u00fcnschen und Beten, das ist unsere Hoffnung. Katholische junge M\u00e4dchen, der Frauenbund hat euch notwendig. Wir wollen gegenseitig von einander lernen, ihr von unserer Erfahrung, wir von euerer Initiative. Dadurch ist jede Einengung, jedes Regiertwerden, jedes autokratische Vorschreiben bestimmter Entfaltungsrichtlinien von vornherein ausgeschaltet. Und wenn auch ihr uns mit Vertrauen entgegenkommt, dann schlie\u00dfen wir die Kette und gehen Hand in Hand den gro\u00dfen Zielen unseres Katholischen Frauenbundes entgegen. Hedwig Dransfeld&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Unterschied zu der Wandervogel- und sonstigen Jugendbewegung (dazu geh\u00f6rten auch die Pfadfinder) \u00fcbernahmen zwar die traditionellen Institutionen wie Parteien, Gewerkschaften, Kirchen usw. schrittweise deren Methoden und Ideale (zur\u00fcck zur Natur, Volkslieder, Wandern, Heimabende, Gruppen mit F\u00fchrungsprinzip durch junge Erwachsene), hielten aber am Autorit\u00e4tsprinzip fest, so dass die Jugendgruppen in Abh\u00e4ngigkeit von den Erwachsenen blieben. In der kirchlichen Jugendbewegung spielten neben Sport, Singen und Wandern die Feier der Liturgie (Liturgische Bewegung), Spiritualit\u00e4t (pers\u00f6nliche Fr\u00f6mmigkeit), Geschichte und Kunst eine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 11. Oktober 1913 fand auf dem Hohen Mei\u00dfner bei Kassel der Erste Freideutsche Jugendtag statt. Dieser war als Protestveranstaltung gegen die patriotischen Veranstaltungen des Kaiserreiches zur Hundertjahrfeier der V\u00f6lkerschlacht bei Leipzig gedacht. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges erstickte aber diese Ans\u00e4tze einer demokratischen Jugendarbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beg\u00fcnstigt durch den Ersten Weltkrieg, in dessen Verlauf die katholischen M\u00e4dchen in die F\u00fcrsorgearbeit des Verbandes einbezogen werden sollten, kam der Katholische Frauenbund 1915 der schon l\u00e4nger bestehenden Forderung nach Einrichtung eines Jugendsekretariats nach&#8220; Im 1. Weltkrieg wurden diese jungen katholischen Frauen in sozialen Brennpunkten, Kinderkrippen und sanit\u00e4ren Einrichtungen ehrenamtlich t\u00e4tig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem 1. Weltkrieg f\u00fchrten diese Ans\u00e4tze zur allgemeinen B\u00fcndischen Bewegung &#8211; nun allerdings mit strenger Konformit\u00e4t, Disziplin und Einordnung in die Gruppe. Auch der bereits 1913 gegr\u00fcndete Jugendbund des Frauenbundes bekommt nun b\u00fcndische Formen. Die Organisation \u00fcbernimmt das Sekretariat in M\u00fcnchen. Innerhalb einer nationalen Gau &#8211; Gliederung (mit jeweils einer Gauleiterin an der Spitze) sind die einzelnen Gruppen selbstst\u00e4ndig, gef\u00fchrt von einer Gruppenf\u00fchrerin. Die Gruppenf\u00fchrerinnen werden verpflichtet, im jeweiligen Zweigverein des Frauenbundes mitzuarbeiten (wenn m\u00f6glich im Vorstand), um diesen \u00fcber das Leben der Gruppe zu unterrichten. <a title=\"\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Verlegung des Sekretariates des Jugendbundes von M\u00fcnchen in das Bendorfer Hedwig-Dransfeld-Haus und die b\u00fcndische Gestaltung des Jugendbundes durch Anna Vogt<\/strong><\/h3>\n<div id=\"attachment_1000\" style=\"width: 261px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1000\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1000 \" title=\"JuB-030a\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-030a-251x300.jpg\" alt=\"\" width=\"251\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-030a-251x300.jpg 251w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-030a.jpg 502w\" sizes=\"(max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/><p id=\"caption-attachment-1000\" class=\"wp-caption-text\">Haupteingang des Hedwig-Dransfeld-Hauses. Rechts die Freianlage. die Aufnahme ist vor 1933 entstanden.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Generalversammlung des Frauenbundes im Jahre 1924 stellte Emma Horion im Namen der westdeutschen Zweigvereine den Antrag: &#8222;ein Heim zu gr\u00fcnden, das Erholungs- und Bildungszwecken dienen solle.&#8220; Dem Antrag wurde stattgegeben. Eine Lotterie unter den katholischen Frauen Deutschlands ergab die betr\u00e4chtliche Summe von 40.000 Reichsmark. Mit diesem Geld und einem Sparkassendarlehen in gleicher H\u00f6he wurde am Stadtrand von Bendorf ein Anwesen gekauft: die &#8222;Waldesruhe&#8220;, die ehemalige Brosius &#8211; Klinik. Der neue Name war schnell gefunden: &#8222;Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus&#8220; sollte das ganze Projekt hei\u00dfen, denn die 1925 gerade verstorbene Hedwig Dransfeld war mit ihrem langj\u00e4hrigen sozial &#8211; politischen Engagement aus christlicher Verantwortung Initiatorin und Vorbild f\u00fcr das gesamte Programm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da ergreift Anna Vogt, eine Sch\u00fclerin von Maria Buczkowska, die Initiative. Im Gegensatz zu Hedwig Dransfeld, Helene Weber, Albertine Brandenberg, Gerta Grabbel und den vielen anderen prominenten Damen des Frauenbundes, die alle eine akademische Vorbildung erworben hatten, geh\u00f6rte Anna Vogt zu der Generation, die durch den 1. Weltkrieg entwurzelt wurde, Verm\u00f6gen,gesellschaftliche Stellung und meist auch ihre Partner verloren hatten. Als der Frauenbund die Idee von sozialen Frauenschulen in M\u00fcnchen, K\u00f6ln und Aachen verwirklichte, entschloss sich Anna Vogt zu der Ausbildung als Sozialf\u00fcrsorgerin und kam so auch mit Maria Buczkowska in Kontakt. Zwischen beiden Frauen entstand eine intensive Beziehung. Als sich Maria Buczkowska auf Grund ihres Alters entschloss, die Leitung der Jugendarbeit in der Zentrale des Frauenbundes abzugeben, schlug sie Anna Vogt zu ihrer Nachfolgerin vor, die schon l\u00e4ngere Zeit im Jugendsekretariat mit t\u00e4tig war. Seitens