{"id":1197,"date":"2012-07-24T02:58:10","date_gmt":"2012-07-24T00:58:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/?p=1197"},"modified":"2013-11-21T07:31:49","modified_gmt":"2013-11-21T06:31:49","slug":"meine-ruckkehr-an-den-altar","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/meine-ruckkehr-an-den-altar\/","title":{"rendered":"Die Geschichte meiner R\u00fcckkehr an den Altar"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie das Ende zum Anfang wurde<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a><\/strong><strong>oder die Geschichte meiner R\u00fcckkehr an den Altar.<br \/>\nPhilosophen der Antike fragten: Was k\u00f6nnen wir wissen? Was d\u00fcrfen wir glauben? Was k\u00f6nnen wir hoffen? Wie sollen wir leben?<br \/>\nJesus von Nazareth, der j\u00fcdische Mystiker und Gottessohn, war zutiefst \u00fcberzeugt, dass wir in der Hand Gottes geborgen sind und dass jeder Mensch die M\u00f6glichkeit hat, sich zu ver\u00e4ndern.<br \/>\nImmanuel Kant lehrte uns fragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?<br \/>\nDer Weimarer Dichterk\u00f6nig, Johann Wolfgang von Goethe, erinnerte uns daran: Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.<br \/>\nDie eigene wahre Identit\u00e4t gefunden zu haben, ist die Grundvoraussetzung f\u00fcr Zufriedenheit, Gl\u00fcck, Gesundheit und ein langes Leben, so sagte es der Anthropologe Hermann Meyer.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Geschichte:<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas war\u2019s\u201c, mit diesen zwei Worten von Mechthild Kappetein, der Vorsitzenden des HDH-Vereins und meiner langj\u00e4hrigen Freundin, wurden die 21 Jahre meines Engagements in Bendorf kurzerhand beendet und ich war mit meinen knapp 61 Jahren fristlos entlassen. Wieder einmal stand ich auf der Stra\u00dfe und schaute ratlos und verzweifelt in eine ungewisse und ungesicherte Zukunft. Wieder war es meine katholische Kirche, die sich mir von ihrer h\u00e4sslichen Seite gezeigt hatte, denn der Verein war zwar juristisch ein freier Tr\u00e4ger, aber das Bistum Trier war bei allen wichtigen Entscheidungen mit dabei. F\u00fcr mich kamen neue gesundheitliche Einschr\u00e4nkungen dazu, \u00a0die wesentlich \u00fcber meine bisherige Schwerbehinderung hinausgingen. Auch hatten meine Kr\u00e4fte nachgelassen. Zwanzig Jahre unbediingten Engagements hatten an mir gezehrt. Dies als Hintergrund meiner Geschichte, die ich nun erz\u00e4hlen will.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war Mai 1997, und wir wohnten noch in meiner Dienstwohnung; aber in einem hinterh\u00e4ltigen Procedere war uns bereits gek\u00fcndigt worden. Der Bilderbuchtag mit seinem strahlend blauen Himmel stand im ziemlichen Kontrast zu unserer Gem\u00fctslage. Ich sa\u00df mit Rosemarie (\u03ef 1999) \u00a0auf unserer Terrasse beim Nachmittagskaffee. Wie so oft in den letzten Wochen sprachen wir auch jetzt \u00fcber unsere eigentlich aussichtslose Situation. Da kam auf einmal um das Haus herum, also von hinten her, die damalige Pastoralreferentin der Bendorfer St. Medard-Pfarrei. Sie war eine sch\u00f6ne junge Frau und trug einen riesigen Hut mit einer geschwungenen breiten Krempe. Nach Einladung setzte sie sich zu uns, und wir plauderten miteinander. Mit einem charmanten L\u00e4cheln erkl\u00e4rte sie dann, der Pastor h\u00e4tte sie mit einem etwas heiklen Anliegen geschickt. Er h\u00e4tte n\u00e4mlich geh\u00f6rt, dass ich in einer unsch\u00f6nen Geschichte auf die Stra\u00dfe gesetzt worden sei. Das t\u00e4te ihm leid, doch er k\u00f6nne nichts daf\u00fcr und k\u00f6nne auch nichts tun; doch dadurch \u00a0h\u00e4tte ich nun Zeit und k\u00f6nnte bei den Gottesdiensten im Bendorfer Seniorenzentrum der AWO mithelfen. Das solle sie mir mitteilen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kann mich deutlich erinnern, wie es mir die Sprache verschlug. Seit meiner Entlassung aus dem priesterlichen Dienst im Februar 1971 war ich nie am Altar aufgetreten oder in einer Kirche als Liturge t\u00e4tig gewesen. Das galt auch f\u00fcr meine Bendorfer Zeit. Ich \u00a0hatte zwar viele Teams zur Vorbereitung von Gottesdiensten geleitet und hatte auch viele Meditationen in der Kapelle des HDH angeboten; ich habe die Kapelle vorbereitet und aufger\u00e4umt und war Ministrant, &#8211; das alles war f\u00fcr mich m\u00f6glich,\u00a0 \u00a0aber nicht ein einziges Mal habe ich als Liturge\u00a0 hinter dem Altar gestanden. Meine tiefe Verletzung nach meiner Entfernung aus dem priesterlichen Dienst und auch mein verletzter Stolz durch \u00a0die vielen erlittenen Diskriminierungen, versagten mir dies einfach. Im HDH habe ich zwar in der Osternacht viele Jahre das deutsche Exsultet gesungen, allerdings immer beim Einzug und deshalb vor der Kapelle. Jetzt, in dieser Situation, nach den erneuten negativen Erfahrungen mit meiner Kirche hatte ich erst recht keinen Grund, meine bisherige Haltung zu \u00e4ndern. Immerhin wurde ich fristlos entlassen, ohne Anh\u00f6rung, ohne eine solide Pr\u00fcfung, ohne Offenlegung der Privatanliegen meiner Feinde. Sie hatten es geschafft, dass ich ihnen hilflos ausgeliefert war.\u00a0 Nein, dieses perfide Spiel, mich zu rufen, wenn man mich brauchte, und mich wegzujagen, wenn \u00a0ich nicht in den Kram passte, das wollte ich nicht mehr mitspielen. Eine T\u00e4tigkeit als katholischer Liturge kam f\u00fcr mich nicht infrage, auch wenn mir der Pastor einen Engel vorbei schicken w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch dann kam es zu dieser \u00a0merkw\u00fcrdigen Wende.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend ich mit versteinerter Miene in die Gegend sah, begannen die beiden Frauen auf mich einzureden: Ich k\u00f6nne es doch wenigsten einmal versuchen; ich solle an die alten und kranken Menschen im Altenheim denken; der Pastor k\u00f6nne doch f\u00fcr die \u00a0Z\u00f6libatsprobleme des Papstes nichts; ich sei doch immer noch durch und durch nicht nur Theologe sondern auch Priester geblieben; die Trierer Pr\u00e4laten seien letztlich nicht die Kirche und Unrecht habe es in dieser immer gegeben; so und so \u00e4hnlich wurde ich mit Argumenten und Gef\u00fchlen geradezu \u00fcbersp\u00fclt. Auch Rosemarie hielt sich \u00fcberhaupt nicht zur\u00fcck. Sie, die immer sorgsam darauf geachtet hatte, dass ich nicht in eine klerikale Pseudo-Rolle zur\u00fcckfiel, sondern meine Identit\u00e4t woanders suchte. Sp\u00e4ter habe ich begriffen, dass Rosemarie auch diesmal meine Lebenskrise erkannt hatte, in die ich &#8211; wesentlich gef\u00e4hrlicher als fr\u00fcher &#8211; abgest\u00fcrzt war. Sie sah f\u00fcr mich eine Chance, in einer Seelsorgeaufgabe meine F\u00e4higkeiten im Umgang mit Menschen neu zu entfalten. F\u00fcr sie war der Kult nur die Eintrittst\u00fcr. Und dann geschah das Wunder: \u00a0innerhalb von zwei Stunden lie\u00df ich mich von den beiden Frauen umstimmen. Mir ging es wie dem biblischen Jona, den der gro\u00dfe Fisch verschlungen\u00a0 und ausgespieen hatte und der dann nach Ninive ging.