{"id":2244,"date":"2015-10-01T17:49:10","date_gmt":"2015-10-01T15:49:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/?p=2244"},"modified":"2016-01-18T17:45:53","modified_gmt":"2016-01-18T16:45:53","slug":"der-schoss-ist-fruchtbar-wurzeln-und-formen-des-antisemitismus-als-bleibende-aufgabe-der-heimatforschung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/der-schoss-ist-fruchtbar-wurzeln-und-formen-des-antisemitismus-als-bleibende-aufgabe-der-heimatforschung\/","title":{"rendered":"Der Scho\u00df ist fruchtbar. Wurzeln und Formen des Antisemitismus als bleibende Aufgabe der Heimatforschung"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/220px-Judenstern_JMW.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2245\" src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/220px-Judenstern_JMW.jpg\" alt=\"220px-Judenstern_JMW\" width=\"220\" height=\"199\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Am Beispiel des Artikels \u201eJuden in Bendorf\u201c des Bendorfer Schulrektors Heuser, abgedruckt in der Beilage der Bendorfer Zeitung am 3.6.1939, soll die Verwurzelung des Antisemitismus in Deutschland bewusst gemacht und als bleibende Aufgabe der Heimatforschung erl\u00e4utert werden.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Judenhass und Judenfurcht gab es bereits in der Antike. Es war die Andersartigkeit des j\u00fcdischen Lebens, die die Entstehung st\u00e4ndig neuer Zerrbilder vom \u201eEwigen und h\u00e4sslichen Juden\u201c beg\u00fcnstigte. Durch die christliche Kirche erhielten die Juden das Kainsmal der Gottesm\u00f6rder. Der Text aus dem Matth\u00e4usevangelium \u201eDa rief das ganze Volk: Sein Blut komme \u00fcber uns und seine Kinder!\u201c diente als Beleg. Die Theologie entwickelt das etwas vornehmere Bild von der Synagoge und der Ekklesia. In dem Lehrbuch \u201eHortus Deliciarum\u201c (&gt;Garten der K\u00f6stlichkeiten) der \u00c4btissin Herad von Landsberg im 12 Jahrhundert sind Kirche und Synagoge als zwei reitende Frauengestalten dargestellt. Links vom Kreuz die triumphierende Kirche, rechts die Synagoge. Der Vergleich der beiden Frauen zeigt die tiefe Verachtung des Judentums. Die verschleierte und mit einem blutroten Gewand bekleidete Synagoge reitet auf einem kraftlosen Esel, der entsetzt auf ein Skelett in einem offenen Sarg schaut. Im Arm h\u00e4lt sie ein Messer (Beschneidung), ein Opfertier (&gt;Opferkult) und ein Buch (&gt; Thora). Ganz im Gegensatz dazu die triumphierende Ecclesia. <!--more-->Die biblische Prophezeiung vom Untergang des abtr\u00fcnnigen Israel gilt f\u00fcr die christliche Kirche f\u00fcr alle Zeiten. Dahinter steht die \u00dcberzeugung, dass die christliche Kirche allein und total das neue Volk Gottes ist und deshalb auch legitim das Erbe des Judentums \u00fcbernommen hat. Im kulturellen Bewusstsein sind aber noch viele andere Bilder, oft viel tiefer verwurzelt und mit t\u00f6dlicher Wirkung: Die Judensau , der Brunnenvergifter und der ewige Betr\u00fcger sind nur drei von vielen Beispielen. Bis in die Neuzeit hinterl\u00e4sst der Antisemitismus eine breite Blutspur. Die Aufkl\u00e4rung entdeckte die Gleichwertigkeit der Religionen und damit auch die Integration der j\u00fcdischen Menschen als freie B\u00fcrger des modernen Staates. Die j\u00fcdischen B\u00fcrger wurden zur Hefe der europ\u00e4ischen Kultur und Wissenschaft. Doch der Scho\u00df ist fruchtbar. Im zwanzigsten Jahrhundert kommt der alte Antisemitismus nicht nur in Europa sondern auch in Amerika zu neuer Bl\u00fcte und kommt in der von den Deutschen betriebenen Shoa zu einem eruptiven Ausbruch. Die j\u00fcdischen B\u00fcrger in Deutschland, die mit ihren Familien stolz waren auf ihre gleichberechtigte Zugeh\u00f6rigkeit zur deutschen Geschichte, mussten ihren Irrtum mit dem Verlust der Heimat oder gar ihres Lebens bitter bezahlen. <strong>Als Beispiel f\u00fcr den im Denken und F\u00fchlen vieler Deutscher tief verwurzelten Antisemitismus wird hier der Text \u201eJuden in Bendorf\u201c des Bendorfer Konrektors R.P. Heuser vorgestellt, den dieser als Ruhestandsbeamter in der Beilage zur Bendorfer Zeitung vom 3.6.1939 ver\u00f6ffentlichen lie\u00df.