{"id":795,"date":"2012-07-08T17:45:14","date_gmt":"2012-07-08T15:45:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/?p=795"},"modified":"2012-07-14T22:31:22","modified_gmt":"2012-07-14T20:31:22","slug":"insolvenz-hedwig-dransfeld-haus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/insolvenz-hedwig-dransfeld-haus\/","title":{"rendered":"Die Insolvenz des Bendorfer Hedwig-Dransfeld-Hauses"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Weg zur Insolvenz<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Vereinsform als strukturelle Bruchstelle des HDH<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Personalentwicklungen im Vorstand<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Fehlentscheidungen um die Gesamtleitung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Personalentwicklungen im HDH (hausintern)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die besonderen Beziehungen zwischen HDH und Bistum Trier<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Schussfahrt in die Insolvenz<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Res\u00fcmee<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">________________________________________<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Der Weg zur Insolvenz<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_798\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-798\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-798 \" title=\"114-1402Der zugewachsene Aufgang_IMG\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/114-1402Der-zugewachsene-Aufgang_IMG-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/114-1402Der-zugewachsene-Aufgang_IMG-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/114-1402Der-zugewachsene-Aufgang_IMG.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-798\" class=\"wp-caption-text\">Dieses Bild beschreibt die Situation. Die Kapelle war einmal f\u00fcr Tausende Menschen aus ganz Europa ein Ort unserer aller Spiritualit\u00e4t. Nun w\u00e4chst Gras \u00fcber die Stufen.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"\u201cAlles wirkliche Leben ist Begegnung\u201d \u2013 70 Jahre Bendorfer Hedwig-Dransfeld-Haus\" href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/70-jahre-hedwig-dransfeld-haus\/\">Die Insolvenz des Bendorfer Hedwig-Dransfeld-Hauses (HDH)<\/a> kam nicht \u00fcber Nacht und war ein typisches Beispiel f\u00fcr Missmanagement und geistigen Niedergang.\u00a0 Durch das letzte der drei gro\u00dfen Sanierungsprogramme<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> war das HDH zwar 72 \/73 finanziell ins Schlingern gekommen, aber einer konzertierten Kraftanstrengung von Leitung, Mitarbeitenden, Vorstand, Kuratorium und Freundeskreis wurde die Gefahr des finanziellen Kollapses durch einen umfassenden Kostenverbesserungsprozess (KVP) abgewendet. Das Bistum Trier leistete Hilfe, indem es die Kosten f\u00fcr das Coaching \u00fcbernahm. Bereits der Bericht des Wirtschaftspr\u00fcfers hatte f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 1995 festgestellt: &#8222;Die seit 1994 eingetretene Verbesserung der Finanzlage des Berichtsjahres konnte auch in 1995 fortgesetzt werden&#8220;<a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a>. Auch der Pr\u00fcfbericht f\u00fcr 1996 attestierte ausdr\u00fccklich und uneingeschr\u00e4nkt &#8222;die solide Finanzstruktur des Vereins&#8220; und wies ein wirtschaftliches Ergebnis von 467.292,62 DM aus.<a title=\"\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> <!--more-->Hinter der wieder gewonnenen finanziellen Solidit\u00e4t standen die Vollbelegung mit ca. 45.000 Belegungen pro Jahr, die R\u00fccklagen von fast einer Million DM, die in gleicher H\u00f6he erfolgten Zusagen von Bund, Land und Aktion Sorgenkind f\u00fcr Erg\u00e4nzungsinvestitionen, das hohe Niveau von Bildungs- und Frauenkurarbeit sowie die nationale wie internationaler Anerkennung der Arbeit auf der Habenseite. F\u00fcr die sich abzeichnenden Ver\u00e4nderungen im Kurwesen gab es Planungen f\u00fcr neue Zielgruppen wie schwangere minderj\u00e4hrige M\u00fctter und j\u00fcngere Frauen nach CA-OP. In der Bildungsarbeit gab es Planungen, in Anlehnung an die Hauswirtschaftsschule in den 60er Jahren Ausbildungsformen f\u00fcr Jugendliche mit Schulabbruch zu entwickeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem Dieter Kittlau\u00df gezwungen wurde, in vorzeitigen Ruhestand zu gehen, \u00fcbernahm die Vereinsvorsitzende Mechthild Kappetein simultan\u00a0 die HDH-Leitung. Dies erwies sich bald als falsche Entscheidung. Sieben Jahre sp\u00e4ter waren alle finanziellen und personellen Ressourcen des HDH verbraucht, so dass durch den (nun wieder) ehrenamtlichen Vorstand die Rei\u00dfleine gezogen wurde. Die Aufl\u00f6sung vollzog sich wie bei einem sinkenden Schiff: zuerst unmerklich &#8211; dann immer rasanter und ab einem kritischen Punkt irreversibel. Am 1. M\u00e4rz 2003 verh\u00e4ngte der Vorstand eine Haushaltssperre.<a title=\"\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> Am 11. Juli 2003 informierten die beiden Vorstandsmitglieder, Eva Hofmann und Pastor Horst Eisel, die Vereinsmitglieder \u00fcber die Absicht der Insolvenzerkl\u00e4rung.<a title=\"\" href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> Gleichzeitig teilten sie mit: &#8222;dass Frau Elke Kr\u00fcger das Amt der 1. Vorsitzenden mit Wirkung vom 3. Juli 2003 aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden niedergelegt hat&#8220;. Am selben Tag stellten George Khoury und Eva Hofmann namens des dreik\u00f6pfigen Restvorstands beim Amtsgericht Koblenz den Insolvenzantrag f\u00fcr den Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus e.V. wegen \u00dcberschuldung und Zahlungsunf\u00e4higkeit. Der vom Gericht eingesetzte Insolvenzverwalter, der Koblenzer Rechtsanwalt Jens Lieser, ordnete f\u00fcr den 30. September 2003 die Beendigung des Gesch\u00e4ftsbetriebes und die Entlassung der 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach den gesetzlichen Bestimmungen des Insolvenzrechtes an. In einem weiteren Mitgliederbrief v. 30. Juli 2003 an die Vereinsmitglieder teilten die (nun ehemaligen) Vorstandsmitglieder George Khoury und Horst Eisel mit, dass der Verein &#8222;Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus e.V.&#8220; bei einem er\u00f6ffneten Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Koblenz aus dem Vereinsregister gestrichen w\u00fcrde. Sie baten ferner, Beitr\u00e4ge und Spenden auf das Konto des HDH &#8211; F\u00f6rderervereins zu zahlen. Am 7. Oktober 2003 er\u00f6ffnete das Amtsgericht Koblenz das f\u00f6rmliche Insolvenzverfahren im Beisein der beiden o. g. Vorstandsmitglieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies war das Ende einer Bewegung, die durch die Initiative katholischer Frauen begonnen hatte. Wie es dazu kam, soll hier in groben Strichen und soweit eine Kl\u00e4rung aufgrund der Dokumentenlage bisher m\u00f6glich ist, dargestellt werden.<a title=\"\" href=\"#_ftn6\">[6]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Die Vereinsform als strukturelle Bruchstelle des HDH<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_808\" style=\"width: 214px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-808\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-808 \" title=\"HDH Panorama\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/HDH-Panorama-204x300.jpg\" alt=\"\" width=\"204\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/HDH-Panorama-204x300.jpg 204w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/HDH-Panorama.jpg 475w\" sizes=\"(max-width: 204px) 100vw, 204px\" \/><p id=\"caption-attachment-808\" class=\"wp-caption-text\">Die Geb\u00e4ude des Hedwig-Dransfeld-Hauses erstreckten sich im Wenigerbachtal.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">1925 entschied sich der Deutsche Katholische Frauenbund, die fr\u00fchere Brosius- Klinik am Stadtrand von Bendorf zu \u00fcbernehmen und als Haus zur Bildung und Erholung von Frauen aus den Industriegebieten einzurichten. <a title=\"Von der Villa Sayn zum Hedwig-Dransfeld Haus\" href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/von-der-villa-sayn-zum-hedwig-dransfeld-haus-2\/\">Die neue Einrichtung wurde Hedwig-Dransfeld-Haus (HDH) nach der gerade verstorbenen langj\u00e4hrigen Vorsitzenden des Frauenbundes und Reichstagsabgeordneten benannt.