der Frauenbundzentrale gab es zwar gegen\u00fcber Anna Vogt erhebliche Bedenken, da diese keine akademische Ausbildung hatte, aber schlie\u00dflich setzte sich Maria Buczkowska mit ihrem Vorschlag durch. Anna Vogt, so berichtete ihre Sekret\u00e4rin, Lotte Dichgans, war eine sehr sch\u00f6ne Frau; sie hatte blonde Locken und trug am liebsten blaue Kleider. Wichtiger aber war ihre F\u00e4higkeit, Orientierung zu geben und spirituelle Einsichten in konkretes Handeln zu \u00fcbersetzen. Dazu geh\u00f6rten die Erziehung in einer konkret erlebbaren Gemeinschaft (Gruppe) und die Selbsterziehung zu einem verantwortlichen Leben. Mit einer unbegreiflichen Energie gibt sie dem Jugendbund eine straffe Organisation, schafft in Bendorf ein organisatorisches und spirituelles Zentrum und erh\u00f6ht die Mitgliederzahl auf \u00fcber 6000 M\u00e4dchen und junge Frauen. Anna Vogt richtete 1926 das Jugendsekretariat im Fachwerkhaus auf der linken Stra\u00dfenseite (im Volksmund Froschhaus bzw. Gartenhaus genannt, weil es mitten im Garten lag und hier sich fr\u00fcher beim offenen Wenigerbach viele Fr\u00f6sche ansiedelten) ein und gewann Klara N\u00fcnning als Mitarbeiterin. 1929 kommt f\u00fcr diese Nelli Fleig-Nikola in das Jugendsekretariat und 1931 &#8211; 1934 Lotte Dichgans aus Elberfeld. Das Hanghaus, das vor Jahren der Kaufmann Rezepta f\u00fcr seine Frau bauen lie\u00df, wurde als Jugendherberge eingerichtet. Anna Vogt war es ma\u00dfgeblich zu verdanken, dass durch den anerkannten Architekten Schwarz eine neue Kapelle gebaut wurde. Der Teich im alten Park \u00a0wurde ges\u00e4ubert und wurde nun auch Treffpunkt f\u00fcr Gottesdienste am Sonnenaufgang. Der Jugendbund w\u00e4hlte sich das doppelte Kreuz als Abzeichen auf dem Kleid. Auf dem Banner gab es das schwarze Kreuz auf wei\u00dfem Tuch. Zum Bannertragen und bei Gottesdiensten von besonderer Bedeutung wurden ein dunkelblauer Rock und eine wei\u00dfe Bluse getragen. Natur erleben und Gemeinschaft pflegen, sich bilden und freimachen von den Zw\u00e4ngen der Erwachsenengesellschaft, neue Ideen und Visionen haben, solche Visionen beherrschten das Lebensgef\u00fchl einer ganzen Generation. F\u00fcr den Jugendbund als katholische M\u00e4dchenbewegung kam die religi\u00f6se Komponente dazu und diese hie\u00df vor allem: pers\u00f6nliche Spiritualit\u00e4t, Leben in einer Gruppe, Verarbeitung moderner Theologie, Entwicklung von Gottesdiensten in erlebbarer Gemeinschaft, christliche Verantwortung in der Welt, Kirche mitgestalten und erleben.<\/p>\n<div id=\"attachment_986\" style=\"width: 218px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-986\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-986 \" title=\"JuB-015a\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-015a-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-015a-208x300.jpg 208w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-015a.jpg 556w\" sizes=\"(max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><p id=\"caption-attachment-986\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Jugendziele&#8220; &#8211; das Mitteilungsblatt des Jugendbundes.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anna Vogt gelingt es, Bendorf zu einem Lebenszentrum des Jugendbundes zu gestalten. In einem Brief v. 1.11.1936 zum Bundesfest Gaudete (&gt;3. Adventssonntag) schreibt Anna Vogt r\u00fcckblickend: &#8222;Es ist gut, dass uns kein gro\u00dfer Raum gegeben war, damit wir uns ihn immer wieder erobern mussten, in dem Masse, als wir am Werk waren. &#8211; Aus allen Gauen sind Menschen nach Bendorf gekommen. Wir haben zusammengelebt und zusammen gearbeitet. Immer ausgehend und umschlossen von dem Mittelpunkt Bendorf: So wurde Bendorf Heimat f\u00fcr den Bund, Heimat, die uns beschenkt und deren Geist und Lebensform verpflichtet.&#8220; F\u00fcr die etwa 250 Zweiggruppen (die aufgrund der Altersunterschiede auch aus mehreren Altersgruppen bestehen konnten) im ganzen Deutschen Reich bekommt der Name &#8222;Bendorf&#8220; einen ganz besonderen, identit\u00e4tsstiftenden Klang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Exerzitien (&gt; Tage zur religi\u00f6sen Erneuerung), Ferienfreizeiten und Wochenenden mit theologischen und religi\u00f6sen Themen ziehen Tausende von M\u00e4dchen und jungen Frauen nach Bendorf. Sie kommen meist in Gruppen und ziehen &#8211; oft singend und mit ihren Bannern &#8211; vom Bendorfer Bahnhof oder von der Stra\u00dfenbahn durch die Stadt in die M\u00fchlenstra\u00dfe bis zum Wenigerbachtal. Eine besondere Bedeutung gewinnt die Feier der Kar- und Ostertage. Im Vorgriff auf die sp\u00e4tere Liturgische Erneuerung durch das II. Vatikanische Konzil werden die Gottesdienste als Gemeinschaft gefeiert. Die alten Symbole werden neu entdeckt: Nacht, Morgend\u00e4mmerung, Gang zur Quelle, Meditation in der Natur, Salbung, Stehen und Gehen. Es wird aber auch der Gregorianische Choral gepflegt. <a title=\"\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> Anna Vogt pflegt die Kontakte zu den M\u00f6nchen von Maria Laach und dem Kloster Beuron, die sich beide um eine Erneuerung des Gottesdienstes in der Katholischen Kirche bem\u00fchen. <a title=\"\" href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> \u00a0Anna Vogt kennt aber auch die Versuchung, Bendorf zu &#8222;ihrem&#8220; Machzentrum zu gestalten. Deshalb legt sie gro\u00dfen Wert auf gleichzeitige Dezentralisierung. Sie organisiert Werk- und Ferienwochen in W\u00fcrttemberg, Exerzitien in Gerleve und H\u00f6ntrop, sie regt viele Treffen und Veranstaltungen in den 12 Gauen an. In der Handreichung von 1930 findet sich eine Liste der Gaue und der Gauleiterinnen Maria Hoffmann Saarbr\u00fccken, \u00a0Lotte Dichgans Elberfeld, \u00a0Gerta Kremers Viersen, \u00a0Seppel Franke M\u00fcnster, \u00a0Anni Bauer H\u00f6xter, \u00a0Dorothee Peglau Posen, \u00a0Eva H\u00fcbscher Breslau, \u00a0Helene Schubert Gleiwitz, \u00a0Elisabeth Strauss Beuthen, Dr. Dora Huber M\u00fcnchen, \u00a0Leni Hills Stuttgart, Johanna Zeiser Bruchsal. An dieser Liste kann man deutlich erkennen, wie die konfessionelle Struktur das damalige Deutschland pr\u00e4gte. Die mehrheitlich protestantischen L\u00e4nder wie Sachsen oder Mecklenburg fehlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus heutiger Sicht ist es schon erstaunlich, wie weitsichtig und strategisch Anna Vogt war. Sie bildet eine Jugendkommission aus den Gauleiterinnen und anerkannten Fachleuten aus Sozialarbeit, Theologie und sonstigen wissenschaftlichen Disziplinen. &#8222;Die Aufgabe der Jugendkommission besteht darin, den inneren und \u00e4u\u00dferen Aufbau des Jugendbundes zu f\u00f6rdern und daran mitzuarbeiten.