{"id":1523,"date":"2012-09-13T17:29:28","date_gmt":"2012-09-13T15:29:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/?p=1523"},"modified":"2012-09-24T13:45:33","modified_gmt":"2012-09-24T11:45:33","slug":"die-verborgene-gegenwart-gottes","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/die-verborgene-gegenwart-gottes\/","title":{"rendered":"Die verborgene Gegenwart Gottes"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1524\" style=\"width: 224px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Tevat-Beschewat.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1524\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1524   \" title=\"Tevat Beschewat\" src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Tevat-Beschewat-214x300.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Tevat-Beschewat-214x300.jpg 214w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Tevat-Beschewat.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1524\" class=\"wp-caption-text\">Tu Be Schewat : Der 15, Schewat &#8211; das Neujahrsfest der B\u00e4ume. Quelle: Internetseite von Ha Gil (Israel)<\/p><\/div>\n<p>J\u00fcdische Menschen k\u00f6nnen zweimal Neujahr feiern; einmal nach idem j\u00fcdischen Mondkalender, begleitet von den den lauten T\u00f6nen des Schofar-Horns; dann nach dem christlichen Kalender mit B\u00f6llern und Raketen. Dass es noch ein drittes j\u00fcdisches Neujahrfest gibt, ist weniger bekannt. Es ist <strong>Tu be Schewat<\/strong>, w\u00f6rtlich der 15. Schewat,\u00a0 das\u00a0 Neujahr der B\u00e4ume. Der 15. Schewat liegt am Ende der israelischen Regenzeit, bei uns ist das etwa in der Mitte des Winters. Das Neujahr der B\u00e4ume geht religionsgeschichtlich auf die Agrargesellschaft zur\u00fcck, denn nun am Ende der Regenzeit konnte man neue B\u00e4ume pflanzen und die Felder neu bestellen. Bei j\u00fcdischen Mystikern des 16. Jahrhundert gab es einen besonderen Brauch f\u00fcr den Seder (den Freitagabend) des Tu be Schewat: vier Gl\u00e4ser Wein werden getrunken. Das erste Glas ist Wei\u00dfwein, beim zweiten Glas wird zum Wei\u00dfwein ein wenig Rotwein hinzugef\u00fcgt; beim dritten Glas wird zur H\u00e4lfte Wei\u00dfwein und zur H\u00e4lfte Rotwein verwendet; beim vierten Glas gibt man in den Rotwein ein paar Tropfen Wei\u00dfwein.<strong> Nach einer Deutung der Mystik, steht die Farbe Wei\u00df f\u00fcr den Sch\u00f6pfer und f\u00fcr das Sperma des Mannes. Die Farbe Rot aber steht f\u00fcr die Sch\u00f6pfung und f\u00fcr das das weibliche Blut.<\/strong><!--more-->\u201eDie wenigen Tropfen Wei\u00dfwein im 4. Glas weisen auf die verborgene Gegenwart G\u2019TTes in unserer Welt hin\u201c, als ich diese Deutung auf der j\u00fcdischen Internetseite HaGil.com entdeckte, war ich tief bewegt. Jeder Mensch kennt diese verborgene Gegenwart Gottes, die manchmal ganz hell und warm wie die Sonne ist, ein andermal aber kalt und dunkel wie der Weltraum. Die j\u00fcdischen Theologen nach dem Exil haben nicht zuf\u00e4llig zwei Sch\u00f6pfungsberichte in den Kanon der heiligen Schriften \u00fcbernommen. Der erste Sch\u00f6pfungsbericht (Buch Genesis 2,4b \u2013 24) zeigt G\u2019TT in der N\u00e4he der Menschen. ER ruft diese in Sein SEIN, \u00a0gibt ihnen Lebensraum, bewahrt sie nicht vor Gefahr und Versagen, selbst wenn ER nicht da ist, ist er doch da. Ein Windhauch gen\u00fcgt und ER wird erfahrbar .Ganz anders ist G\u2019TT im priesterlichen Bericht (Buch Genesis 1,1 \u2013 2,4a), mit dem die Thora beginnt. Der Kosmos mit Sonne, Mond und Sternen reicht nicht aus, um den Sch\u00f6pfer zu beschreiben. Auch ist G\u2019TT nicht da, nur sein sch\u00f6pferisches WORT. Der Mensch ist zwar herausgehoben, aber dennoch nur Teil der Sch\u00f6pfung. Er ist Abbild \u00a0(hebr. ZELMANO) mit Schatten (hebr. ZEL). Jeder Mensch soll G\u2019TT\u00a0 widerspiegeln, aber da gibt es die vielen Schatten im Menschen, die G\u2019TT verdunkeln. Die heiligen B\u00fccher erz\u00e4hlen von den Wegen, die Schatten los zu werden und G\u2019TT zu begegnen. In der Bibel beginnt diese Geschichte bei Adam und Eva, dann folgen Kain und Abel, Abraham und die Patriarchen, Moses, David, die Propheten, bis hin zu diesem j\u00fcdischen Mystiker Jesus aus Nazaret, dessen Leben in einem Stall begann. Auch \u00a0woanders, auch heute ist die Geschichte der Sch\u00f6pfung die Suche der Menschen nach der verborgenen Gegenwart G\u2019TTes. Deshalb tragen wir in unserem Herzen die Sehnsucht nach G\u2019TT. Deshalb hei\u00dft es in einem Jesuslogion: \u201eSucht, dann werdet ihr finden, klopft an, dann wird euch ge\u00f6ffnet\u201c. (Matth\u00e4usevangelium 7,7) Oder wie es der kleine Prinz sagt: \u201eMan sieht nur mit dem Herzen gut.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_1525\" style=\"width: 291px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/die-verborgene-gegenwart-gottes\/2001gesicht\/\" rel=\"attachment wp-att-1525\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1525\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1525\" title=\"2001gesicht\" src=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/2001gesicht-281x300.jpg\" alt=\"\" width=\"281\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/2001gesicht-281x300.jpg 281w, http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/2001gesicht.jpg 360w\" sizes=\"(max-width: 281px) 100vw, 281px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1525\" class=\"wp-caption-text\">Schemhaftes Gesicht hinter Gittern. Quelle: Gefunden, Rechtsanspr\u00fcche wurden nicht festgestellt.<\/p><\/div>\n<p>(Erstver\u00f6ffentlichung im Weihnachtsbrief 2009)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J\u00fcdische Menschen k\u00f6nnen zweimal Neujahr feiern; einmal nach idem j\u00fcdischen Mondkalender, begleitet von den den lauten T\u00f6nen des Schofar-Horns; dann nach dem christlichen Kalender mit B\u00f6llern und Raketen. Dass es noch ein drittes j\u00fcdisches Neujahrfest gibt, ist weniger bekannt. Es ist Tu be Schewat, w\u00f6rtlich der 15. Schewat,\u00a0 das\u00a0 Neujahr der B\u00e4ume. Der 15. 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