<\/a> Neben Frauenbildungsarbeit und Erholungsangeboten f\u00fcr Arbeiterfrauen aus den Industriegebieten entwickelte sich das HDH zu einem Zentrum des Jugendbundes, des M\u00e4dchenverbandes des Frauenbundes. Nach 1945 wurde auch im HDH mit einem Neuanfang begonnen. Unter der F\u00fchrung von Anneliese Debray wurde das HDH jedoch vom Frauenbund gel\u00f6st und ihm in dem am 20.5.1951 in Essen gegr\u00fcndeten Hedwig-Dransfeld-Haus e.V. ein eigener Tr\u00e4ger gegeben. Diese Rechtsform war von Anfang an nicht unproblematisch, erwies sich aber umso hinderlicher, je mehr die wirtschaftliche Gr\u00f6\u00dfe des HDH wuchs, und wurde sogar zur Gefahr bei internen Spannungen bzw. beim Ausfall einer qualifizierten Leitung. Das deutsche Recht sieht f\u00fcr einen \u00f6ffentlich anerkannten Verein eine feste Struktur vor: Erstellung einer demokratischen Satzung, Gr\u00fcndungsversammlung mit Wahl der gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Organe, j\u00e4hrliche Mitgliederversammlung zur Abstimmung aller satzungsm\u00e4\u00dfigen Aufgaben und entsprechende Meldungen an das zust\u00e4ndige Amtsgericht. Nach dem deutschen Steuerrecht kann ein beim Amtsgericht angemeldeter Verein die Anerkennung der Gemeinn\u00fctzigkeit bzw. auch der Unterst\u00fctzung Hilfsbed\u00fcrftiger beim Finanzamt beantragen und nach Anerkennung steuerlich absetzbare Spendenbescheinigungen ausstellen. Dieses Modell hat origin\u00e4r eine zweckbestimmte und \u00fcberschaubare Personenverbindung wie Chor, Sportgruppe, Kegel-, Wander- oder Kulturverein im Auge. Diese klassische Vereinsstruktur kann allerdings immer dann zum Risiko werden, wenn der Verein Tr\u00e4ger eines Wirtschaftsbetriebes (\u00d6konomischer Annex) wird.<a title=\"\" href=\"#_ftn7\">[7]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im HDH gab es zwar immer wieder \u00dcberlegungen zur Ver\u00e4nderung der Organisationsstruktur, doch wurden diese nie durchgesetzt, weil sich der von der Mitgliederversammlung gew\u00e4hlte Vereinsvorstand seinen Einfluss erhalten wollte, vielleicht aber auch, weil die Vereinsmitglieder die \u00f6konomischen Zusammenh\u00e4nge zu wenig verstanden. Selbst als das HDH die Dimension eines mittelst\u00e4ndischen Betriebes mit einer Bilanzsumme von fast 15 Millionen DM bekam, blieb der Verein mit seinen zuletzt 218 Mitgliedern Rechtstr\u00e4ger<a title=\"\" href=\"#_ftn8\">[8]<\/a>. Nach der geltenden Satzung\u00a0 bestand der Vorstand aus 4 Personen, die von der Mitgliederversammlung f\u00fcr 4 Jahre gew\u00e4hlt wurden (erweitert durch den ernannten Vertreter des Trierer Bischofs s.u.).\u00a0 Dieser ehrenamtliche Vorstand hatte \u00fcber das Vereinsverm\u00f6gen ein uneingeschr\u00e4nktes Verf\u00fcgungsrecht und konnte nach eigenem Gutd\u00fcnken Mitglieder aufnehmen und ausschlie\u00dfen. Vor allem aber hatte er volle Direktionsgewalt \u00fcber den Zweck des Vereins: &#8222;die Entwicklung und Unterhaltung von gemeinn\u00fctzigen Einrichtungen im Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus.&#8220;<a title=\"\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konkret vollzog sich die Direktionsgewalt des Vorstands durch Anstellung des Direktors bzw. der Direktorin (Gesamtleitung), der Kurhausleiterin und der f\u00fcr die Arbeit bedeutsamen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ab BAT IV). Auch die tarifliche Einstufung dieses Personenkreises oblag allein dem Vorstand. Mit einem Wort: Der ehrenamtliche Vorstand hatte satzungsm\u00e4\u00dfig volle Verantwortung f\u00fcr die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und volles Eingriffsrecht in die operative F\u00fchrung des Hauses.<a title=\"\" href=\"#_ftn10\">[10]<\/a>\u00a0 Diese Struktur war deshalb besonders problematisch, weil der Vorstand immer aus sich zuf\u00e4llig meldenden Kandidaten von zuf\u00e4llig anwesenden Mitgliedern der jeweiligen Mitgliederversammlung gew\u00e4hlt wurde, und zwar ohne dass entsprechende Qualifikationen vorausgesetzt wurden. Das hie\u00df konkret: Der gew\u00e4hlte Vorstand des HDH war nicht nur f\u00fcr den Verein zust\u00e4ndig (Mitglieder, Beitr\u00e4ge, Kasse, Aktivit\u00e4ten u.a.) sondern erhielt zus\u00e4tzlich die uneingeschr\u00e4nkte Verantwortung f\u00fcr die Arbeit und Wirtschaftlichkeit des Hedwig-Dransfeld-Hauses. Durch die mehrfache Zielsetzung<a title=\"\" href=\"#_ftn11\">[11]<\/a> und die nicht institutionell abgesicherte Finanzstruktur<a title=\"\" href=\"#_ftn12\">[12]<\/a> war diese Verantwortung besonders komplex. Auch konnte jedes Vorstandsmitglied zu jeder Zeit und ohne pers\u00f6nliche Konsequenzen von dem Vorstandsamt zur\u00fccktreten. Zum Sprengstoff wurde diese Organisationsform als Verein, wenn die &#8222;Chemie&#8220; zwischen Vorstand und Direktor \/ Direktorin nicht stimmte. Daf\u00fcr gab es in der Vergangenheit bereits zwei Pr\u00e4zedenzf\u00e4lle. Zum Beginn der siebziger Jahre war die Kommunikation zwischen der Vorstandsvorsitzenden, Prof. Dr. Resi Bock, und der Direktorin des HDH, Anneliese Debray, erheblich gest\u00f6rt. Die gro\u00dfe Vision\u00e4rin Anneliese Debray glaubte an die Kraft der Freundinnen und Freunde des HDH, Resi Bock aber wollte solide Planungen. 1994 kam es zwischen dem Vorstandsmitglied Klaus Messing und dem Direktor des HDH, Dieter Kittlau\u00df, zu einem grunds\u00e4tzlichen Dissens \u00fcber den einzuschlagenden Weg zur Behebung der Finanzkrise. Auch die langj\u00e4hrige und vertrauensvolle Zusammenarbeit und der gute Wille von beiden Seiten konnte diesen Konflikt nicht entsch\u00e4rfen. In beiden F\u00e4llen l\u00f6ste sich der Konflikt durch R\u00fccktritt des jeweiligen Vorstandsmitgliedes. Die Konfliktl\u00f6sung konnte aber auch andersrum erfolgen, indem der hauptamtliche Direktor durch den ehrenamtlichen Vorstand verdr\u00e4ngt wird, so wie ein Trainer bei einem Fu\u00dfballverein durch das Pr\u00e4sidium. Und dies geschah in den Jahren 1995 bis 1997.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1995 wurde durch die Mitgliederversammlung des HDH-Vereins ein neuer Vorstand gew\u00e4hlt: Mechthild Kappetein aus Aachen (Soziologin)<a title=\"\" href=\"#_ftn13\">[13]<\/a>, \u00a0Yvonne Brixius aus Mainz (Psychologin), Michael Tim.<a title=\"\" href=\"#_ftn14\">[14]<\/a> aus Augsburg (Forstwirt und selbstst\u00e4ndiger Unternehmer in der Internet &#8211; Branche) und Veronika Lang-Ruhrl\u00e4nder aus Hattingen (Logop\u00e4din). Dazu kam der vom Bischof von Trier ernannte Trierer Domkapitular Richard Feichtner, der in der Bistumsverwaltung die Finanzleitung innehatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da der neue Vorstand auf seine alleinige Gesch\u00e4ftsverantwortung Wert legte, kam es zur Konfrontation mit<a title=\"Anfragen an die Identit\u00e4t des verheirateten Priesters in der R\u00f6mischen Kirche\" href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/identitat-des-verheirateten-priesters\/\"> Dieter Kittlau\u00df, der seit 1981 als Direktor die Verantwortung f\u00fcr das HDH hatte.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben unterschiedlichen Interessen (z.B. h\u00f6here Bez\u00fcge der Vorstandsmitglieder auf der einen Seite und verbesserte Altersversorgung des Direktors auf der anderen Seite) erzeugten die Differenzen \u00fcber die wirtschaftliche, inhaltliche und personale F\u00fchrung des HDH zwischen dem Direktor und dem Vorstand einen Dauerkonflikt, der sich trotz zahlreicher Kl\u00e4rungsgespr\u00e4che und Supervisionen nicht entsch\u00e4rfte und schlie\u00dflich im Fr\u00fchjahr 1997 zur Trennung von Dieter Kittlau\u00df und seiner erzwungenen Fr\u00fchverrentung f\u00fchrte. Wie bei einem mittelst\u00e4ndischen Betrieb, wo pl\u00f6tzlich der Chef ausf\u00e4llt, wurde das HDH dadurch von einem Tag auf den anderen f\u00fchrungslos, auch wenn das die damaligen Akteure nicht so einsch\u00e4tzten.<a title=\"\" href=\"#_ftn15\">[15]<\/a> Die Vereinsvorsitzende Mechthild Kappetein nutzte das entstandene Vakuum und \u00fcbernahm neben dem Vorstandsvorsitz auch die Direktion. Nach au\u00dfen wurde diese Kombination als Interimsl\u00f6sung dargestellt. Aus heutiger Sicht kann man diese Entwicklung als &#8222;Anfang vom Ende&#8220; beurteilen. Es entbehrt nicht einer gewissen Tragik, dass der Unternehmensberater Kirsch bei der letzten Mitgliederversammlung des HDH &#8211; Vereins am 17. Mai 2003, als sich die Insolvenz schon abzeichnete, feststellte: &#8222;(ein) ehrenamtlicher Vorstand kann bei einem Umsatz von 2 Mil. Euro nicht die Leitung \u00fcbernehmen. Die einzelnen Bereiche verselbstst\u00e4ndigen sich, wenn keine Gesamtleitung da ist.