&#8220; Sie versteht das Bendorfer Jugendsekretariat nicht nur als organisatorisches Zentrum, denn sie will die &#8222;geistige Haltung des Jugendbundes&#8220;. Die Quartalszeitschrift &#8222;Jugendziele&#8220; wird zu ihrem F\u00fchrungsinstrument. Anna Vogt will keine &#8222;Kirchturmpolitik, deshalb baut sie die Zusammenarbeit mit der Volksbildungs &#8211; Bewegung aus. Volkshochschulkurse werden von Jugendsekretariat im Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus angeboten. Sie legt aber auch Wert darauf, dass die Bindungen zum Frauenbund nicht abrei\u00dfen. Ohne wenn und aber verlangt sie von allen F\u00fchrerinnen, dass sie in den Zweigvereinen des Frauenbundes verantwortlich mitarbeiten. Ebenso fordert sie, dass es jede F\u00fchrerin als ihre Aufgabe betrachtet, in den \u00f6rtlichen Zusammenschl\u00fcssen der K.J.D. (&gt;Katholische Jugend Deutschland) und im deutschen Jugendherbergswerk sehr intensiv mitzuarbeiten. Die Gliederungen in Gauen entspricht der Zeit: Saargau, Industriegau, Rheingau, Westfalengau, S\u00e4chsischer Gau, Ostmark, Niederschlesien, Oberschlesien, Oberschlesien, \u00a0Bayern, W\u00fcrttemberg, Baden. Anna Vogt entwickelt eine straffe Organisation, eine Art &#8222;demokratischen Zentralismus&#8220; Jede Gruppe mu\u00df sich &#8222;vor Ort&#8220; bilden und w\u00e4hlt f\u00fcr die Dauer von zwei Jahren eine F\u00fchrerin. Diese &#8222;ist verantwortlich f\u00fcr den rechten Geist und die rechte Haltung in der Gruppe und soll die Arbeit hineinstellen, die das Leben f\u00f6rdert.. Dabei ist sehr daran zu denken, dass die Selbst &#8211; T\u00e4tigkeit und Eigen &#8211; Verantwortlichkeit aller, die zur Gruppe geh\u00f6ren, angeregt wird.&#8220; Die F\u00fchrerin bildet Arbeitskreis f\u00fcr \u00c4ltere und J\u00fcngere und organisiert monatlich einen Gemeinschaftsabend f\u00fcr alle. Jede Gruppe geh\u00f6rt zu einem Gau. Die Gruppenf\u00fchrerin ist das Scharnier zur Gauleiterin, der sie gegen\u00fcber berichtspflichtig ist. Jeder Gau soll seine Eigenart pflegen. Die Gauleiterin muss deshalb jede einzelne Gruppe ihres Gaues pers\u00f6nlich kennen, schickt in jedem Quartal einen Rundbrief und ruft die F\u00fchrerinnen ihres Gaues zweimal j\u00e4hrlich zu einer F\u00fchrerbesprechung zusammen. Die Gauleiterin berichtet zweimal j\u00e4hrlich dem Bendorfer Jugendsekretariat. Anna Vogt nimmt sich aber auch selbst in die Pflicht: Das Jugendsekretariat ist nach ihrem Verst\u00e4ndnis &#8222;Dezernat der Zentrale des KDF und steht in enger Verbindung mit ihr. Es wird dem Generalsekretariat monatlich Rechenschaft \u00fcber die Arbeit ablegen. Die Leiterin des Jugendsekretariates ist im Vorstand des Frauenbundes.&#8220; Am Christk\u00f6nigsfest (&gt;im Kalender der Katholischen Kirche am letzten Sonntag im Oktober) 1928 gibt sich der Jugendbund bei der gesamtdeutschen Konferenz der F\u00fchrerinnen in Bendorf eine Grundforderung (Zielstellung) und eine Bundesordnung (Organisation). <a title=\"\" href=\"#_ftn6\">[6]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Unsere Forderung<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Ringen der Zeit um letzte Entscheidungen Wollen wir unser Leben aus katholischer Weltanschauung gestalten: Wir wollen im Gewissen wach bleiben. F\u00fcr die Erhaltung der christlichen Grundlage des Verh\u00e4ltnisses der Menschen untereinander, der Geschlechter zueinander. Wir wollen unsere Kr\u00e4fte schulen, um als Frau die Aufgaben der Zeit mit erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Bundesordnung f\u00fcr den Jugendbund des K.D.F.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Jugendbund ist der Zusammenschlu\u00df weiblicher Jugend innerhalb des Katholischen Deutschen Frauenbundes. &#8211; Jugendbund und Frauenbund sind durch Idee und Arbeit miteinander verbunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Gr\u00fcndung von Jugendb\u00fcnden soll, gef\u00f6rdert von den Organen des K.D.F. von der Jugend ausgehen und in Verbindung mit dem Jugendsekretariat geschehen. Die Mitglieder des Jugendbundes legen eine Probezeit ab, in der sie sich durch die Bundesschulung zur Aufnahme in den Bund vorbereiten. In jedem Bund ist am Sonntag Gaudete (&gt;3. Adventssonntag), an dem das Bundesfest gefeiert wird, Aufnahme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Mitglieder des Jugendbundes legen eine Probezeit ab, in der sie sich durch die Bundesschulung zur Aufnahme in den Bund vorbereiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jede Gruppe tr\u00e4gt die Bundesarbeit aus ihren besonderen Verh\u00e4ltnissen, Richtung daf\u00fcr sind die Arbeitsgebiete, die sich der Jugendbund gesetzt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Innerhalb des Bundes bilden sich zur Durchf\u00fchrung der Arbeit \u00c4lteren- und J\u00fcngeren &#8211; Gruppen. Die \u00c4lteren &#8211; Gruppe hat die besondere Aufgabe der Mitarbeit in der J\u00fcngeren &#8211; Gruppe. Aus der \u00c4lteren &#8211; Gruppe erfolgt der \u00dcbertritt in den Frauenbund.