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mittlerweile gehe ich schon mehr als dreizehn Jahre an zwei bis drei Sonntagen im Monat in das AWO-Pflegeheim auf der Vierwindenh\u00f6he. Ich halte Gottesdienst in einer wundersch\u00f6nen Kapelle, teile die Kommunion aus, laufe mit Albe und Stola durch das Haus, singe und bete auf den Stationen, \u00a0spreche mit den alten Menschen auf den Fluren, umarme viele\u00a0 und habe schon viele\u00a0 in den Tod begleitet. Und das Erstaunliche: Keiner im Haus hat Ansto\u00df geommen. Von den Hierarchen in Trier kamen keine Querschl\u00e4ge. Nicht einmal Klatsch gab es in Bendorf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zugegeben, der Anfang war etwas schwierig. Der Pastor ging einmal mit mir ins Altenheim und zelebrierte seine Messe (wie es so sch\u00f6n in der Theologensprache hei\u00dft), w\u00e4hrend ich die Lieder anstimmte. Dann brachten wir die Kommunion zu einigen Kranken. Das war gewisserma\u00dfen die \u201eAmts\u00fcbergabe\u201c, Es war schon eigenartig, wie ich wiederum erlebte, wie meine katholische Kirche von einem Tag auf den anderen von ihrem allt\u00e4glichen \u201epomp et organo&#8220; abweichen konnte. Auf der einen Seite doktrin\u00e4r bis zur Existenzzerst\u00f6rung, dann wieder v\u00f6llig problemlos mit einem unbegreiflichen Vertrauensvorschuss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1976 als die Frauen des Hedwig-Dransfeld-Hauses\u00a0beschlossen hatten, einen verheirateten Priester mit seiner Frau zu sich zu holen, zogen sie sich ihre sch\u00f6nsten Kleider an, fuhren nach Trier und hatten relativ schnell den Bischof Stein und seinen Generalvikar auf ihrer Seite. \u201eVergessen Sie alles, was war, jetzt sind sie bei mir\u201c, so\u00a0 der Bischof ein wenig sp\u00e4ter und klopfte mir wohlwollend auf die Schulter. Und der Generalvikar kam mir in seinem gro\u00dfen B\u00fcro auf die halbe Strecke entgegen und sagte: \u201eWenn Ihnen Frau Debray (Gr\u00fcnderin ders HDH<a title=\"\" href=\"#_ftn5\">[5]<\/a>) vertraut, dann kann auch ich Ihnen vertrauen.&#8220;\u00a0 Wie ein Wunder r\u00f6ffnete sich dann f\u00fcr mich ein Freiheitsraum f\u00fcr die Gestaltung der Arbeit, wie es in der katholischen Kirche eigentlich nicht einmal denkbar ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So war es auch jetzt. Nach der \u201eEinf\u00fchrung\u201c durch den Pastor nahm ich Kontakt mit dem Heimleiter und dem evangelischen Pfarrer auf, kaufte mir einige liturgische B\u00fccher, besorgte mir aus der Pfarrei eine Hostienschale mit Burse, und stellte mir aus den liturgischen Traditionen eine halbst\u00fcndige Liturgie zusammen, die ich \u00fcbrigens sp\u00e4ter \u00a0im Wesentlichen nicht mehr ver\u00e4nderte. Was mir half, war meine fr\u00fchere seelsorgliche Erfahrung und meine theologische Weiterbildung, f\u00fcr die ich\u00a0 nun als Rentner Zeit hatte. Anne Egbert, meine neue Lebensgef\u00e4hrtin, machte mir sp\u00e4ter Mut zu einer dreij\u00e4hrigen Ausbildung bei der Internationalen Gesellschaft f\u00fcr Lebensgestaltung und Sterbebegleitung, um fachlich solide zu bleiben. Von Anfang an wollte ich keineswegs so eine Art Ersatz-Mess-Priester sein. Ich bettete deshalb den Gottesdienst in ein Netzwerk von Gespr\u00e4chen und Kontakten ein vor und nach dem Gottesdienst ein.\u00a0 Der verheirateter Priester war \u00fcberhaupt kein Problem. F\u00fcr mich ist diese Erfahrung wieder ein Indiz, dass die ganze Z\u00f6libatsdebatte in der R\u00f6mischen Kirche ein Phantom \u00a0darstellt. F\u00fcr alle, die mich erlebten \u2013 und dies bis heute \u2013 war es offensichtlich kein Problem, \u00a0meinen Lebensweg zu akzeptieren. Ich konnte von meiner Lebensgeschichte als Fl\u00fcchtlingskind, Diasporakatholik, z\u00f6libat\u00e4rer \u00a0und verheirateter Priester erz\u00e4hlen, von meinen vielen Freunden in den evangelischen