<\/strong><br \/>\nIn Bendorf hatten die Nationalsozialisten bei den Gemeinderatswahlen am 12. M\u00e4rz 1933 f\u00fcnf Mandate gewonnen, ihnen standen 13 Ratsherren der anderen Parteien gegen\u00fcber. Bereits f\u00fcnf Monate sp\u00e4ter waren die nationalsozialistischen Ratsmitglieder unter sich und der amtierende Bendorfer B\u00fcrgermeister Lerner hatte seinen Ruhestand beantragt.<a href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Pogrom-Nov.1938-Dt.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-2249\" src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Pogrom-Nov.1938-Dt-300x255.jpg\" alt=\"Pogrom-Nov.1938-Dt\" width=\"300\" height=\"255\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Pogrom-Nov.1938-Dt-300x255.jpg 300w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Pogrom-Nov.1938-Dt.jpg 450w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> Mit der bereits gleichgeschalteten Bendorfer Zeitung hatten die Nationalsozialisten ein williges Medium, um ihre Ziele zu propagieren. 1935 nahmen die nationalsozialistischen Rassengesetze auch den Bendorfer Juden die b\u00fcrgerlichen Rechte. Der Artikel \u201eJuden in Bendorf\u201c des pensionierten Schulrektors Heuser erschien am 3.6.1939 in der Beilage der Bendorfer Zeitung. Er war eingeordnet in den R\u00fcckblick \u201eBendorf vor 50 Jahren\u201c und zeigt, wie tief der Antisemitismus auch in Bendorf verwurzelt war. Heuser w\u00e4hlt als B\u00fchne f\u00fcr seine Beschreibung der Bendorfer Juden den Bendorfer \u201eViehmarkt im<br \/>\nGemeindegarten\u201c, der \u201eohne Juden damals leblos und flau\u201c gewesen w\u00e4re. Es ist das Klischee des Juden als fahrender H\u00e4ndler, auf das er zur\u00fcckgreift. \u201eDas war ein Gemauschel , ein mit den H\u00e4nden Reden, ein Klatschen der H\u00e4nde ineinander, wenn ein Gesch\u00e4ft zustande kam. Unter dem Leinenkittel trugen sie meistens die fettigen R\u00f6cke und in der Hand den Stock, an dessen Ende eine Peitsche befestigt war.\u201c Dieses Zerrbild vom gesch\u00e4ftemachenden Juden \u00fcbertr\u00e4gt Heuser dann auf alle m\u00e4nnlichen Juden der Stadt, denn \u201eimmer waren sie da, wo ein `Rebbach` zu machen war und keine `schofe Masematte` . Historisch richtig ist es, dass die meisten j\u00fcdischen M\u00e4nner im 19. Jahrhundert in den l\u00e4ndlichen Gegenden den Handel als Erwerbsquelle hatten; doch das Zerrbild vom h\u00e4sslichen Juden atmet jeder Satz, den Heuser schreibt. So beschreibt er das Verh\u00e4ltnis der Juden zur Bev\u00f6lkerung als \u201eim allgemeinen ein ertr\u00e4gliches, denn der Jude war daf\u00fcr zu verschlagen, zu gerissen, er war zu viel `Kochemche` , um sich verha\u00dft zu machen, was ihn aber nicht hinderte, die `Gojims` nach allen Regeln der Kunst zu begaunern und sein Profitchen zu machen.\u201c Selbst die positive Haltung der Anpassung wird auf negative Motive zur\u00fcckgef\u00fchrt. Dann erz\u00e4hlt Heuser als Beleg seiner Beschreibung der Juden die Geschichte vom j\u00fcdischen Gro\u00dfh\u00e4ndler Abraham, \u201eder stets ein Schiff voll Mehl aus Ru\u00dfland kommen lie\u00df. Dieses Mehl grau und minderwertig, mu\u00dften die B\u00e4cker, die bei dem Juden in Kreide waren, verarbeiteten. Wenn sie allm\u00e4hlich bankerott gingen durch die hohen Zinsen, und das war oft der Fall, lie\u00df das den Juden kalt. Der hielt sich an der Masse schadlos.