&#8220; <a title=\"\" href=\"#_ftn16\">[16]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Die Personalentwicklungen im Vorstand. <\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_803\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-803\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-803 \" title=\"08a\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/08a-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/08a-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/08a.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-803\" class=\"wp-caption-text\">Das B\u00fcro desfr\u00fcheren Direktors.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Konflikt mit Dieter Kittlau\u00df, dessen Sch\u00e4rfe sich u.a. im permanenten Hausverbot bis zur Insolvenz zeigte<a title=\"\" href=\"#_ftn17\">[17]<\/a>, verbrauchte viel Kraft und Zeit auf allen Seiten. Vor allem aber wurden wichtige Weichenstellungen f\u00fcr die Zukunft abgebrochen und vers\u00e4umt<a title=\"\" href=\"#_ftn18\">[18]<\/a> Dazu kam ein sorgloser Umgang mit den Finanzen. Der Ausfall einer erfahrenen Gesamtleitung f\u00fchrte nach Verbrauch der Ressourcen innerhalb kurzer Zeit zu einer dramatischen Verschlechterung der Wirtschaftslage. Das Wirtschaftsjahr 1998 wurde bereits mit einem Jahresfehlbetrag von 198.475,21 DM abgeschlossen.<a title=\"\" href=\"#_ftn19\">[19]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1998 gab es einen dramatischen Konflikt mit Thomas L., dem neuen Verwaltungsleiter des HDH.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vorgeschichte: Zur Vorbereitung seines Ruhestands hatte Dieter Kittlau\u00df die Entwicklung einer neuen Leitungsstruktur (Bildung, Kur, Verwaltung) betrieben. In diesem Zusammenhang war Thomas L. (Dipl. Jurist und Betriebswirt FH) in einem aufwendigen Auswahlverfahren<a title=\"\" href=\"#_ftn20\">[20]<\/a> im Sommer 1995 als Verwaltungsleiter eingestellt worden. Dessen fehlende Berufserfahrung wurde durch schrittweise Einarbeitung erg\u00e4nzt. Um Thomas L. \u00a0zu erm\u00f6glichen, das HDH juristisch vertreten zu k\u00f6nnen, hatte Dieter Kittlau\u00df bei den hessischen Justizbeh\u00f6rden<a title=\"\" href=\"#_ftn21\">[21]<\/a> seine Zulassung f\u00fcr das Landgericht beantragt und erreicht. Au\u00dferdem wurde die Buchhaltung umgestellt, damit der Verwaltungsleiter direkten Zugriff auf alle Daten hatte. Langlott erhielt eine umfassende Einsicht in alle Gesch\u00e4ftsvorg\u00e4nge, dies bezog sich auch auf problematische Vorg\u00e4nge<a title=\"\" href=\"#_ftn22\">[22]<\/a> der Vergangenheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem Konflikt zwischen Vorstand und Dieter Kittlau\u00df hatte sich L. nach anf\u00e4nglichem Schwanken auf die Seite des Vorstands gestellt und diesem zugearbeitet<a title=\"\" href=\"#_ftn23\">[23]<\/a> (Anm.: 25). Dadurch baute sich Langlott hausintern eine starke Position auf und nutzte diese dann aus, indem er in Limburg eine eigene Praxis er\u00f6ffnete, die er neben seiner Aufgabe im HDH betrieb. Langlott geriet allerdings ab 1998 in eine wachsende Interessenkollision mit seiner Aufgabe im HDH und in einen immer st\u00e4rkeren Gegensatz zum Vorstand und seinen Kolleginnen und Kollegen. Dies f\u00fchrte schlie\u00dflich zu seiner fristlosen K\u00fcndigung<a title=\"\" href=\"#_ftn24\">[24]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Fr\u00fchjahr 1998 bat Domkapitular Richard Feichtner den Trierer Bischof um Entbindung von der Vorstandst\u00e4tigkeit im HDH. In die Nachfolge trat am 30.9.1998 Ordinariatsdirektor Ernst Knoth (\u2020), der zust\u00e4ndige Referatsleiter f\u00fcr Erwachsenenbildung im Generalvikariat Trier, der aber aus Gesundheitsgr\u00fcnden nach kurzer Zeit zur\u00fcck trat. \u00a0Am 16.4.1999 wurde Ordinariatsdirektor Dirk Wummel als bisch\u00f6flicher Vertreter im HDH-Vorstand \u00a0in das Vereinsregister beim Koblenzer Amtsgericht eingetragen. Da auch diese L\u00f6sung nicht trug,<a title=\"\" href=\"#_ftn25\">[25]<\/a> wurde schlie\u00dflich beim Bistum mit dem Innenrevisor des Bistums Trier, dem Ltd. Ordinariatsdirektor Willi Zimmermann, eine dauerhaftere L\u00f6sung gefunden.<a title=\"\" href=\"#_ftn26\">[26]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da sich die gew\u00e4hlten vier Vorstandsmitglieder nicht mehr als Kandidaten f\u00fcr das Vorstandsamt aufstellen lie\u00dfen, musste bei der Mitgliederversammlung am 12. Juni 1999 ein neuer Vorstand gew\u00e4hlt werden<a title=\"\" href=\"#_ftn27\">[27]<\/a>: Als Vorsitzende\u00a0\u00a0\u00a0 Elke Kr\u00fcger aus H\u00f6hr &#8211; Grenzhausen (Architektin); als stellv. Vorsitzender\u00a0\u00a0\u00a0 George Khoury aus Bergheim (Kulturredakteur); als Schriftf\u00fchrerin\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Elisabeth Gu\u00e8ho aus Saarbr\u00fccken ( Oberstudienr\u00e4tin); als Schatzmeister\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Michael Boxberg aus Viersen (Diplomingenieur). Aber innerhalb des neuen Vorstands gab es in kurzer Zeit sehr viele Irritationen, denn Schriftf\u00fchrerin und Schatzmeister erkl\u00e4rten vor Ablauf der Wahlperiode ihren R\u00fccktritt<a title=\"\" href=\"#_ftn28\">[28]<\/a> Anm.: Bei der Neuwahl lie\u00dfen sich die Vereinsmitglieder Eva Hofmann als neue Schatzmeisterin und Horst Eisel<a title=\"\" href=\"#_ftn29\">[29]<\/a> als neuer Schriftf\u00fchrer in den Vorstand w\u00e4hlen, obwohl sich die dunklen Wolken einer Insolvenz bereits am Horizont abzeichneten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Die Fehlentscheidungen um die Gesamtleitung.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_804\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-804\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-804 \" title=\"114-1404_ K IMG\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/114-1404_-K-IMG-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/114-1404_-K-IMG-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/114-1404_-K-IMG-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/114-1404_-K-IMG.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-804\" class=\"wp-caption-text\">Leer und \u00f6d ist diese St\u00e4tte.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">1996 entstand im HDH durch die neue Kurleiterin, Liane R. ein interner Konflikt, den der Vorstand schlie\u00dflich durch die fristlose K\u00fcndigung der Kurleiterin l\u00f6ste.<a title=\"\" href=\"#_ftn30\">[30]<\/a> Als sich die Vorstandsvorsitzende, Mechthild Kappetein, um die freigewordene Stelle der Kurleiterin bem\u00fchte, kam es zu betr\u00e4chtlichen Differenzen zwischen Vorstand und Dieter Kittlau\u00df.<a title=\"\" href=\"#_ftn31\">[31]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da Dieter Kittlau\u00df die Bewerbung der Vorstandsvorsitzenden \u00f6ffentlich infrage stellte und die Entscheidung der gebildeten Kommission zugunsten von Dorothea Begger, der Jugendbildungsreferentin im HDH, fiel, versch\u00e4rften sich die Spannungen zwischen Vorstand und Direktor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als der Vorstand im M\u00e4rz 1997 die Trennung von Dieter Kittlau\u00df durchsetzte, sah Mechthild Kappetein offensichtlich in der Interimsleitung f\u00fcr sich eine Chance. Da die Satzung f\u00fcr Vorstandsmitglieder lediglich die Erstattung von Barauslagen vorsah, wurde eine andere &#8211; wenn auch sehr problematische und wohl ungesetzliche &#8211; L\u00f6sung f\u00fcr die Entlohnung von Mechthild Kappetein vom Vorstand beschlossen.