Kirchen, von meinem Leben in der DDR und in der Bundesrepublik, vom Sterben meiner Frau Rosemarie, von meiner neuen Lebensgef\u00e4hrtin Anne Egbert, von unseren Reisen und unserem ganz privaten Leben, von meinem Engagement im HDH, in der Kommunalpolitik und in Vereinen. Wichtiger als die Gebetsmeinung des Papstes war oft die Frage, was ich nach dem Gottesdienst kochte, ob wir am Nachmittag nach Maria Laach zum Vespergottesdienst fahren w\u00fcrden und was ich gerade an der Pallotinerhochschule in Vallendar studiere. Mein konkretes Leben war immer als Gesamtrahmen gegenw\u00e4rtig, \u00a0dazu geh\u00f6rten auch Filme im Kino, Fernsehen und wie es meinem Sohn wohl ginge, der Fr\u00fchling oder die V\u00f6gel, die ich im Winter immer f\u00fctterte. <strong>Ich denke, weil ich mein Inneres \u00f6ffnete, \u00f6ffneten sich mir auch so viele Herzen.<\/strong> Ich hatte \u00fcberhaupt keine Probleme, mich priesterlich zu bewegen. Auf einmal standen die Menschen im Vordergrund, ihr Lachen und Weinen, ihre Schmerzen und vor allem\u00a0 ihre Lebensgeschichte. Manchmal passten die Sakramente nicht dazu. Ich habe Frauen und M\u00e4nner erlebt, die von Religion und Kirche so besch\u00e4digt waren, dass das Aufdr\u00e4ngen der Krankenkommunion eine S\u00fcnde gewesen w\u00e4re. Die Frage nach der Konfession, also ob katholisch oder evangelisch, war in der Regel ohne Bedeutung. Ich erinnere mich an eine fromme evangelische Diakonisse, die ausdr\u00fccklich mich rufen lie\u00df, und die ich dann auf ihr Sterben vorbereitete. Ich salbte sie mit \u00d6l \u2013 ganz in der j\u00fcdischen Tradition\u2013 betete aus dem kleinen lutherischen Katechismus und sang evangelische Lieder aus dem Gotteslob. Als die Diakonisse ins Koma glitt, nahm ich meinen Rosenkranz und betete an ihrem Bett. Dann betete ich alle Totengebete, die ich schon bei Rosemarie in ihrer Sterbenacht \u00a0gebetet hatte<em>. <\/em>Diese Begleitung einer evangelischen Diakonisse durch einen verheirateten katholischen Priester war gelebte \u00d6kumene und \u00a0ein gro\u00dfes Geschenk f\u00fcr mich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein kleines Problem war anfangs die Anrede, doch das regelte sich von selbst: \u00a0F\u00fcr manche war ich Herr Pastor oder Herr Pfarrer, andere reden mich als Herr Kittlau\u00df an oder mit Dieter, mit Sie oder mit Du. Nur das verhasste \u00a0\u201eHochw\u00fcrden\u201c habe ich nie akzeptiert. Ich lernte mit der Zeit, dass die Art der Anrede auch die Beziehung zu mir darstellte. \u00c4hnlich war es mit der Entwicklung meiner liturgischen Kleidung. Der Pastor hatte mir dar\u00fcber nichts gesagt, vielleicht auch weil ihm das Problem zu hei\u00df war. Ich musste also die Frage der liturgischen Kleidung selbst l\u00f6sen. Anfangs trug ich einen dunklen Anzug mit angestecktem Priesterkreuz, wei\u00dfes Hemd und silbergraue Krawatte. Dann fragte mich eine eigentlich sehr konservative Frau: \u201eSie sind doch Priester, warum tragen sie nicht wenigstens \u00a0eine Stola?\u201c Also besorgte ich mir bei der K\u00fcsterin eine Stola, die von einem fr\u00fcheren Pastor stammte. Sp\u00e4ter \u00a0brachte sie mir noch Stolen in anderen Farben, offensichtlich gab es keinen Mangel daran. Irgendwann kamen dann einige Frauen auf mich zu \u00a0und klagten, \u00a0der schwarze Anzug s\u00e4he so traurig aus und erinnere sie immer an eine Beerdigung. Nach mehreren Gespr\u00e4chen ergab sich schlie\u00dflich als liturgische Kleidung eine wei\u00dfe Albe mit einem kleinen Silberkreuz am Hals und die Stola in der jeweilig \u00fcblichen Farbe. Ein \u00a0Versand von Kirchendevotionalien aus