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jede Woche ist Gruppenabend und f\u00fcr \u00c4ltere und J\u00fcngere monatlich ein gemeinsamer Bundesabend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jeder Jugendbund w\u00e4hlt sich f\u00fcr zwei Jahre seine F\u00fchrerin. Sie ist im Vorstand des Zweigvereins (&gt; des Frauenbundes) und verpflichtet, den Zweigverein \u00fcber die arbeit des Jugendbundes und den Jugendbund \u00fcber die Arbeit des Zweigvereins zu unterrichten. &#8211; Die J\u00fcngeren &#8211; Gruppen w\u00e4hlen sich eine eigene F\u00fchrerin, die zur \u00c4lteren &#8211; Gruppe geh\u00f6rt. Jeder Jugendbund w\u00e4hlt sich eine Beir\u00e4tin aus dem Frauenbund.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jedes Mitglied zahlt einen Mindestbeitrag von Monatlich 30&amp; (&gt;Pfennig). Davon werden 10,5 als zentraler Beitrag an das Jugendsekretariat und 5&amp; als Gaubeitrag an die Gauf\u00fchrerin bezahlt. F\u00fcr die Kassenf\u00fchrung ist in jedem Bund eine Kassiererin verantwortlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">9. Die Jugendziele sind die Zeitschrift des Jugendbundes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">10. Das Silberne Kreuz ist das Bundeszeichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Anna Vogt gibt es ein Papier, in dem sie ihr Verst\u00e4ndnis ihrer Arbeit beschreibt. Anna Vogt ging es nie nur um Religion, nie nur um Kirche, nie nur um Frauen. Sie hatte ein erstaunlich modernes Frauenbild. Da gab es zwar Hauswirtschaft, kreatives Gestalten und Kindererziehung &#8211; aber ebenso Theologie, Kunst, Geschichte, soziale Verantwortung und Streben nach einem qualifizierten Beruf. In dem Versprechen am Bundesfest werden als &#8222;gottgewollte Aufgaben der Frau&#8220; drei Bereiche genannt: Ehe, Beruf und \u00f6ffentliches Leben. Bei <a title=\"\" href=\"#_ftn7\">[7]<\/a>aller Eingebundenheit in die Katholische Kirche bewahrt sich Anna Vogt ein tiefstes Gesp\u00fcr f\u00fcr die Verantwortung des Einzelnen zu eigener Lebensgestaltung, Im Unterschied zu Hedwig Dransfeld und Maria Buczkowska war Anna Vogt weniger politisch. Aber das Politische hat sie nicht aus ihrem Denken herausgeschnitten. In einem \u00f6ffentlichen Brief von 1930 schreibt sie: &#8222;Mit den \u00c4elteren gehen wir weiter zur Auseinandersetzung mit der Zeit. Wir wollen sie schulen zur Miterf\u00fcllung der Aufgaben katholischer Frauenbewegung. In unserer diesj\u00e4hrigen Osterwerkwoche haben wir einen sehr guten Ausgangspunkt f\u00fcr die politische Schulung des Jugendbundes gewonnen.&#8220;<a title=\"\" href=\"#_ftn8\">[8]<\/a> F\u00fcr die Jahre nach 1937 muss ihre fr\u00fche Erkrankung ber\u00fccksichtigt werden. Nicht zu \u00fcbersehen ist, dass Anna Vogt nie rein individualistisch dachte. Der Satz &#8222;Wir wollen im Gewissen wachbleiben f\u00fcr die Erhaltung der christlichen Grundlage des Verh\u00e4ltnisses der Menschen untereinander&#8220;, den sie selbst formuliert hatte, zeigt, dass sie immer im Bezugsrahmen einer Verantwortungsethik dachte. F\u00fcr Anna Vogt ist die Verantwortung des einzelnen Menschen f\u00fcr Familie, Volk, Kirche und Welt ein integraler Bestandteil ihres Denkens und ihrer Fr\u00f6mmigkeit. Die Ohnmacht gegen\u00fcber dem allt\u00e4glich zu erfahrenen deutschen Faschismus ist vielleicht ihre tiefste Wunde, die schlie\u00dflich auch zu ihrem fr\u00fchen Tod f\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus allen vorhandenen Dokumenten l\u00e4sst sich erkennen, wie sehr sich Anna Vogt als Inspiratorin des Jugendbundes versteht. Sie l\u00e4dt die Gauleiterinnen regelm\u00e4\u00dfig nach Bendorf ein, organisiert Treffen und macht selbst viele Besuche vor Ort. Da die Leitungsgruppe &#8222;F\u00fchrerschaft&#8220; in den Gefahr ist, sich zu sehr auf organisatorische Fragen zu konzentrieren, ver\u00e4ndert Anna Vogt im September 1936 dieses F\u00fchrungsorgan zum &#8220; Bendorfer Kreis&#8220;, in dem auch ehemalige F\u00fchrerinnen mitwirken k\u00f6nnen. <a title=\"\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1931 nutzt sie die gro\u00dfe F\u00fchrerinnenschulungswoche in Bendorf zur \u00dcberarbeitung der Arbeitsziele. Ein Handbuch wird erstellt. Sehr viel Kraft investiert sie in die Vorbereitung des Reichstreffens Ostern 1933 im Kloster Eibingen. Aus dem ganzen Deutschen Reich schicken die Gruppen ihrer Vertreter. Der Industriegau mietet sogar ein Schiff von D\u00fcsseldorf bis R\u00fcdesheim, von M\u00fcnster aus wird eine Gemeinschaftsfahrt organisiert. F\u00fcr Anna Vogt wird es der H\u00f6hepunkt ihrer Arbeit . Sie h\u00e4lt das Eingangsreferat mit dem Thema &#8222;Die Osterbotschaft im Leben des Christen&#8220;. Au\u00dfer ihr sprechen Helene Weber (MdR) und Maria Offenberg, die Leiterin der Aachener Frauenschule. Die vielen mitgebrachten Banner wurden auf den Namen der hl. Hildegard geweiht. Der Nationalsozialismus wird keinerlei Hemmungen haben, die Formen und Br\u00e4uche der Jugendb\u00fcnde zu \u00fcbernehmen und mit neuem Inhalt zu f\u00fcllen. Anna Vogt, die vom Frauenbund ernannte Leiterin des Jugendsekretariates, war bisher nur von der F\u00fchrerinnenrunde zur Bundesf\u00fchrerin gew\u00e4hlt worden. Hier beim Reichstreffen in Eibingen wird sie von den 700 Delegiertinnen in schriftlicher, geheimer Wahl einstimmig zur Bundesf\u00fchrerin gew\u00e4hlt. Ein gro\u00dfer Vertrauensbeweis und eine Best\u00e4tigung ihrer hohen Autorit\u00e4t. <a title=\"\" href=\"#_ftn10\">[10]<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_993\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-993\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-993 \" title=\"JuB-024a\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-024a-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-024a-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-024a.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-993\" class=\"wp-caption-text\">Das Banner des Jugendbundes: Wei\u00dfes Feld mit schwarzem Kreuz.