<a title=\"\" href=\"#_ftn32\">[32]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei Jahre bewegte sich Mechthild Kappetein in dieser Doppelrolle als Vorstandsvorsitzende und Direktorin, bis sie auf Druck von Vereinsmitgliedern und auch wegen der sich dramatisch verschlechternden Wirtschaftslage zur\u00fccktrat. Die Stelle einer Leiterin wurde bundesweit ausgeschrieben. In einem neuen Auswahlverfahren gewann die Sozialarbeiterin Maria Kuhlmann das Bewerbungsverfahren und wurde am 25.9.1999 bei der Mitgliederversammlung als neue Leiterin des Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Hauses vorgestellt. Maria Kuhlmann war 41 Jahre alt, Sozialp\u00e4dagogin und Sozialwissenschaftlerin und kam aus der katholischen Verbandsarbeit. Allerdings hatte der Vorstand die Leitungsstruktur grundlegend ge\u00e4ndert. F\u00fcr Frau Kuhlmann wurde die Leitungsaufgabe von allen inhaltlichen Aufgaben getrennt und auf Marketing, Fundraising, Organisationsmanagement und Controlling begrenzt, die Bildungsleitung aber wurde an den Jugendbildungsreferenten Martin Kaiser \u00fcbertragen. Mit der Kurleiterin ergab sich so eine Dreierspitze. Dieses Leitungsmodell wurde zur Falle, keine \u00a0eindeutige Kompetenzabgrenzung gab, die finanzielle Verantwortlichkeit nicht klar geregelt war und der neue Vorstand sich nicht aus dem operativen Gesch\u00e4ft l\u00f6ste. Maria Kuhlmann warf deshalb nach kurzer Zeit das Handtuch. Im Jahresplan f\u00fcr 2001 ist die Hotel &#8211; Betriebswirtin, Frau Cordula Winkler, in der Spalte &#8222;MitarbeiterInnen im G\u00e4stebetreuungsbereich&#8220; als Leitung benannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der weitere Wechsel ist un\u00fcbersichtlich. 2001 wurde der Hotelkaufmann Michael Orgas eingestellt. Michael Orgas, berufserfahren und sehr t\u00fcchtig, baute systematisch und erfolgreich den Hotelbereich aus, scheitert aber letztlich an der unklaren Kompetenzfrage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5. Weitere hausinterne\u00a0 Personalentwicklungen. <\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_802\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-802\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-802 \" title=\"06a\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/06a-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/06a-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/06a.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-802\" class=\"wp-caption-text\">Der Weg des Irdischen.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Team der Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten ist ab 1997 im HDH eine hohe Fluktuation festzustellen. Seit Mai 1997 wurde die Stelle der Jugendbildungsreferentin dreimal besetzt<a title=\"\" href=\"#_ftn33\">[33]<\/a>. \u00a0Ab M\u00e4rz 1997 wurde Anne M\u00f6llers, katholische Theologin und Expertin f\u00fcr rabbinische Theologie, Referentin f\u00fcr interreligi\u00f6se Arbeit (halbe Stelle); ihr folgte im Januar 2003 Nadine Richter. Als Nachfolger von Pfarrer Horst Eisel, der am 1.4. 1998 in den Ruhestand ging, beauftragte der Evangelischen Kirchenkreis Koblenz Pfarrer Gernot Jonas f\u00fcr den j\u00fcdisch-christlichen Dialog im HDH. Als dieser im Juli 2001 in Ruhestand ging, wurde der evangelische Theologe Christian Hohmann sein Nachfolger (mit einer 25 % &#8211; Stelle). Der Trierer Di\u00f6zesanpriester Johannes Stein, seit 1995 mit einer halben Stelle f\u00fcr die Arbeit im Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus freigestellt, informierte am 20. M\u00e4rz 2002 den Vorstand, dass er ab 1.9. 2002 als Katholischer Hochschulpfarrer in Koblenz t\u00e4tig sein werde. Offensichtlich sehr betroffen, dass es seitens des Bistums Trier keine direkten Verhandlungen mit dem HDH gegeben hatte, schrieben die beiden Vorsitzenden des HDH Vorstands, Elke Kr\u00fcger und George Khoury, sofort am n\u00e4chsten Tag an Ordinariatsdirektor, Dr. Rainer Scherschel einen Brief, in dem die Entsendung eines geistlichen Leiters dringend erbeten wird<a title=\"\" href=\"#_ftn34\">[34]<\/a>. Das ebenfalls erbetene Gespr\u00e4ch mit Bischof Marx kommt nicht zustande.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Entwicklungen im Kurbereich sind un\u00fcbersichtlich, zeigen aber ein \u00e4hnliches Bild. So kam es in dem Arbeitsgerichtsstreit mit der Therapeutin Marlies Knief &#8211; Goldstein zu keiner g\u00fctlichen Einigung. Ihre Stelle wurde ab 1.8.2002 Frau Annabel Werf, bisher mit befristetem Vertrag beim Sozialdienst katholischer Frauen, besetzt. Frau Dr. Muhrling, eine der beiden Kur\u00e4rztinnen, beendete ihre Mitarbeit im M\u00e4rz 2002. Auch in der physiotherapeutischen Abteilung gab es ein \u00e4hnliches Bild.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass die Vorsitzende, Elke Kr\u00fcger, in ihrem Gesch\u00e4ftsbericht f\u00fcr die Mitgliederversammlung 2002 den guten &#8222;Geist des Hauses&#8220; auf das Binnenklima im HDH bezog, ist nur schwer nachzuvollziehen<a title=\"\" href=\"#_ftn35\">[35]<\/a>. Wie kompliziert\u00a0 die internen Beziehungen waren, l\u00e4sst sich an zwei Beispielen erkennen. Am 11.3.2000 hatte der Vorstand die Bildungsreferentin, Frau Ute Stamm, gebeten, anl\u00e4sslich ihres 63. Lebensjahres in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Hintergrund war die schlechte Finanzlage des HDH und die Doppelbesetzung der Stelle. Wenig sp\u00e4ter: &#8222;Das im letzten Bericht genannte Personalgespr\u00e4ch mit der langj\u00e4hrigen Mitarbeiterin Frau Ute Stamm \u2026\u2026 war leider nicht in dem beabsichtigten Umfang erfolgreich. Der Vorstand hoffte, mit Frau Stamm in K\u00fcrze zu einer Vereinbarung zu kommen. Diese Verhandlungen gestalteten sich allerdings schwierig. Die Mitarbeiterin, so \u00e4u\u00dferte sie sich zwischenzeitlich, m\u00f6chte bis zum 65. Lebensjahr arbeiten. Daher muss der Verein die hohen Personalkosten bis 31.1.2002 noch tragen.&#8220; Ein weiteres Indiz f\u00fcr das gest\u00f6rte Binnenklima war das Aufrechnen von \u00dcberstunden durch leitende Mitarbeiter. So beschwerte sich Martin Kaiser, der Leiter des Bildungsbereiches dass seine \u00dcberstunden &#8222;ein untragbarer Zustand&#8220; seien: Martin Kaiser spricht in seinem Bericht dreimal von hoher Frustration.<a title=\"\" href=\"#_ftn36\">[36]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6. Die besonderen Beziehungen zwischen HDH und Bistum Trier.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-815\" title=\"114-1448_IMG\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/114-1448_IMG1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/114-1448_IMG1-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/114-1448_IMG1.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\u00dcber das Projekt, das &#8222;HDH als \u00f6kumenisches Zentrum&#8220; in Kooperation mit den katholischen Di\u00f6zesen Trier \/ Mainz \/ Limburg\/ K\u00f6ln und der evangelischen Kirche im Rheinland ist an anderer Stelle ausf\u00fchrlich berichtet worden. Nach dem Scheitern dieser Pl\u00e4ne, blieb jedoch eine besondere Beziehung zwischen dem Bistum Trier und dem HDH, eine nicht selbstverst\u00e4ndliche Konstruktion: Das HDH blieb ein rechtlich selbstst\u00e4ndiger Tr\u00e4ger, eigenverantwortlich f\u00fcr die Arbeit und die Wirtschaftlichkeit, also ohne institutionelle Einbindung. Der Bischof von Trier ist Mitglied des Vereins und erh\u00e4lt satzungsgem\u00e4\u00df das Recht, einen Vertreter in den Vorstand zu senden, ohne dass der Verein darauf Einfluss nehmen kann. Bei Aufl\u00f6sung des Vereins f\u00e4llt das Verm\u00f6gen an das Bistum Trier (Satzung des HDH e.V.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es muss als ausgesprochen positiv gewertet werden, dass das Bistum Trier seinen Einfluss nie ausnutzte. Es herrschte in Trier \u00fcber viele Jahre hinweg gegen\u00fcber der Arbeit im HDH gro\u00dfes Vertrauen. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die W\u00fcrdigung von Generalvikar Gerhard Jakob (\u2020) bei der Einweihung des sanierten Martinshauses am 8.11.1992. In der offiziellen Verlautbarung der Bisch\u00f6flichen Pressestelle (92\/80) hei\u00dft es: &#8220; Den Beitrag des Hedwig-Dransfeld- Hauses (HDH) in Bendorf zu einer Kirche, in der \u201aBegegnung, Offenheit, Teilen und die Suche nach Verbindendem&#8216; unerl\u00e4ssliche Merkmale sind, hat der Trierer Generalvikar Gerhard Jakob bei der Einweihung der HDH &#8211; Bildungsst\u00e4tte Martinshaus hervorgehoben. Er \u00fcberbrachte bei der Feier am 8. November die Gr\u00fc\u00dfe des Bischofs von Trier, Dr. Hermann-Josef Spital. Dieser habe ihm gesagt, er sei &#8218;dankbar und stolz, dass es das Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus im Bistum Trier gibt&#8216;, betonte Jakob.