M\u00fcnchen schickte mir alles und w\u00fcnschte dem Herrn Pfarrer Gottes Segen. Manchmal war es wegen religi\u00f6ser \u00c4ngste wichtig, mich als Priester noch deutlicher zu machen; deshalb war es angebracht,\u00a0 einen priesterlichen Kollar zu tragen. Erstaunlicherweise hatte ich kein Problem damit, auch wenn mir die ganze klerikale Welt schon seit langem fremd, wenn nicht sogar zuwider ist. Also besorgte ich mir in K\u00f6ln in \u00a0einem feschen Gesch\u00e4ft f\u00fcr Priesterkleidung ein r\u00f6misches Kollarhemd. Es war f\u00fcr meine Verh\u00e4ltnisse ziemlich teuer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich will in diesem Zusammenhang einen Gesichtspunkt ansprechen, der f\u00fcr mich sehr wichtig war und ist. In meiner Jugend als Ministrant erlebte ich die ganze Vielfalt katholischer Gottesdienste der vorkonziliaren Zeit. \u00a0Dazu geh\u00f6rten auch die Priestermessen an den Nebenalt\u00e4ren, die (f\u00fcr uns) endlosen Leviten\u00e4mter mit Weihrauch und gro\u00dfem Chor, die stillen Messen und das Requiem mit schwarzer Tumba. \/Ersaatz f\u00fcr den Sarg). Durch die liturgische Bewegung kam die Gemeinschaftsmesse in deutscher Sprache, mit deutschen Liedern\u00a0und Kommunionempfang dazu. Die Anerkennung der liturgischen Bewegung durch das II. Vatikanische Konzil ver\u00e4nderte die Gottesdienste der Katholiken radikal. Die Katholiken lernten nun auch, dass zu jedem Gottesdienst das Wort Gottes und zu jeder Messe \u00a0die Kommunion der Gemeinde geh\u00f6rt. Dies ist der theologische Grund, warum ich die Bezeichnung \u201eWortgottesdienst\u201c nicht gebrauche. Ein Gottesdienst, der keine Eucharistiefeier ist, hat keinesfalls einen geringeren Wert, ist also nicht eine Art Ersatzmesse. Weil wir als Katholiken so auf die \u201ePriestermesse mit Brot und Wein\u201c fixiert sind, ist es wichtig, dass wir uns auf die Vielfalt von Gottesdienstformen besinnen und nicht eine gegen die andere ausspielen. In der fr\u00fchen Kirche gab es neben den unterschiedlichen Formen des \u201eBrotbrechens\u201c auch das (eucharistische) Herrenmahl mit Brot und Fisch, auch nur mit Brot. Das zentrale Geschehen ist ganz im lutherischen Sinne das Wort Gottes, das verk\u00fcndet und geglaubt wird. Ich habe immer Wert daraufgelegt, Formen zu finden, die auch der Brotfeier, also dem Gottesdienst mit Austeilung der Kommunion, Erlebnischarakter geben. Von diesem theologischen Verst\u00e4ndnis her, war mir auch die liturgische Kleidung nicht unwichtig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch zur\u00fcck zu meiner Erinnerung. In den ersten Jahren waren im Altenheim die Gottesdienste in einem Sicherheitsraum im Keller, der sich \u201eSimultanraum\u201c nannte. Dies entsprach der fr\u00fcheren nicht-kirchlichen Tradition der deutschen Sozialdemokratie und damit auch der AWO. Nicht wenige Menschen w\u00e4hlten bewusst ein Haus der AWO, weil sie hier vor der Macht der Kirchen und ganz besonders vor der Katholischen Kirche \u00a0sicher waren. Also: Mit dem Aufzug ging es in den Keller, sechs Feuerschutzt\u00fcren mussten hier \u00fcberwunden werden. Es ging vorbei an den Waschr\u00e4umen und den Sammelboxen f\u00fcr Schmutzw\u00e4sche. F\u00fcr viele bedeutete somit der Gottesdienstbesuch eine Art Weltreise in die Unterwelt. Schlie\u00dflich behalfen wir uns damit, dass wir die schweren T\u00fcren mit Keilen feststellten, obwohl das\u00a0 im Konfliktfall als Straftat gegolten h\u00e4tte. In den ersten Jahren hatte ich das Privileg,\u00a0 dass mir ein Neunzigj\u00e4hriger als K\u00fcster und Organist half, der im Winter auch mindestens zwei Stunden vorher die Heizungen aufdrehte. Trotz des beschwerlichen Zugangs war \u201emeine Gemeinde\u201c in den ersten Jahren ziemlich gro\u00df, meistens waren es \u00fcber 50 Gottesdienstbesucher.