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bannerordnung des Jugendbundes<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch im Jugendbund bekommt die allgemeine Ideologisierung der Fahne ihren Platz. In der Bannerordnung ist die Form des Banners genau festgelegt. Nur jede Bundesgruppe (&gt;anerkannt, Mitglied des Bundes, Erf\u00fcllung der Beitragspflicht und der Bundespflichten) darf ein Banner f\u00fchren.. Das Banner muss durch die Gauf\u00fchrerin genehmigt und durch einen Priester geweiht sein, wobei die lateinischen Texte deutsch zu wiederholen sind.. Bannertr\u00e4gerinnen k\u00f6nnen nur Mitglieder des Bundes sein. Die Bannertr\u00e4gerinnen und ihre Begleiterinnen tragen dunkelblauen Rock und wei\u00dfe Bluse mit langem \u00c4rmel. Selbst das Tragen des Banners ist bis ins einzelne festgelegt: &#8222;Das Banner wird beim Einzug in die Kirche und in allen feierlichen Augenblicken (z.B. Bannerlied und Te Deum) hochgestemmt getragen. Hierbei sind beide Arme gestreckt zu halten, der eine waagerecht, der andere senkrecht. Dadurch ist die Stellung des Bannerschaftes schr\u00e4g (nicht waagerecht wie bei den m\u00e4nnlichen B\u00fcnden). Beim Einzug in die Kirche wird das Banner vor dem Altar gesenkt mit einer Schwingung nach rechts und links.. W\u00e4hrend des Gottesdienstes haben die Bannertr\u00e4gerinnen straff zu stehen. Kniebeuge, Kopfneigen, Kreuzzeichen usw. fallen weg, Grundstellung: Bannerschaft am Fu\u00df, Arm leicht gebeugt. Dadurch ist der Bannerschaft etwas schr\u00e4g gestellt.. Zur hl. Wandlung wird beim ersten Schellenzeichen das Banner einfach angehoben, beim 2. Schollenzeichen gesenkt und bleibt gesenkt bis zum 3. Schellenzeichen; dann wieder Grundstellung: Bannerschaft am Fu\u00df, Arm leicht gebeugt. Dadurch ist der Bannerschaft etwas schr\u00e4g gestellt. Zur hl. Wandlung wird beim 1, Schellenzeichen das Banner einfach gehoben, beim 2, Schellenzeichen gesenkt und bleibt gesenkt bis zum 3. Schellenzeichen, dann wieder Grundstellung. W\u00e4hrend der Kommunion des Priesters bleibt die Grundstellung. Zur Kommunion des Volkes wird das Banner gesenkt beim Ecce Agnus Dei (&gt;liturgisches Gebet). Es bleibt gesenkt bis der Priester mit dem Allerheiligsten an den Bannern vorbeigegangen ist. Wenn die Bannertr\u00e4gerin zur heiligen Kommunion geht, muss die Begleiterin das Banner halten. Das Banner darf nie allein stehen gelassen werden. Beim feierlichen Einzug in eine Kirche zieht zuerst das Volk ein, dann die Banner. Beim Auszug zuerst Banner und dann das Volk. Wir stehen, solange die Banner ein und ausziehen. Bei l\u00e4ngeren Prozessionen wird das Banner \u00fcber der rechten Schulter getragen. Die Hand umfasst das Ende des Bannerschaftes, der Arm ruht ein St\u00fcckchen auf dem Schaft und hebt ihn ein weniges aus der waagerechten Haltung.&#8220; Wie stark die Hypostasierung (&gt;Personifizierung) des Banners auch in dem &#8211; eigentlich unpolitischen und unmilit\u00e4rischen &#8211; Jugendbund verwurzelt war, sieht man an folgendem Text aus der Bannerordnung: Das Banner ist das Symbol des Bundes und darum immer in Ehren zu halten. Es darf nie zu pers\u00f6nlichen Zwecken gebraucht werden. Das Fotographieren Einzelner und gestellter Gruppen ist verboten. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen und sollen festliche Z\u00fcge mit dem Banner fotographiert werden. Nach dem Gebrauch wird das Banner abgeschlagen. Es darf nie verlassen in einer Ecke stehen. Es ist immer gepflegt und sauber zu halten.&#8220;<a title=\"\" href=\"#_ftn11\">[11]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gel\u00f6bnis<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben Kreuz und Banner ist das Gel\u00f6bnis das \u00e4u\u00dfere Zeichen der b\u00fcndischen Bindung. Es wird bei der Aufnahme und am Bundesfest Sonntag Gaudete gesprochen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch verspreche katholisch zu leben Ich verspreche, in der Welt f\u00fcr die Lehre des Christentums zu k\u00e4mpfen. Im Zeichen des Kreuzes, dass ich als Bundeszeichen annehme, verpflichte ich mich zu diesem Gel\u00f6bnis. Gott schenke mir seine Gnade.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In jedem Jahr wird am Bundesfest zum Gaudete &#8211; Sonntag das Versprechen wiederholt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anmerkung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Jugendbund steht in Fragen von Ehe, Familie und Sexualit\u00e4t ganz auf der Linie der damaligen Katholischen Kirche: Unterdr\u00fcckung sexueller W\u00fcnsche au\u00dferhalb der Ehe, Geschlechtsverkehr nur innerhalb der Ehe, Ablehnung von Scheidung und Wiederverheiratung, Ablehnung der empf\u00e4ngnisverh\u00fctenden Mittel und Anerkennung der Jungfr\u00e4ulichkeit werden im Einzelnen benannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">B Regeln des Jugendbundes f\u00fcr die Geschlechterbeziehung.;In der Arbeitsmappe von 1929 ist unter Nr. 4 ein Beitrag von Idamarie Solltmann mit der \u00dcberschrift: &#8222;Geschlechter zueinander eim fl\u00fcchtigen Durchlesen k\u00f6nnte man sagen &#8222;Nichts Neues&#8220;. Aber wir haben das Jahr 1929. Gerade in Bezug auf Sexualit\u00e4t, Ehe und Familie ist die moralisch &#8211; ethische Spannbreite zwischen Viktorianischer Pr\u00fcderie und sozialistischer freier Liebe un\u00fcberbr\u00fcckbar gro\u00df. Wir werden den jungen Frauen des Jugendbundes, die sich ja bewusst zur Katholischen Kirche (&#8222;Wir sind die junge Kirche&#8220;) bekennen, deshalb nur gerecht, wenn wir auf ihren Versuch, Neues zu sagen, genau hinh\u00f6ren. Und da l\u00e4\u00dft sich erstaunlich viel vernehmen, Es wird zun\u00e4chst wahrgenommen, dass es viele &#8222;sehr kluge und sehr geistreiche&#8220; Menschen gibt, die anders denken, f\u00fchlen und auch leben. Das &#8222;G\u00fctige, Menschenfreundliche und Ernste&#8220; ist nicht nur auf der Seite der Christen. Es wird auch auf die moderne Psychologie und auf ihre Analysen und Warnungen hingewiesen. Und selbstkritisch wird gefragt: Das Leben, das wunderbare, schmerzende und begl\u00fcckende Geschenk Gottes an die Menschen, der tiefe dunkle, geheimnisvolle Strom, der uns durchpulst &#8211; sind wir seine Gegner? Und unsere Feinde seine Freunde?