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Vertrauen spiegelte sich auch in der Mitarbeit der Vertreter des Bischofs im HDH &#8211; Vorstand. Bis 1987 war es der Trierer Dompropst Peter Faber (\u2020), der vom Bischof Dr. Bernhard Stein (\u2020) und von dessen Nachfolger, Bischof Dr. Hermann Josef Spital, beauftragt war. In den Trierer Kreisen ging das Wort herum: &#8220; Der Dompropst hat um das HDH eine hohe Mauer gezogen und was da passiert, wei\u00df nicht einmal er&#8220;. Ab 1987 wurde Domkapitular Richard Feichtner, der fr\u00fchere Regionaldekan von Neuwied und dann Leiter der HA Finanzen im Generalvikariat, in den Vorstand entsandt. Feichtner setzte sich bei der Finanzierung der Martinshaussanierung\u00a0 und auch f\u00fcr die Verbesserung des Personalkostenzuschusses<a title=\"\" href=\"#_ftn37\">[37]<\/a>ein. Nach dessen Pensionierung war die Kontinuit\u00e4t durch h\u00e4ufigen Wechsel gef\u00e4hrdet; \u00a0mit Ordinariatsrat Willi Zimmermann wurde aber offensichtlich jemand ausgew\u00e4hlt, der sich wieder \u00fcberdurchschnittlich engagiert im HDH einbrachte, auch wenn die Probleme bereits nicht mehr l\u00f6sbar waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider wurde die Zweckbindung der Zuwendung als Personalkostenzuschuss vom Bistum aufgehoben und diese in einen frei konditionierten, damit jederzeit k\u00fcndbaren Zuschuss umgewandelt<a title=\"\" href=\"#_ftn38\">[38]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die enorme Erh\u00f6hung der Bistumszuwendung ab 2001<a title=\"\" href=\"#_ftn39\">[39]<\/a> konnte den\u00a0 finanziellen Kollaps des HDH nur kurzfristig verhindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7. <strong>Die Schussfahrt in die Insolvenz:<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_811\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-811\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-811 \" title=\"IMG_0513\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/IMG_0513-300x263.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"263\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/IMG_0513-300x263.jpg 300w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/IMG_0513.jpg 875w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-811\" class=\"wp-caption-text\">Zum Abschluss der Haupthaussanierung lies Loni B\u00f6hm, Frauenbeauftragte des Bistums Trier und Mitglied des HDH-Vorstands, diesen Spendenteller in H\u00f6hr-Grenzhausen erarbeiten.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da sich die wirtschaftliche Situation des HDH seit 1997 permanent verschlechterte<a title=\"\" href=\"#_ftn40\">[40]<\/a>, wurde begonnen, durch Grundst\u00fccksgesch\u00e4fte und neue Darlehen Spielraum zu schaffen. Ende 2002 gab es \u00dcberlegungen zum Verkauf aller Geb\u00e4ude auf der rechten Stra\u00dfenseite. Doch dann traf wie eine Bombe im Sp\u00e4therbst 2002 die Nachricht, dass sich das Bistum Trier aus seinem Engagement f\u00fcr das HDH zur\u00fcckziehe.<a title=\"\" href=\"#_ftn41\">[41]<\/a> Es ist erstaunlich, dass im HDH dennoch nicht resigniert wurde; im Gegenteil kann man den Eindruck gewinnen, dass ein Hauch von Optimismus durch das HDH ging. Man konnte dies in dem neuen Prospekt &#8222;Jahresplan 2003&#8220;, aber auch in der Ausgestaltung der neuen Homepage ablesen. Wahrscheinlich spielte hier die qualifizierte Arbeit von Michael Orgas und seine ersten Erfolge im Ausbau des Hotelbereiches eine Rolle. In einer erweiterten Klausurtagung am 26.11. 2002\u00a0 entwickelte der Vorstand ein Strategiepapier, um die Zukunft des HDH mittelfristig zu sichern.<a title=\"\" href=\"#_ftn42\">[42]<\/a> Der Hotelbereich sollte die wirtschaftliche Mitte des HDH werden, obwohl dadurch das Haushaltsdefizit (-375.000\u20ac) nicht behoben w\u00e4re. Doch der Vorstand war &#8222;der festen \u00dcberzeugung, dass der Verein \u00fcberleben wird. Der Vorstand ist sich in diesem Zusammenhang auch dar\u00fcber einig, dass im Gegensatz zu fr\u00fcher, der Verein ohne ein \u00fcberwiegendes kommerzielles Engagement nicht auskommt und die H\u00fcrden nicht schaffen wird. Dies bedeutet, dass die Gemeinn\u00fctzigkeit des Vereins sich k\u00fcnftig nur noch auf den ideellen Bereich der Bildung wird beschr\u00e4nken k\u00f6nnen. Der wirtschaftliche Gesch\u00e4ftsbetrieb muss ausgebaut und ggfls. in Form einer GmbH dargestellt werden. \u2026..Das Konzept des Vorstandes sieht vor, mit dem Bistum Trier \u00fcber eine einmalige Abfindungssumme zu verhandeln, mit der in Kauf genommen wird, dass das Bistum sich danach aus dem finanziellen Wirken des HDH verabschiedet. Dem Bistum soll aber auch die Alternative angeboten werden, sich weiterhin mit einem reduzierten Kostenbeitrag pro Jahr zu beteiligen, um sich seinerseits ein katholisches, pastorales Wirken des HDH weiterhin einfordern zu lassen. Die Summe der Anschubfinanzierung seitens des Bistums m\u00fcsste 2,84 Mio. \u20ac betragen, um den Verein in die Lage zu versetzen, sein Gesch\u00e4ft neu zu begr\u00fcnden und selbstst\u00e4ndig zu f\u00fchren.&#8220;<a title=\"\" href=\"#_ftn43\">[43]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit diesen Gedanken in der Tasche, f\u00fchrte der Vorstand in Bendorf am 6.12.2002 ein Gespr\u00e4ch mit dem Leiter der Hauptabteilung Finanzen im Bisch\u00f6flichen Generalvikariat, Ordinariatsdirektor Bern Franken. Dieser versicherte zwar dem HDH das Wohlwollen des Bistums, best\u00e4tigte aber die Entscheidung als endg\u00fcltig: Die finanzielle F\u00f6rderung des HDH werde endg\u00fcltig eingestellt, Willi Zimmermann werde als Vertreter des Bischofs aus dem Vorstand zum 31.12.2002 zur\u00fcckgerufen, die Mitgliedschaft des Bischofs im Verein und die weitere Inanspruchnahme des Besetzungsrechtes im Vorstand werde entfallen. Das Bistum werde aber den zugesagten Jahreszuschuss f\u00fcr 2003 in einer Summe und zwar unverhandelbar in der H\u00f6he von 500.000 \u20ac \u00fcberweisen. Offensichtlich war der Vorstand davon tief betroffen, dass es nur um das Entgegennehmen einer Entscheidung und nicht um eine nochmalige Verhandlung ging. Man kann dies an der Reaktion der Vorsitzenden erkennen. Elke Kr\u00fcger schrieb unmittelbar danach eine Brief an den Trierer Generalvikar, Werner R\u00f6ssel, und da hei\u00dft es: &#8222;Es ist f\u00fcr uns zurzeit nicht einsch\u00e4tzbar, welche Folgen das Nichtbesetzen der Vorstandsposition \u201aobwohl gesch\u00e4ftsf\u00fchrend&#8216; f\u00fcr das Bistum haben kann und wie die Mitgliederversammlung auf die Frage der Satzungs\u00e4nderung reagieren wird.&#8220;<a title=\"\" href=\"#_ftn44\">[44]<\/a> Elke Kr\u00fcger wies auf den Vertrauensverlust bei den Banken hin, auf das Schicksal der 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bat um Gespr\u00e4ch mit dem Bischof. Sie erhielt keine Antwort aus Trier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dennoch versuchte der Vorstand noch einmal einen Anlauf. Der Generalvikar wird zu einer &#8222;Vorstandsitzung wegen eines Eilfalles gem\u00e4\u00df \u00a7 9 der Satzung&#8220; in das Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus in die Bibliothek am 23. Januar 2003 eingeladen. Als Tagesordnungspunkte sind benannt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;1. Weitere Gew\u00e4hrung der Zusch\u00fcsse des Bistums f\u00fcr eine \u00dcbergangsphase zur wirtschaftlichen Umstrukturierung des Vereins.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Bei Ablehnung weiterer Zusch\u00fcsse Feststellung der Insolvenz und drohender Zahlungsunf\u00e4higkeit und Beschluss der Stellung des Insolvenzantrages bei Gericht.&#8220;(Anm.: 82)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie betroffen Elke Kr\u00fcger immer noch war, kann man aus ihrer Einlassung \u00fcber den Finanzchef des Bistums, Bernd Franken, erkennen: &#8220; Wir wissen nicht, welche Person als Mitglied des gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Vorstandes vom Bischof von Trier entsandt wird. Aus gegebenem Anlass sei uns erlaubt, die Bitte zu \u00e4u\u00dfern, da\u00df wir nicht damit einverstanden sind, wenn Herr Franken damit betraut w\u00fcrde. Seine Art und sein Verhalten sowie seine \u00c4u\u00dferungen im letzten Gespr\u00e4ch bei uns lassen ihn sicher nicht als geeignetes Mitglied des gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Vorstandes erscheinen, das sich f\u00fcr die Satzungszwecke einsetzt.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch der Ton normalisiert sich wieder auf beiden Seiten. Das Bistum erkl\u00e4rt sich bereit, ein Wirtschaftsgutachten zu finanzieren und bei Erfolg eine nochmalige Summe von 500.000 \u20ac in die Zukunftssicherung des HDH einzubringen. Allerdings ist das Bistum nicht bereit, zwischenzeitlich weiteres Geld in das HDH zu stecken. Im Hinblick auf eine Generall\u00f6sung wurde deshalb auch der Antrag des HDH an das Bistum auf Erstattung von Reparaturkosten zur\u00fcckgestellt.