\u201c Die zweite Geschichte schildert zun\u00e4chst ganz positiv, dass der Rabbi Okunski als Lehrer an die h\u00f6here Schule berufen wurde. Aber dann kommt sofort die Keule, denn Okunski war der \u201e geistige Vater der \u00f6rtlichen Kommunisten und der Sozialdemokraten, der in Deutschlands gr\u00f6\u00dfter Elendszeit auf die Idee kam, Erwerbslose durch Kurse umzuschulen, ein zweckloses Beginnen, das lediglich dazu diente, diesem raffinierten Juden, der als Leiter dieser `Erwerbslosen-Universit\u00e4t` nebenberuflich fungierte, die Taschen zu f\u00fcllen.\u201c Dann zieht Heuser das Res\u00fcmee. Die Bendorfer als \u201eharmlose Rheinl\u00e4nder\u201c konnten \u00fcber die vielen j\u00fcdischen stadtbekannten Originale lachen, aber sie wussten, \u201esie waren bei harter Arbeit wie andere Bendorfer B\u00fcrger im Feld, im Bergwerk, im Steinbruch niemals anzutreffen.\u201c Heuser hat noch einen Kronzeugen mit dem Gr\u00fcnder der Firma Carl Grie\u00df. Dieser soll \u00f6fters ge\u00e4u\u00dfert haben: \u201cIch w\u00fcnschte der j\u00fcngste Jude w\u00e4re 99 Jahre alt und s\u00e4\u00dfe am Rhein und t\u00e4te sich totkreischen\u201c. Es ist bedr\u00fcckend, dass Heuser kein Einzelfall war. Der blutige Antisemitismus Adolf Hitlers und seiner brauen Kumpane fiel auch in der kleinen Stadt Bendorf am Mittelrhein auf fruchtbaren Boden. Beim Novemberprogrom 1938 wurde die Synagoge in der Judengasse angez\u00fcndet und zerst\u00f6rt. 1942 war Bendorf \u201ejudenfrei\u201c. Neben den j\u00fcdischen Familien waren auch die Patienten und Pflegekr\u00e4fte der Jacoby`schen Anstalten vom Sayner Bahnhof deportiert &#8211; 573 M\u00e4nner, Frauen und Kinder wurden auf deutschen Gleisen wie Vieh in die Mordfabriken transportiert. Nach Kriegsende hatte sich in Bendorf keine j\u00fcdische Gemeinde mehr gebildet. Die zerst\u00f6rte Synagoge in der Judengasse wurde 1950 verkauft und abgerissen. Auf dem Grundst\u00fcck wurde ein Neubau erstellt, an dem 1979 eine Gedenktafel angebracht wurde: &#8222;Hier stand die Synagoge der Israelitischen Gemeinde Bendorf. Sie wurde am 10. November 1938 unter der Herrschaft der Gewalt und des Unrechts zerst\u00f6rt&#8220;. Auf Veranlassung der Kirchengemeinden wurde eine zweite Tafel angebracht, die neben einer den Prophetenspruch (Maleachi 2,10) zitiert: &#8222;Haben wir nicht alle einen Vater&#8220;. Nach dem Krieg gab es Gott sei Dank auch in Bendorf Initiativen f\u00fcr die R\u00fcckkehr zum \u201eaufrechten Gang\u201c. Hier ist an erster Stelle das Hedwig-Dransfeld-Haus (HDH) mit Anneliese Debray (\u2020) und Dr. Charlotte Schiffler (\u2020) zu nennen, die im theologischen Dialog mit dem Judentum und in der Freundschaft zum Staat Israel eine wesentliche Aufgabe sahen. Mit der J\u00fcdisch-christlichen Bibelwoche wagten sie den Sprung \u00fcber einen abgrundtiefen Graben. . In Kooperation mit dem Leo-Baeck-Zentrum in Haifa kamen jedes Jahr israelische Gruppen (Juden und christliche Araber) nach Bendorf. Immer wenn 12 j\u00fcdische M\u00e4nner zusammenkamen, wurde in der Kapelle des HDH der Schabbat gefeiert. Charlotte Schiffler gr\u00fcndete hier in Bendorf den F\u00f6rderkreis f\u00fcr Neve Schalom\u201c, einer Wohnsiedlung in Israel f\u00fcr Juden und Araber. Auf Einladung von Anneliese Debray kam Ende der 70iger Jahre der j\u00fcdische K\u00fcnstler Beni Cohen &#8211; Or nach Bendorf und lie\u00df sich hier nieder. Rahamin Mizrachi, ein kurdischer Jude, durfte mit Erlaubnis der Beh\u00f6rden 30 Jahre lang im Hedwig-Dransfeld-Haus f\u00fcr die Vers\u00f6hnung mit Deutschland arbeiten und leben. 