&#8220; Sind wir keine &#8222;Freunde des Lebens&#8220;, keine &#8222;K\u00e4mpferinnen&#8220;, nicht &#8222;in der vordersten Linie k\u00e4mpfend f\u00fcr die gro\u00dfen G\u00fcter der Menschheit, f\u00fcr Liebe, f\u00fcr Gerechtigkeit, f\u00fcr Freiheit, Freiheit vor allem?&#8220;. Und ohne Spott wird auf die oft dunkle Hinterseite der sexuellen Freiz\u00fcgigkeit und Z\u00fcgellosigkeit hingewiesen. &#8222;Immer gibt es bei allem Zahlende&#8220; Bemerkenswert ist auch die Frage: Was sehen die anderen bei uns?&#8220; Und ganz neu ist diese Sicht, dass es keineswegs nur um Halten von Normen und Regeln geht, sondern immer um ein gegl\u00fccktes Leben, f\u00fcr der jeder<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mensch selbst verantwortlich ist.&#8220; Wir m\u00fcssen tapferer sein, entschlossener, kr\u00e4ftiger! Wir m\u00fcssen mehr aufzuweisen haben von dem starken begl\u00fcckenden Lebens, das uns aus seinem Urgrund immer wieder neu gespeist wird. Wir d\u00fcrfen nicht den Eindruck von Gedr\u00fcckten und Armen erwecken,sondern m\u00fcssen stark und freudig unser Leben anpacken.&#8220; &#8222;Starke, frohe, mutige Frauen&#8220; brauchen Welt und Kirche&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war kein Zufall, dass viele dieser katholischen Frauengenerationen in ganz unterschiedlichen Situationen ein &#8222;starkes Leben&#8220; f\u00fchrten: verheiratet (wie Lotte Dichgans &#8211; Schiffler), unverheiratet (wie Hedwig Dransfeld und Anna Vogt), in Lebensgemeinschaft (wie Maria Buczkowska). Alle hatten sie zwar ihre eigene Lebensform, aber immer waren sie tolerant f\u00fcr die anderen Menschen. Und immer haben sie sich f\u00fcr die Verbesserung der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse eingesetzt, weil sie wussten, dass viele Menschen in ihrem Schicksal Opfer der Verh\u00e4ltnisse sind.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Jugendbund und die Arbeit des Bendorfer Sekretariates nach 1933<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 30. Januar 1933 \u00fcbernehmen in Deutschland die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler die politische Macht. Eines ihrer Ziele war die Gleichschaltung der Jugendverb\u00e4nde und die Monopolisierung der Jugendarbeit. Am 4.11. 1934 wird von der Reichsregierung ein Sammlungsgesetz erlassen, das f\u00fcr \u00f6ffentliche Sammlungen und Warenverk\u00e4ufe die vorherige staatliche Genehmigung zwingend vorschreibt. Den Kirchen wird das Recht gegeben, in kirchlichen R\u00e4umen und in Verbindung mit einem Gottesdienst \u00f6ffentliche Sammlungen durchzuf\u00fchren. Damit ist allen Jugendverb\u00e4nden die finanzielle Basis entzogen. Durch Verordnung der Preu\u00dfischen Geheimen Staatspolizei vom 25. Juli 1935 wird auch dem Jugendbund praktisch alle \u00d6ffentlichkeitsarbeit untersagt. &#8222;Allen konfessionellen Jugendverb\u00e4nden, auch den f\u00fcr den Einzelfall gebildeten, ist jede Bet\u00e4tigung, die nicht rein kirchlich &#8211; religi\u00f6ser Art ist, insbesondere eine solche politischer, sportlicher und volkssportlicher Art, untersagt.&#8220; (\u00a71). Jegliche Art von Uniform oder einheitlicher Kleidung ist verboten. Das Tragen von Abzeichen, \u00f6ffentliche Aufm\u00e4rsche, Musikparaden, Zelten und \u00f6ffentlich &#8211; gemeinsames Wandern sind untersagt. Fahnen und Banner sind nur bei rein kirchlichen Veranstaltungen zugelassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Im Namen der katholischen Bisch\u00f6fe gibt der K\u00f6lner Kardinal eine Erkl\u00e4rung ab: &#8222;Diese ( in der Verordnung festgelegte) kirchlich &#8211; religi\u00f6se T\u00e4tigkeit umfa\u00dft im Sinne und Geist des Konkordates und damit auch der genannten Polizeiverordnung sicher die gottesdienstlichen Veranstaltungen aller Veranstaltungen aller Art, Einkehrtage und Exercitien die ordnungsgem\u00e4\u00dfen Vereinsversammlungen zu den vorgenannten Zwecken, einschlie\u00dflich Heimabende, die F\u00fchrerkurse und Tagungen zu denselben Zwecken und zwar alles auch au\u00dferhalb der Kirche, wenn auch nur in geschlossenen Versammlungen. &#8222;<a title=\"\" href=\"#_ftn12\">[12]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den Jugendbund bedeutet dies konkret: Die Gruppen k\u00f6nnen sich praktisch nur noch in kirchlichen R\u00e4umen treffen, m\u00fcssen sich auf religi\u00f6se Themen beschr\u00e4nken und unterliegen einer Altersbeschr\u00e4nkung.<a title=\"\" href=\"#_ftn13\">[13]<\/a> Anna Vogt gibt den staatlichen Einschr\u00e4nkungen und Verboten eine religi\u00f6se Deutung: &#8220; Die Haltung des Christen zur Zeit ist nun einmal eine wechselvolle. Sie schlie\u00dft im Verlauf der Menschheitsgeschichte die verschiedenen M\u00f6glichkeiten und Verpflichtungen in sich.&#8220; Anna Vogt \u00a0versucht Bendorf als spirituelles Zentrum zu retten, indem sie den Adressatenkreis weitet: &#8220; Deshalb werden Einladungen zu Werkwochen, Excerzitien und religi\u00f6sen Tagungen \u00fcber den Bund hinaus an junge katholische Menschen geschickt.&#8220; Sie appelliert: &#8222;Zur Erfassung gr\u00f6\u00dferer Kreis m\u00fcssen wir Gemeinschaftsformen sch\u00f6pferisch gestalten, die ganz lebensvoll, reich, sch\u00f6n und stark sind. Wir denken an Andachten, Wallfahrten, Einkehrtage, Excerzitien, Feierstunden, und vor allem die Teilnahme an der gottesdienstlichen Feier bzw. deren Vorbereitung.&#8220;<a title=\"\" href=\"#_ftn14\">[14]<\/a> (Anm.: 15)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im April 1936 gibt der deutsche Episkopat die &#8222;Richtlinie f\u00fcr die katholische Jugendseelsorge&#8220; heraus.