<a title=\"\" href=\"#_ftn45\">[45]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00f6kumenische Ostertagung, 16. &#8211; 22.4.2003, mit lediglich 164 Teilnehmenden zeigte eine ziemlich gedr\u00fcckte Stimmung. Dennoch wirkte die Einholung eines Gutachtens f\u00fcr die Wirtschaftlichkeit des HDH durch die Revisions- und Treuhand &#8211; GmbH Gro\u00dfmaischeid wie ein letztes Aufb\u00e4umen. Am 25.4. 2003 unterzeichneten Elke Kr\u00fcger und Eva Hofmann den Vertrag, das Bistum Trier \u00fcbernahm die Kosten.(Anm.: 87)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anfang Mai schickt die Vorsitzende noch einmal einen Hilferuf nach Trier. Per Fax bittet sie um eine Gew\u00e4hrung einer kurzfristige Liqidit\u00e4tshilfe. In seiner Antwort<a title=\"\" href=\"#_ftn46\">[46]<\/a> weist der Generalvikar, Werner R\u00f6ssel, darauf hin, dass das Bistum die gesamte Jahreszuwendung bereits \u00fcberwiesen habe und weitere Zahlungen momentan nicht m\u00f6glich sind, zumal nicht erkennbar ist, &#8222;was gegebenenfalls in einem Monat danach seitens des H-D-H e.V. beabsichtigt ist&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdenklich stimmt der Verlauf der Mitgliederversammlung, 17. &#8211; 18. 5. 2003 (Anm.: 90). Mit Vorstand und anwesenden Mitarbeitenden sind 40 (Vierzig) Personen anwesend.<a title=\"\" href=\"#_ftn47\">[47]<\/a> Der finanzielle und personelle R\u00fcckzug des Bistums Trier wird berichtet: &#8222;Das war wie ein Schock&#8220;. Aber die laufende Unternehmensberatung<a title=\"\" href=\"#_ftn48\">[48]<\/a> (Anm.: 91)wird einen &#8222;Weg vorschlagen&#8220;. Der Vorstand wird mit 31 Ja &#8211; Stimmen \/ 1 Nein &#8211; Stimme \/ 5 Enthaltungen entlastet. Die erforderliche Satzungs\u00e4nderung wird vertagt. &#8222;Jeder einzelne ist gefragt, Spender zu finden, Stiftungen anzusprechen, ob finanzielle Unterst\u00fctzung oder evtl. Seminare in unserem Hause abzuhalten sind&#8220;. &#8222;Herr Sieben fragt, ob das Bistum Trier als Gesellschafter bei einer GmbH mitmachen k\u00f6nnte. Es werden weitere Ideen und Bitten vorgetragen&#8220;. Deshalb bittet Herr Orgas alle Mitglieder, &#8222;neue Ideen auf Papier zu bringen und an ihn, Frau Begger oder Herrn Kaiser zu senden.&#8220; Horst Eisel teilt mit, dass der HDH e.V. mit einem Stand am internationalen Kirchentag in Berlin mit dem Thema &#8222;Im Dialog leben&#8220; vertreten sein wird und empfiehlt zwei B\u00fccher zum Thema Eucharistie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist eine Szene, wie sie Peter Bamm in seinem Buch &#8222;Die unsichtbare Flagge&#8220; vor dem Einmarsch der russischen Truppen in Ostpreu\u00dfen beschreibt, wo es gelingt, wenn auch nur f\u00fcr kurze Zeit, die kommende Katastrophe zu verdr\u00e4ngen. Dabei gab es ein Alarmzeichen und zwar der Bericht der Vorsitzenden Elke Kr\u00fcger. Dieser zeigt die ganze Dramatik: (Anm.: 92)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Frau Kr\u00fcger erl\u00e4utert Ihre Situation: Frau Kr\u00fcger erkl\u00e4rt, dass sie keine Kraft, Zeit und Lust mehr hat das Amt der 1. Vorsitzenden auszu\u00fcben und dies auch immer wieder deutlich gemacht hat. Als Sportlerin habe sie ein vorzeitiges Abbrechen ihrer Amtszeit nicht in Erw\u00e4gung gezogen. Deshalb hielt sie in Zeiten der unbesetzten Hotelbereichsleitung, die schwierige Zeit mit Herrn Michael Boxberg und auch die letzten 12 Monate durch, obwohl es privat wie auch beruflich nicht zu verantworten war. Sie ist betroffen dar\u00fcber, da\u00df trotzdem von den anwesenden Mitgliedern an ihre Moral und Verantwortung appelliert wird, anstatt eine andere Kandidatin zu suchen. Sie erkl\u00e4rt, da\u00df es 3 Ursachen daf\u00fcr gibt, dass sie dennoch hier sitze: 1) F\u00fcr sie pers\u00f6nlich sei immer noch wichtig, welche Ideale das HDH nach Au\u00dfen hin verk\u00f6rpert, obwohl sie in den vergangen 4 Jahren erfahren mu\u00dfte, das sie weder im Haus, noch im Verein tats\u00e4chlich gelebt werden. 2)\u00a0\u00a0 Habe das starke Engagement der Mitarbeiter eine Chance verdient. Ausschlaggebend aber ist die Dankbarkeit gegen\u00fcber wenigen Mitarbeitern, die sie in entscheidenden Momenten nicht haben &#8222;h\u00e4ngen&#8220; lassen. 3) Das 3. Argument sei das Schlimmste und der 2. Teil der Antwort auf &#8222;eigentlich&#8220;. Im Falle meiner Beendigung der Amtszeit und den darauffolgenden Notvorstand wird das Amtsgericht in aller Regel die ehemalige 1. Vorsitzende zwangsverpflichten. Sie erkl\u00e4rt nochmals eindringlich, dass die nicht aus Einsicht oder Edelmut weitermache, sondern aus Chancenlosigkeit.&#8220; Auch der stellvertretende Vorsitze, George Khoury, schlie\u00dft sich in diesem bitteren Ton Frau Kr\u00fcger an: Er &#8222;erl\u00e4utert seine Situation. Er schlie\u00dft sich den Ausf\u00fchrungen von Frau Kr\u00fcger weitestgehend an. Es sieht positive Aspekte, dass es sich lohnt weiterzumachen. Er selbst befindet sich jedoch auch in einer sehr anstrengenden Situation, so da\u00df er keine M\u00f6glichkeit sieht, das Haus zu f\u00fchren, wird aber versuchen bis zum Jahresende eine M\u00f6glichkeit zu finden. Er erkl\u00e4rt, dass er bereit sei bis zum Jahresende weiter im Amt zu bleiben, nicht aber neu zu kandidieren.&#8220; Der Vorstand stimmt zu, bis zur Mitgliederversammlung im Herbst d.J. im Amt zu bleiben. Es bildet sich ein Gremium, das neue Vorstandsmitglieder finden soll. <a title=\"\" href=\"#_ftn49\">[49]<\/a> Bemerkenswert ist der Beitrag von Elke Kr\u00fcger in der Diskussion, &#8222;dass der neue Vorstand ideelle Werte zu vertreten habe, keine Personellen und Finanziellen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ende dieser Geschichte wurde schon eingangs berichtet. Am 1. Oktober 2003 \u00fcbernahm der Insolvenzverwalter die Geschicke des nun fr\u00fcheren Hedwig-Dransfeld-Hauses.<\/p>\n<div id=\"attachment_823\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-823\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-823 \" title=\"DSCN0016\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/DSCN00161-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/DSCN00161-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/DSCN00161-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-823\" class=\"wp-caption-text\">Als die Kapelle aufgel\u00f6st wurde, waren Ehrfurcht und Piet\u00e4t schon lange entflohen. Die Madonna, die noch aus der alten Kapelle stammte, ein Werk von Eugen Keller, des begnadeten K\u00fcnstlers aus H\u00f6hrgenzhausen, war in 23 St\u00fccke zerborsten. Der Strick f\u00fcr die kleine Turmglocke, die seit 1955 im Wenigerbachtal den Angelus Dei verk\u00fcndete hatte, war einafach abgeschnitten. Das Ewige Licht, ein zierlicher Bronceleuchter auch von Eugen Keller, lag verbogen auf dem Schrottplatz.Madonna und Leuchter wurden gerettet und sind heute im F\u00fcnftannenhaus, dem ehemaligen Sayner Edelbordell, als Zeichen der Hoffnung.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachkl\u00e4nge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als der Verein schon vom Gericht aufgel\u00f6st war, kam vom Vorstand noch einmal ein Schreiben an die Mitglieder, datiert vom 29. Januar 2004. Offensichtlich gab es in der Vorinsolvenzphase \u00dcberlegungen, ein kleineres HDH aus der Insolvenzmasse zu bilden. Diese sollten jetzt durch Gr\u00fcndung eines neuen Vereins, \u00dcbernahme des Hotelbereiches im HDH durch eine Mitarbeitergruppe und Entschuldung verwirklicht werden. Der Verein wurde zwischenzeitlich gegr\u00fcndet &#8211; die Pl\u00e4ne gingen nicht auf. Bemerkenswert: dieses letzte Schreiben des Vorstands des bereits amtlich liquidierten Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus E.V. trug nur noch eine Unterschrift, die des Schatzmeisters Horst Eisel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Genehmigung des Insolvenzverwalters \u00fcbernahm Dieter Kittlau\u00df die Sichtung von zur\u00fcckgelassenen Altakten zur \u00dcberf\u00fchrung in das Landeshauptarchiv Koblenz. Auf der Suche nach den so genannten Zelebrationsb\u00fcchern wurde auch die Kapelle \u00fcberpr\u00fcft. Wie \u00fcberhastet die Aufgabe des HDH durch Mitarbeitende und Vorstand erfolgt war, l\u00e4sst sich daran erkennen, dass aus dem Tabernakel zwar die Kelche entfernt waren, die geweihten Hostien aber im Tabernakel achtlos ausgesch\u00fcttet und liegen gelassen wurden. Auf die Bitte von Dieter Kittlau\u00df beauftragte der Trierer Bischof Marx den Bendorfer Pfarrer Dietmar Behrensdorf, von St. Medard mit der Sicherung der Hostien. Auch das Abhandenkommen verschiedener \u00a0Kunstwerke deutete auf eine sehr ungeregelte und \u00fcberhastete Aufl\u00f6sung des HDH.