\u00a0 Auch der Wunsch nach Krankenkommunion wurde oft ausgesprochen. Als das Haus vor einigen Jahren einen neuen Heimleiter erhielt, war ich sehr gl\u00fccklich, dass sich der Wunsch nach einer anderen Kapelle realisieren lie\u00df. Im Erdgeschoss wurde sie eingerichtet, mit wundersch\u00f6nen Fenstern. Manchmal f\u00fchle ich mich wie ein r\u00f6mischer Bischof in seiner Privatkapelle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mittlerweile ist die Gemeinde kleiner geworden, f\u00fcnf bis zehn Personen in der Kapelle, sechs im Wohnzimmer der Station 1, viele allerdings auf den Fluren, zu denen ich mich oft eine Weile setzen und mit ihnen \u00fcber \u201eGott und die Welt\u201c plaudern kann. Wenn ich es recht beurteile, spiegelt sich sogar im Altenheim die wachsende Entkirchlichung und S\u00e4kularisierung wieder, denn ich kann nicht sagen, dass ich so etwas wie Kirchenfeindlichkeit erfahre.\u00a0 Im Gegenteil, alle sind nett und freundlich, auch das Personal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entsprechend dem fr\u00fchchristlichen Brauch, das Brot der Gottesdienstgemeinde in die H\u00e4user zu den Alten und Kranken zu bringen, fahre ich vor meinen Gottesdiensten in die Krankenhauskapelle, bereite mich eine halbe Stunde meditativ vor und hole das eucharistische Brot aus dem Tabernakel. Es mir wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass wir als Christen alle in einer engen Beziehung zueinander stehen und daran uns das Brot aus dem Tabernakel in einer tiefen Sinnhaftigkeit erinnert. Wir sind als Christen nicht der gerettete Rest, auch nicht die religi\u00f6se Elite der verderbten Welt, sondern Sauerteig f\u00fcr die Spiritualit\u00e4t und das \u00a0Gl\u00fcck der ganzen Menschheit. Mittlerweile denke ich, dass die katholische Kirche (und nur hier habe ich umfassende Erfahrung) durch diesen urchristlichen Brauch, das eucharistische Brot der Gemeinde in die H\u00e4user und Familien zu bringen, so etwas wie eine Renaissance erleben k\u00f6nnte. Die Brotfeier nach orthodoxem Ritus beim \u00d6kumenischen Kirchentag in M\u00fcnchen auf dem Odeonsplatz, die viele Tausende Menschen mitfeierten, war ein gutes Beispiel, was es bedeutet, wenn wir die alten Formen des Brotbrechens wieder entdecken und ein\u00fcben. Viele, so mein Eindruck, \u201eerlebten\u201c zum ersten Mal, dass die Vielfalt der christlichen Kirchen keinesfalls identisch ist mit der Verkrustung der R\u00f6mischen Kirche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wichtiges Anliegen war und ist es mir, Sterben und Tod in meine seelsorgliche T\u00e4tigkeit kontinuierlich einzubeziehen. Keineswegs zuf\u00e4llig gibt es in unserer katholischen Tradition den Brauch, \u201ef\u00fcr den N\u00e4chsten aus unserer Mitte\u201c \u00f6ffentlich bei der Beerdigung zu beten. Als Theologe wurde ich ausgebildet, die Spiritualit\u00e4t der Vorfahren selbst zu verstehen und dann anderen verst\u00e4ndlich zu machen. Auch wir leben aus den spirituellen und sozialen\u00a0 Erfahrungen der fr\u00fcheren Generationen, wir sind alle vom Denken und Glauben der Vorfahren abh\u00e4ngig und m\u00fcssen doch ganz allein unseren Weg suchen und finden. Dem unbehausten Menschen kann \u201edie Geborgenheit in der Hand Gottes\u201c (j\u00fcdische Mystik) die \u201eunertr\u00e4gliche Leichtigkeit des Seins\u201c (Milan Kundera) verwandeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von dem j\u00fcdischen Theologen Martin Buber