(Anm.: 16) Darin wird die kirchliche Jugendarbeit als &#8222;Erziehungsrecht der Kirche&#8220; begr\u00fcndet und beschrieben. Danach geh\u00f6rt die kirchliche Jugendarbeit zur ordentlichen Seelsorge und ist Aufgabe des Pfarrers. Die allgemeine Pfarrjugendseelsorge spricht alle Jugendlichen an, um sie &#8222;zum bewu\u00dften, frohen Leben mit der Kirche zu f\u00fchren.&#8220; Neben der allgemeinen Pfarrjugendseelsorge kann es &#8222;lebendige Jugendgemeinschaften (Kernscharen)&#8220; geben, in denen sich Jugendliche sammeln, die besonders intensiv mit der Kirche leben wollen. Zu den besonderen Aufgaben der Kernschar geh\u00f6ren Erziehung zu Ehe und Familie, Apostolat im Beruf, Glaubenskatechese, caritative T\u00e4tigkeit der Pfarreien und Hilfe f\u00fcr die Missionen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den vorhandenen Dokumenten (Rundschreiben, Briefe, Drucksachen) ist deutlich zu erkennen, wie sich auch das Bendorfer Jugendsekretariat und der noch &#8211; wenn auch rudiment\u00e4r &#8211; bestehende Jugendbund auf rein religi\u00f6se Themen konzentrieren m\u00fcssen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Anna Vogt gibt die Leitung des Jugendsekretariates und die Bundesf\u00fchrung ab<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Tagung des Bendorfer Kreises am 30. &#8211; 31. November 1937 gibt Anna Vogt bekannt, dass sie die Leitung des Jugendsekretariates und das Amt der Bundesf\u00fchrerin nicht mehr wahrnehmen kann. In der von ihr verfassten Mitteilung hei\u00dft es: &#8220; Aus dem inneren Gesetz der Jugendarbeit ergibt es sich, dass sie immer wieder von neuen, j\u00fcngeren Kr\u00e4ften getan werden mu\u00df. \u00a0Anna Vogt begr\u00fcndet ihr Scheiden damit, dass sie diesen Zeitpunkt f\u00fcr gekommen h\u00e4lt und dass sie deshalb in v\u00f6lliger innerer Freiheit die Verantwortung f\u00fcr die Aufgabe weiter geben m\u00f6chte.&#8220;<a title=\"\" href=\"#_ftn15\">[15]<\/a> Anna Vogt bittet darum, dass ihr Ausscheiden am Sonntag Gaudete allen Gruppen bekannt gegeben wird. Anna Vogt weist daraufhin, dass es nicht zwingend geboten ist, die beiden Aufgaben &#8222;Leitung des Jugendsekretariates&#8220; und &#8222;Amt der Bundesf\u00fchrerin&#8220; in Personalunion zu besetzen. Bis zu einer Neubesetzung der beiden Funktionen werden diese von Kl\u00e4ri N\u00fcnning kommissarisch wahrgenommen, die bereits im Jugendsekretariat mitarbeitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anna Vogt bleibt im Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus und teilt sich mit Frau Bracht die Hausleitung. Damit ist auch ihre finanzielle Zukunft abgesichert. Wichtiger ist es aber f\u00fcr Anna Vogt, die Zukunft des Hauses \u00fcberhaupt zu sichern. In ihrem Abschiedsbrief an die Gruppen schreibt sie:&#8220; <a title=\"\" href=\"#_ftn16\">[16]<\/a> Nun m\u00f6chte ich Euch noch ein Wort zu meiner neuen Arbeit sagen: Der Heimleitung im Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus. Ich habe mich, seit das Jugendsekretariat hier in Bendorf ist, immer mit verantwortlich gef\u00fchlt f\u00fcr die Aufgabe und f\u00fcr die Gestaltung des Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Hauses. Aber das war doch mehr ein von Au\u00dfen kommen. Jetzt trage ich unmittelbar die Verantwortung f\u00fcr das Lebens des Hauses mit. Ungez\u00e4hlte Mitglieder des Jugendbundes sind seit 1926 hier gewesen und haben hier einen sehr sch\u00f6nen Raum f\u00fcr jugendliches Leben gefunden, in der Herberge, im Sekretariat und im ganzen Gel\u00e4nde um das Haus. Es war ein Raum, der neben dem Haus mit seinen G\u00e4sten stand, mit seinen M\u00fctterferien und all seinen Aufgaben. Der eine Raum war dem anderen zugeordnet. Aber er war doch eigen und mu\u00dfte eigen sein. So soll es auch in diesem Sommer wieder hier sein. Aber es ist jetzt doch anders, weil ich von Euch komme, und weil ich Euch nicht verlassen habe. Ich m\u00f6chte Eure Verbundenheit mit dem Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus st\u00e4rken. Und noch ein anderes, und das ist mein dringender Wunsch, den ich Euch sehr ans Herz legen m\u00f6chte, den ich vor allem den \u00c4lteren, soweit ich sie auch mit diesem Brief erreiche, sagen m\u00f6chte:- tragt bitte an die, von denen Ihr wi\u00dft, da\u00df es sie angeht, diesen Wunsch weiter. Das Hedwig &#8211; Dransfeld soll jetzt nicht mehr nur jugendlichem Leben Raum geben, sondern das Haus selbst soll denen, die aus der Jugendgemeinschaft heraus gewachsen sind, in einem neuen Sinne lebensm\u00e4ssige und geistige Heimat werden. Ich wollte daran mithelfen, da\u00df der ,junge Frauenbund&#8216; hier Heimat beh\u00e4lt, und sie jetzt erst recht ausbaut. Das ist einer der Gr\u00fcnde, warum ich hier geblieben bin. Wir brauchen heute eine Heimat au\u00dferhalb unseres allt\u00e4glichen Lebenskreises. Wir brauchen eine Heimat f\u00fcr die Erholung unseres ganzen Menschen, f\u00fcr unsere k\u00f6rperliche Erholung und f\u00fcr das Leben unserer Seele und die Sammlung unseres Geistes. Das charakteristische Merkmal des Hedwig- Dransfeld &#8211; Hauses ist, da\u00df es drau\u00dfen liegt, weg von der Stadt in der Stille, inmitten einer sch\u00f6nen Natur. Das Haus selbst gibt Raum einem einfachen aber gepflegten Leben. &#8211; Aus dieser Besonderheit kann das Haus uns beschenken und bereichern, Mittelpunkt des Hauses ist die Kapelle. Es wird f\u00fcr mich in diesem Jahr eine entscheidende Erfahrung sein, in wieweit Ihr von drau\u00dfen her an der Erf\u00fcllung dieses Zieles, Bendorf als Heimat des jungen Bundes, mitwirkt. Werden die \u00c4lteren des Jugendbundes und die nicht mehr im Bund sind, die Bitte, nun in neuer Verbundenheit zu Bendorf zu stehen, aufnehmen?