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8. Res\u00fcmee.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_816\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-816\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-816 \" title=\"07a\" src=\"http:\/\/wordpress.p130205.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/07a-300x231.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"231\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/07a-300x231.jpg 300w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/07a.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-816\" class=\"wp-caption-text\">Alles ist eitel, alles ist leer. Die heilige St\u00e4tte ist gesch\u00e4ndet.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Institutionen sind verg\u00e4nglich. Die Stadt Bendorf wei\u00df darauf ein Lied zu singen, denn in den letzten Jahren sind so bedeutende Betriebe wie die M\u00fclhofener H\u00fctte, Dr. Otto, Didier und Feld &amp; Hahn spurlos verschwunden. Viele renommierte Gesch\u00e4fte mit langer Tradition wurden geschlossen. Das Bendorfer Krankenhaus hat sich in eine orthop\u00e4dische Fachklinik verwandelt. Das gro\u00dfe Jungen &#8211; Internat der Salesianer in Sayn wurde aufgel\u00f6st. So ist auch das Ende des Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Hauses nichts Au\u00dfergew\u00f6hnliches. Aber man wird nicht nur von den Bedr\u00e4ngnissen der Zeit sprechen k\u00f6nnen. Es gab auch und vor allem eine lange Spur von fundamentalen Fehlern und wohl auch eine schrittweise Verd\u00fcnnung der geistig-geistlichen Substanz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist ein Anliegen, die Erinnerung an die reiche Geschichte des weltbekannten Hedwig-Dransfeld-Hauses lebendig zu halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 30.7.2005 erschien in der Rhein-Zeitung ein Artikel mit der \u00dcberschrift: &#8222;Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus ist Hotel&#8220;. \u00a0Damit begann f\u00fcr die Geb\u00e4ude eine neue Zeit.<\/p>\n<div><\/div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn1\"><\/a>[1] Unter der Verantwortung von Dieter Kittlau\u00df wurde die Bausubstanz des HDH 1981 bis 1992 in drei gro\u00dfen Sanierungsprogrammen &#8222;Haupthausbereich, Kurheim und Martinshaus&#8220; funktionsf\u00e4hig erhalten. Das Martinshaus, das \u00a0Ende der 60er Jahre als Neubau auf der Wiese errichtet worden war, musste auf Grund der vereinfachten Bauweise 1991-92 total saniert werden.\u00a0 Baukosten von mehr als 6 Millionen DM\u00a0 und Belegausfall w\u00e4hrend der 10 monatigen Bauzeit konnten nur durch eine \u00dcberschuldung aufgefangen werden.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn2\"><\/a>[2] Jahreswirtschaftsbericht des Wirtschaftspr\u00fcfers Klaus v. Armeln aus Kleve f\u00fcr das Rechnungsjahr 1995.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn3\"><\/a>[3] Jahreswirtschaftsbericht des Wirtschaftspr\u00fcfers Eric Lebus aus Dierdorf f\u00fcr das Rechnungsjahr 1996<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"\" name=\"_ftn4\"><\/a>[4] Schreiben &#8222;Dienstanweisung&#8220; v. 1.3.2003, unterzeichnet von der 1. Vorsitzenden, Elke Kr\u00fcger, und der Schatzmeisterin, Eva Hofmann.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn5\"><\/a>[5] Schreiben v. 11. Juli 2003 (ohne Aktenzeichen)<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn6\"><\/a>[6] Diese Selbstbeschr\u00e4nkung ist auch in der mangelhaften Quellenlage begr\u00fcndet. Ziel dieses Berichtes ist deshalb nicht die Darstellung bzw. W\u00fcrdigung der Arbeit (Bildung und Kur).<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn7\"><\/a>[7] \u00a0\u00a0In der Fachliteratur wird f\u00fcr diesen Fall die Organisationsform einer Gemeinn\u00fctzigen GmbH empfohlen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn8\"><\/a>[8] wobei es bei der Motivation f\u00fcr die Mitgliedschaft sehr unterschiedliche Motive gab wie Zuf\u00e4lligkeit, Gef\u00e4lligkeit, Geltungsbed\u00fcrfnis, kirchliches Engagement, Unterst\u00fctzung von Reformbewegungen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn9\"><\/a>[9] Satzung des Hedwig &#8211; Dransfeld &#8211; Haus E.V.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn10\"><\/a>[10]\u00a0\u00a0 Auch der letzte Vorstand unter der Leitung von Elke Kr\u00fcger verstand sich immer als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vorstand.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn11\"><\/a>[11] lt. Satzung: Jugend- und Erwachsenenbildung sowie M\u00fcttergenesung.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn12\"><\/a>[12] )\u00a0\u00a0 freier Tr\u00e4ger<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn13\"><\/a>[13] 1988 war die langj\u00e4hrige Vorstandsvorsitzende, Renate Irskens, Schulleiterin in Duisburg, pl\u00f6tzlich schwer erkrankt und erkl\u00e4rte ihren R\u00fccktritt. Auf der Mitgliederversammlung des Vereins 13. &#8211; 15. Mai 1988 wurde die Diplomsoziologin, Mechthild Kappetein aus Aachen, zur Vorstandsvorsitzenden gew\u00e4hlt. Mechthild Kappetein war Mutter von drei Kindern und hatte berufliche Erfahrungen in der Krankenhausarbeit. F\u00fcr den Verein war sie &#8222;Quereinsteigerin&#8220;<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn14\"><\/a>[14] Michael T. hat darum gebeten, seinen Namen nicht zu benennen<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn15\"><\/a>[15] Dieter Kittlau\u00df hatte mit der SPD &#8211; Fraktion des Bendorfer Stadtrates einen Termin im HDH vereinbart, um das Haus vorzustellen. Dieses Gespr\u00e4ch \u00fcbernahm der Verwaltungsleiter Thomas L., der die Zukunft des HDH in rosigen Farben schilderte. Da sich Langlott als neuer Leiter vorstellte, kam es zu einer ersten Konfrontation mit dem Vorstand, weil dieser sich bereits f\u00fcr die Interimsl\u00f6sung entschieden hatte. ( Bericht im Anzeigenblatt f\u00fcr Bendorf &#8222;Kleeblatt&#8220;). Thomas L. hat gebeten, seinen Namen nicht zu benennen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn16\"><\/a>[16] Protokoll der Mitgliederversammlung des HDH e.V. vom 17.05.03 und 18.05.03. Bei der Mitgliederversammlung des Vereins am 5. &#8211; 7. September 1997 erkl\u00e4rte Veronika Lang &#8211; Ruhrl\u00e4nder ihren R\u00fccktritt aus dem Vorstand, weil sie sich \u00fcberfordert f\u00fchlte.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn17\"><\/a>[17] Der damalige Leiter des Bendorfer Arbeitsamtes, Herr Sauer (\u2020) sprach von &#8222;kollektivem Mobbing und Sippenhaftung&#8220;. Der Koblenzer Rechtsanwalt Michael Jansen \u00e4u\u00dferte sein Befremden, dass er so eine Selbstzerst\u00f6rung eines Vereins noch nie erlebt h\u00e4tte. Auch nach Eisel in den Vorstand war eine Verst\u00e4ndigung nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn18\"><\/a>[18] Dazu geh\u00f6rten neue Ziele f\u00fcr die M\u00fctterkurarbeit ( z.B. nachoperative Rehabilitation f\u00fcr junge Frauen in Kooperation mit Kliniken, therapeutische Kuren f\u00fcr junge Frauen nach Abtreibung oder Fehlgeburt) und die Bildungsarbeit (z.B. Zusammenarbeit mit der Industrie und den privaten Wirtschaftshochschulen zur Vorbereitung leitender Mitarbeiter auf den Ruhestand, therapeutische Kurse f\u00fcr \u00e4ltere Mitarbeitende mit psychischen Problemen und Abh\u00e4ngigkeiten).<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn19\"><\/a>[19] Jahresabschluss des Steuerberaters Eric Lebus.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn20\"><\/a>[20] ) Die Personalfindung erfolgte unter der Leitung von Klaus T., einem erfahrenen Personalchef in der freien Wirtschaft, dessen Frau als Chefsekret\u00e4rin im HDH t\u00e4tig war.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn21\"><\/a>[21] Langlott hatte seinen Wohnsitz bei Limburg, dadurch war die Zust\u00e4ndigkeit der hessischen Justizbeh\u00f6rden gegeben.