stammt das\u00a0 zeitlose Wort \u201eAlles wirkliche Leben ist Begegnung\u201c, das die personale Struktur von menschlichem Leben und damit auch seiner spirituellen Dimension beschreibt. Ich bin \u00fcberzeugt, dass der fl\u00e4chendeckende Abbau von personaler Sinnvermittlung f\u00fcr die Katholische Kirche schlimmere Folgen als die V\u00f6lkerwanderung oder der drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg haben wird und eine Frage des \u00dcberlebens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Schluss will ich drei ganz unterschiedliche Episoden erz\u00e4hlen. <strong>Die erste Episode<\/strong> handelt von meinem (fr\u00fcheren) neunzigj\u00e4hrigen K\u00fcster Heinz G. (\u03ef). Er war mit seiner ersten Frau nach der Silberhochzeit in den Wohnbereich des Altenheims gezogen. Dann starb seine Frau. Wie viele zur\u00fcckgelassene M\u00e4nner, war auch er am Boden zerst\u00f6rt. Da lud ihn eine andere Wohninsassin zum Kaffee ein. Ich habe Heinz mit dieser Frau mehrere Jahre erlebt und begleitet. Sie hatten beide ihre Wohnungen und lebten doch sehr intensiv zusammen. Frau N., die zweite Lebensgef\u00e4hrtin, war eine sehr sensible Frau. Sie war damals bereits meistens auf ihrem Zimmer und sa\u00df, wenn ich kam, wie eine K\u00f6nigin in ihrem Sessel. Pl\u00f6tzlich wurde sie krank. Ich durfte sie auf den Tod vorbereitet. Als sie starb, durfte ich sie auch beerdigen. Weil Heinz nicht so lange stehen konnte, lie\u00df ich um das offene Grab herum St\u00fchle aufstellen, so dass wir uns alle setzen konnten. Es war ein tief beeindruckender Abschied. Aber nun war Heinz das zweite Mal allein. Da k\u00fcmmerte sich eine Frau um ihn, die auch im Haus wohnte und mehr als zehn Jahre j\u00fcnger war. Sie erz\u00e4hlte mir irgendwann, dass sie schon immer den Heinz heiraten wollte. Es war wie ein Wunder: aus den beiden wurde ein Liebespaar. In der alten Cafeteria des Altenheimes, oben im 5. Stock, feierten sie mit mir und Anne Egbert \u00a0den Beginn ihres gemeinsamen Lebens. Als diese (dritte) Frau starb, auch von mir vorbereitet und mit den kirchlichen Sterbesakramenten versehen, wollte Heinz nicht mehr leben. Er konnte kein Harmonium mehr spielen und zog sich zunehmend zur\u00fcck. Es dauerte nicht lange, da bat er um meinen Beistand. Ich habe auch f\u00fcr ihn die Beerdigung gestaltet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die zweite Episode<\/strong> ist ganz anderer Art. Eines Tages rief mich der damalige Pastor unverhofft an und sagte, die Trierer\u00a0 (gemeint war das Bistum Trier) h\u00e4tten moniert, es ginge das Ger\u00fccht um, ich w\u00fcrde als laisierter Priester im Altenheim Messe feiern. Der Pastor war offensichtlich voller Angst. Doch ich konnte ihn beruhigen: \u201eSie k\u00f6nnen sich darauf verlassen, dass ich nicht zelebriere und das auch nicht tun werde. Ich verspreche Ihnen, dass ich Ihnen gegen\u00fcber immer offen und fair bleiben will\u201c. Ich w\u00e4hlte f\u00fcr die Antwort bewusst seine Sprache, damit er mich auch verstand, und erkl\u00e4rte ihm den Ablauf meiner Gottesdienste. Nun nahm ich an, dass alles gekl\u00e4rt sei. Doch ich hatte mich geirrt. Ich merkte, dass der Pastor vor seiner eigenen Courage Angst bekommen hatte, vielleicht auch, weil ihn der Druck aus Trier zu stark geworden war. Denn ziemlich aggressiv und offensichtlich ver\u00e4rgert, fragte er, warum ich schon wieder einen ausgetretenen Katholiken beerdigt h\u00e4tte und das sogar mit gro\u00dfer Trauergemeinde. Jetzt musste ich reagieren: \u201eIn Deutschland sind Beerdigungen kein Privileg der Kirchen mehr und das gilt auch f\u00fcr die Katholische Kirche. Im \u00dcbrigen z\u00e4hlen Beerdigungen f\u00fcr mich zu den Werken der Barmherzigkeit. Ich werde jeden beerdigen, wenn ich darum gebeten werde. \u201c. \u201eJa, aber\u201c, fragte er, \u201ewarum m\u00fcssen Sie dann unbedingt mit Albe und Stola auftreten?