&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_997\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-997\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-997 \" title=\"JuB-027a\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-027a-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-027a-300x187.jpg 300w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/JuB-027a.jpg 601w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-997\" class=\"wp-caption-text\">Das Sterbebild von Anna Vogt.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anna Vogt wurde schwer krank und lebte in den Folgejahren zur\u00fcckgezogen, bis sie am 26. M\u00e4rz 1943 im Alter von 46 Jahren nach langem Leiden verstarb. Sie wurde in Issny beerdigt. Nach dem Krieg kam es in der allgemeinen Renaissance der B\u00fcndischen Jugend auch zur zeitlich begrenzten Neugr\u00fcndung des Jugendbundes.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Schlu\u00dfwort<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es l\u00e4sst sich nicht genau kl\u00e4ren, wann Anna Vogt Bendorf verlassen hat. Wahrscheinlich war es um 1940. Dies w\u00fcrde hei\u00dfen, dass sie 14 Jahre in Bendorf gelebt und gewirkt hat. Unsere Stadt kann stolz sein, auf diese Frau. Von der Schwarz &#8211; Kapelle, in der die jungen Frauen des Jugendbundes, gebetet haben, gibt es nur noch die Fenster, den Tabernakel und die Mitte des Altarfu\u00dfes. Der Jugendbund ist Geschichte. Es war der Versuch einer jungen katholischen Frauengeneration, in einer oft unmenschlichen Zeit &#8222;mit aufrechtem Gang&#8220;, solidarisch und wahrhaftig zu leben.<\/p>\n<div><\/div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn1\"><\/a>[1] Ihr Vater hie\u00df urspr\u00fcnglich Buczkowsky, hat aber dann seinen Namen verdeutscht.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn2\"><\/a>[2] Traugott Bautz, Biographisch &#8211; bibliographisches Lexikon: http:\/\/www.bautz.de\/bbkl\/b \/buczkowska_m. shtml<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn3\"><\/a>[3] 1931 \u00fcbernahm Maria Buczkowska die Leitung der Abteilung &#8222;Frau und Kind&#8220; bzw. &#8222;Stunde der Frau&#8220; im Bayerischen Rundfunk. Ab 1933 war ihr als &#8222;katholischem Blaustrumpf&#8216; jegliche \u00d6ffentlichkeitsarbeit verweht. Nach dem Krieg war setzte sie sich zusammen mit ihrer Lebenspartnerin Marie Zettler von Mering f\u00fcr den Neuaufbau des Frauenbundes ein und war f\u00fchrend im Aufbau des Bayerischen Rundfunkrates. Die letzten Lebensjahre verbrachte B. sehr zur\u00fcckgezogen und von Krankheit gezeichnet in M\u00fcnchen. Jugendziele, Organ der Jugendabteilungen des Katholischen Frauenbundes KFB &#8211; Herausgegeben von der Jugendkommission, Nr. 1, Seite 1, 1. Jahrgang, K\u00f6ln,20. Januar 1913<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn4\"><\/a>[4] Es gibt heutzutage gibt in der Br\u00fcderkommunit\u00e4t von Taize eine \u00e4hnliche Entwicklung mit der Wiederentdeckung der lateinischen Sprache in vielen Liedern.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn5\"><\/a>[5] Beide Kl\u00f6ster begr\u00fcnden auch die wissenschaftliche Aufarbeitung der Liturgiegeschichte.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn6\"><\/a>[6] Brief von Anna Vogt zu Gaudete November 1936. Bei der hier zitierten Bundesordnung handelt es sich um eine verk\u00fcrzte Form, die aufgrund der staatlichen Gesetzgebung erforderlich war, in dem alle b\u00fcndischen Formen weggelassen wurden. Brief von Anna Vogt zu Gaudete November 1936. Bei der hier zitierten Bundesordnung handelt es sich um eine verk\u00fcrzte Form, die aufgrund der staatlichen Gesetzgebung erforderlich war, in dem alle b\u00fcndischen Formen weggelassen wurden.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn7\"><\/a>[7] Materialmappe 1929, Nr. 5<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn8\"><\/a>[8] Arbeitsmappe, Beitrag Nr. 2<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn9\"><\/a>[9] Schreiben &#8222;Kurzer Bericht \u00fcber eine Tagung des ,Bendorfer Kreises&#8216; am 12.\/13. Sept. 1936 in Bendorf.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn10\"><\/a>[10] Unter dem Kreuzesbanner, Festschrift des Jugendbundes, Pfingsten 1933<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn11\"><\/a>[11] Schreiben &#8222;Bannerordnung&#8220; mit dem Stempel &#8222;Katholischer Deutscher Frauenbund * Jugendsekretariat * Bendorf (Rhein)* Hedwig-Dransfeld-Haus&#8220;, o.J. ~ 1932, Rundbrief von Clara N\u00fcnning , verfa\u00dft in Bendorf am 8. November 1935;.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn12\"><\/a>[12] Brief des Jugendsekretariates an alle F\u00fchrerinnen des Jugendbundes, Bendorf, 17. 9.1935<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn13\"><\/a>[13] Bisher lie\u00df sich die genaue Altersdatierung nicht eindeutig feststellen Bisher lie\u00df sich die genaue Altersdatierung nicht eindeutig feststellen<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn14\"><\/a>[14] des Jugendsekretariates an alle F\u00fchrerinnen des Jugendbundes, Bendorf, 17. 9.1935<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn15\"><\/a>[15] Mitteilungen aus der Tagung des &#8222;Bendorfer Kreises&#8220; am 30. \/ 31. Nov. 1937 in Bendorf (Maschinenkopie)<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"\" name=\"_ftn16\"><\/a>[16] Rundbrief, Bendorf in der Oktav von Maria Lichtme\u00df 1938<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Vorbemerkung Mit der Insolvenz des Hedwig &#8211; Dransfeld Hauses am 7. Oktober 2003 ging die 78j\u00e4hrige Geschichte des Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Hauses in Bendorf zu Ende. Nach der Insolvenz bestimmte der vom Amtsgericht eingesetzte Insolvenzverwalter das Geschehen und von diesem erhielt die Gesellschaft f\u00fcr Geschichte und Heimatkunde von Bendorf und Umgebung e.V. 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