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn22\"><\/a>[22] In der Wirtschaftspr\u00fcfung spricht man sp\u00f6ttisch &#8222;von den Leichen im Keller&#8220;. Bedauerlicherweise und im h\u00f6chsten Ma\u00dfe schadenverursachend hat Thomas L. sp\u00e4ter dieses Wissen als Ergebnis seiner Nachforschungen ausgegeben.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn23\"><\/a>[23] Langlott konnte die Rolle seines Lebens spielen, ohne dass ihm jemand Einhalt gebot. Je nach Situation war er Kommissar, Staatsanwalt oder Richter. Durch seinen juristischen Wissensvorsprung dr\u00fcckte er alle an die Wand und arbeitet auch mit Tricks und unsauberen Methoden. Sp\u00e4ter scheiterte er an selbst daran.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn24\"><\/a>[24] In dem Arbeitsgerichtsverfahren erreichte Langlott im Vergleich die ordentliche K\u00fcndigung und eine Abfindung von 15.000 DM. (s. Jahresabschluss 1998).<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn25\"><\/a>[25] wohl im Zusammenhang mit der \u00dcberschuldung der Caritastr\u00e4gergesellschaft Trier (ctt).<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn26\"><\/a>[26] Im Jahresabschluss f\u00fcr 1999 wird dieser als eingetragenes Vorstandsmitglied benannt.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn27\"><\/a>[27] )\u00a0\u00a0 Michael T., \u00a0der 1997 in dem Konflikt mit Dieter Kittlau\u00df die treibende Kraft gewesen war, trat sogar am 2.4.2000 aus dem HDH-Verein aus (Mitgliederliste 11\/2002). T. war mit seiner Firma \u00a0\u00a0in Augsburg in Insolvenz gegangen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn28\"><\/a>[28] Elisabeth Gueho zum 22.2.2001 und Michael Boxberg unter dramatischen Umst\u00e4nden bei der Mitgliederversammlung am 11.11.2001.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn29\"><\/a>[29] seit April 1998 im Ruhestand.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn30\"><\/a>[30] 1993 war in der M\u00fctterkurarbeit der worst case eingetreten. Aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden (Ruhestand, Krankheit, Wohnortswechsel) war das gesamte Team der Kurleitung ausgefallen. Die neue Kurleiterin Liane R. brachte als Sozialarbeiterin \/ Krankenschwester\/ Supervisorin nicht nur die die erforderliche Qualifikation mit, sondern arbeitete auch sehr engagiert und erfolgreich.\u00a0 Nach einem langen Konflikt mit unterschiedlichen Facetten, erfolgte die Trennung\u00a0 nach arbeitsgerichtlichem Verfahren in zwei Instanzen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn31\"><\/a>[31] Mechthild Kappetein hatte keine Managementerfahrung, wollte die Kurleitung mit R\u00fccksicht auf ihren Wohnsitz in Aachen nur an drei Tagen in der Woche wahrnehmen und ihren Vorstandssitz beibehalten. Es bestand Anlass zur begr\u00fcndeten Sorge, dass die Doppelrolle (Vorstand und Mitarbeiterin) zu viele Belastungen bringen w\u00fcrde.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn32\"><\/a>[32] Faxschreiben v. 6.7.1997 15, 41 Uhr von Michael T. \u00a0an die Vorstandsmitglieder. &#8222;Zu Mechthilds Situation: Du arbeitest auf Honorarbasis und au\u00dferhalb Deiner Vorstandst\u00e4tigkeit als kommissarische Leiterin des HDH. Du kannst nicht angestellt werden, das ist das Problem. Wir k\u00f6nnen Dir ohne Zustimmung der MVV einen Honorarvertrag anbieten. mein Vorschlag ist, BAT Ib brutto zu nehmen und davon entsprechend Deiner Stundenzahl (50 %). Damit bist du in der Lage, Sozialversicherung etc. selber einzuzahlen. Deine jetzige T\u00e4tigkeit ist jedenfalls nicht im Widerspruch zur Satzung.&#8220;<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn33\"><\/a>[33] ) Frau Kupczik, Christine M\u00fcller und Nadia Kutscher. Der Jugendbildungsreferent Martin Kaiser war Sprecher der Jugendbildungsreferentinnen \/- referenten und damit auch Mitglied im Vorstand der AKSB (= katholische Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr politische Bildung). Er war bei einzelnen Modellprogrammen im Rahmen des Bundesjugendplans engagiert. Sein berufliches Selbstverst\u00e4ndnis l\u00e4sst sich in seiner Vorlage f\u00fcr die Mitgliederversammlung 9.-10.11.2002 deutlich erkennen, wo er Wert auf seine Qualifikation als Politikwissenschaftler legte und sein Projekt \u00fcber internationale Jugendarbeit &#8222;Giving the Future a Better Past&#8220; vortrug.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn34\"><\/a>[34] Der Brief l\u00e4sst aber auch erkennen, dass sich sowohl Elke Kr\u00fcger (evangelisch) wie George Khoury (orthodox) in den Interna der Katholischen Kirche wenig auskannten. Erstaunlicherweise aber sprechen beide von katholischer Interessenvertretung und katholischer Grundstimmung im HDH.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn35\"><\/a>[35] Gesch\u00e4ftsbericht der 1. Vorsitzenden des HDH e.V. zur Mitgliederversammlung 2002<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn36\"><\/a>[36] )\u00a0 Bericht Bereichsleitung Bildung f\u00fcr die Vorstandsitzung des HDH e.V., 05.05.2003., vorgelegt von Martin Kaiser.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn37\"><\/a>[37] Das \u00a0Bistum Trier gew\u00e4hrte f\u00fcr die Sanierung des Martinshauses eine Teilfinanzierung von 2,4 Millionen DM und trug f\u00fcr den Leiter und die p\u00e4dagogischen MitarbeiterInnen die Fehlbedarfsfinanzierung,<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn38\"><\/a>[38] Darauf weist Generalvikar Werner R\u00f6ssel noch einmal ausdr\u00fccklich in seinem Schreiben v. 24. Februar 2003 an den Vorstand hin.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn39\"><\/a>[39] 2001 waren es 450. 000 \u20ac,\u00a0\u00a0 2002 sogar 534.600 \u20ac.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn40\"><\/a>[40] jeweils negative Jahresergebnisse: 1997 = -101,4 \u20ac \/\u00a0\u00a0 1998 = -25,9 \u20ac \/\u00a0\u00a0 1999 = -164,6 \u20ac<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn41\"><\/a>[41] \u00dcber Gr\u00fcnde kann nur spekuliert werden. Mit Sicherheit wurde das HDH dem Bistum zu teuer. Aber auch der nichtkatholische Vorstand und die kritische Einsch\u00e4tzung der Aktivit\u00e4ten waren nicht unbedeutend.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn42\"><\/a>[42] Schreiben der Vorsitzenden, Alke Kr\u00fcger, an den Vorstand, die Bereichsleiter im HDH und die Mitglieder der Arbeitsgruppe &#8222;Strategiepapier&#8220;. Vorbereitung des Gespr\u00e4chstermins am 6.12.2002 mit Herrn Franken, Bistum Trier, verfasst von Elke Kr\u00fcger.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn43\"><\/a>[43] Vorlage der Vorsitzenden, Elke Kr\u00fcger, zur Vorstandssitzung am 13.12.02.<\/p>\n<p>\u2022 Schreiben der Vorsitzenden, Elke Kr\u00fcger, v. 16.12. 2002<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn44\"><\/a>[44] Schreiben an den Generalvikar Werner R\u00f6ssel, ohne Datum \/ ohne Unterschrift. Eva Hofmann als Mitverfasserin.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn45\"><\/a>[45] Antrag v. 7.2.2003 \u00fcber 84.279,03. und Schreiben von Ordinariatsdirektor Franken v. 19.2. 2003.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn46\"><\/a>[46] Schreiben des Generalvikars Werner R\u00f6ssel v. 9.5.2003<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn47\"><\/a>[47] Protokoll der Mitgliederversammlung des HDH e.V. vom 17.05.03 und 18.05.03; Protokollf\u00fchrerin: Eva Hofmann<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn48\"><\/a>[48] Unternehmensberatung Thomas Kirsch.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn49\"><\/a>[49] Im Protokoll werden genannt: Klaus Teichmann, Ursula Lehan, Dorothea Begger und Hermann Sieben.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Weg zur Insolvenz 2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Vereinsform als strukturelle Bruchstelle des HDH 3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Personalentwicklungen im Vorstand 4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Fehlentscheidungen um die Gesamtleitung 5.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Personalentwicklungen im HDH (hausintern) 6.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die besonderen Beziehungen zwischen HDH und Bistum Trier 7.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Schussfahrt in die Insolvenz 8.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Res\u00fcmee ________________________________________ 1. 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