1988 er\u00f6ffnete der j\u00fcdische Arzt, Dr. Albert Davila, in der M\u00fchlenstra\u00dfe seine Praxis. Jedes Jahr zog er beim Laubh\u00fcttenfest auf den Balkon und lie\u00df sich dazu vom Hausmeister des HDH die B\u00e4ume f\u00fcr die naturnahe Abdeckung bringen. Karfreitag 1988 ging die HDH &#8211; Ostergemeinde unter Leitung von Dieter Kittlau\u00df und Horst Eisel den Kreuzweg &#8220; Auf den Spuren der Shoa in Bendorf&#8220;; die Stationen waren die Gedenktafel am Platz der fr\u00fcheren Synagoge, die ehemalige Jacoby&#8217;sche Heil- und Pflegeanstalt, der ehemalige Sayner Bahnhof und der alte j\u00fcdischer Friedhof in Sayn. 1992 hielt Prof. Dr. Schalom Ben Chorin, einer der Altmeister des j\u00fcdisch-christlichen Dialoges, ein Wochenendseminar im Hedwig-Dransfeld-Haus. Regelm\u00e4\u00dfige G\u00e4ste waren die Londoner Rabbiner Lionel Blue und Jonathan Magonet, Prof. Zwi Weinberg von der Bar Ilan-Universit\u00e4t und die israelische Malerin Hanna Bar Or. 2001 gr\u00fcndet sich ein Verein f\u00fcr ein Mahnmal vor der vormaligen Jacoby&#8217;schen Anstalt, die bis 1942 f\u00fcr nerven- und gem\u00fctskranke Juden in Sayn bestand, zu erinnern. Das Mahnmal soll f\u00fcr die n\u00e4chsten Generationen die Erinnerung an die Vertreibung, Deportation und Vernichtung der j\u00fcdischen Patienten und Mitarbeiter dieser Psychiatrischen Klinik wachhalten. Im Hintergrund standen Forschungen von Dietrich Schabow zur Geschichte der Juden in Bendorf.<br \/>\nIm Nove<a href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/001-Israel-ist-an-allem-schuld.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-2247 size-medium\" src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/001-Israel-ist-an-allem-schuld-159x300.jpg\" alt=\"001 Israel ist an allem schuld\" width=\"159\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/001-Israel-ist-an-allem-schuld-159x300.jpg 159w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/001-Israel-ist-an-allem-schuld.jpg 543w\" sizes=\"(max-width: 159px) 100vw, 159px\" \/><\/a>mber 2000 zeigte der K\u00fcnstler Raimund Egbert-Giese im Kulturspeicher D\u00f6renthe (bei Ibbenb\u00fcren) eine Ausstellung zum Thema \u201eDie dritte Schuld. Der Scho\u00df ist fruchtbar\u201c. Er erinnerte daran, dass der Antisemitismus tiefe Wurzeln hat und von Generation zu Generation weitergegeben wird. F\u00fcnfzehn Jahre sp\u00e4ter erleben wir die Wahrheit dieser Vision. In Deutschland ist der Antisemitismus mit vielen Gesichtern wie eine Chim\u00e4re wieder aufgetaucht. Feindselige Haltung zum Staat Israel und Unverst\u00e4ndnis f\u00fcr dessen Bedrohung durch die arabische Welt geh\u00f6ren dazu. Es muss uns nachdenklich machen, dass in Deutschland \u2013 und nicht nur hier \u2013 die j\u00fcdischen Einrichtungen des Schutzes durch Polizei und Sicherheitsdienste bed\u00fcrfen. Es muss uns eine G\u00e4nsehaut bereiten, wenn auf deutschen Stra\u00dfen wieder antij\u00fcdische Hassparolen aus heiseren Kehlen geschrien werden.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/IMG_0292.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-2246\" src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/IMG_0292-300x288.jpg\" alt=\"IMG_0292\" width=\"300\" height=\"288\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/IMG_0292-300x288.jpg 300w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/IMG_0292.jpg 678w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>1976 brachte ein polnischer Jude nach Bendorf ein Geschenk: ein schlichtes Kreuz mit einem Stein von einem Krematorium in Auschwitz. Es lag viele Jahre auf dem Altar der HDH \u2013 Kapelle. Durch die Insolvenz des HDH ist es heimatlos geworden, aber es erinnert diese und die kommenden Generationen der kleinen Stadt Bendorf am Mittelrhein, dass wir das unfassbare Verbrechen der Shoa nicht vergessen und wachsam bleiben. (Erstver\u00f6ffentlichung mit allen Quellennachweisen im Heimatbuch 2016 des Landkreises Mayen- Koblenz).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Beispiel des Artikels \u201eJuden in Bendorf\u201c des Bendorfer Schulrektors Heuser, abgedruckt in der Beilage der Bendorfer Zeitung am 3.6.1939, soll die Verwurzelung des Antisemitismus in Deutschland bewusst gemacht und als bleibende Aufgabe der Heimatforschung erl\u00e4utert werden. Judenhass und Judenfurcht gab es bereits in der Antike. 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