\u201c. \u201eJetzt musste ich in die Vorhand gehen: \u201cNach katholischem Selbstverst\u00e4ndnis bin ich auch heute Priester und werde sogar vom kirchlichen Gesetzbuch verpflichtet, in bestimmten Situationen\u00a0 priesterlichen Beistand zu leisten. Im \u00dcbrigen: Welche Kleidung ich bei einer Beerdigung w\u00e4hle, h\u00e4ngt f\u00fcr mich ausschlie\u00dflich von den W\u00fcnschen der Trauerfamilie ab\u201c.\u00a0 Gott sei Dank, haben wir dann doch zu einem herzlichen Ton gefunden. Es gab auch sp\u00e4ter zwischen uns keinen Misston mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die dritte Episode<\/strong> ist ganz anderer Art.\u00a0 Sie hie\u00df Resi und hatte ihr ganzes Leben als Dienstmagd gearbeitet. Resi war dement und lebte auf der 3. Station in einem Doppelzimmer. Sie sa\u00df immer auf einem Stuhl vor ihrem Zimmer. Resi kannte offensichtlich nur das eine Gebet: \u201eLieber Heiland sei so gut, lasse doch Dein teures Blut in das Fegefeuer flie\u00dfen, wo die Armen Seelen b\u00fc\u00dfen. Ach, sie leiden gro\u00dfe Pein, wollest ihnen gn\u00e4dig sein. H\u00f6re das Gebet der Deinen, die sich alle hier vereinen: Nimm die Armen Seelen doch heute in den Himmel noch. Amen\u201c. Obwohl ich gerne den Rosenkranz bete, w\u00fcrde ich dieses Gebet nie beten \u2013 so war jedenfalls meine damalige Einstellung, bis ich verstand, dass dieses Gebet der Schl\u00fcssel zum Geist und zum Herzen von Resi war. Von da ab holte ich mir einen Stuhl, setzte mich neben sie und begann mit diesem \u201eschrecklichen\u201c Gebet. Sogleich schlug Resi die Augen auf und betete mit. Wir \u00a0haben \u201eihr\u201c Gebet manchmal zehn Mal hintereinander gebetet, und Resi war immer ganz gl\u00fccklich. Wie sagt Faust? Das, was die Welt im Inneren zusammenh\u00e4lt, ist die Liebe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nachspiel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"center\">Bei der Untersuchung meiner arthritischen Kniee wurde festgestellt, dass sich bei mir der Knorpel aufgel\u00f6st habe. Ich werde mich deshalb dem langwierigen Prozess der Knieendoprothesen stellen m\u00fcssen. Dies bedeutet erst einmal Abschluss meiner Aufgabe im Altenheim.\u00a0 Ich musste dreimal operiert werden und die Rehazeit gestaltete sind langwierig. Da ich 76 werde, habe ich meinen Seelsorgedienst im Pflegeheim beendet. Es war eine wunderbare Zeit. Anne wies mich daraufhin, dass ich mehr Sakramente als der Papst erhalten habe: Taufe, Erstkommunion, Firmung, Priesterweihe, Ehe, Ehe, Krankensalbung. Manchmal f\u00fchle ich mich wie einer der sieben Aufrechten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\">Zwei Zitate zum Schluss.<\/p>\n<h4 align=\"center\"><strong>Ein Mann,<\/strong><\/h4>\n<p align=\"center\"><strong>der Herrn K. lange nicht gesehen hatte,<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>begr\u00fc\u00dfte ihn mit den Worten:<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>&#8222;Sie haben sich gar nicht ver\u00e4ndert.&#8220;<br \/>\n&#8222;Oh!&#8220; sagte Herr K.<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>und erbleichte.<\/strong><\/p>\n<h6 align=\"center\"><strong>(Bert Brecht)<br \/>\n<\/strong><\/h6>\n<p align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen.<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Mein sind die Jahre nicht, die etwa m\u00f6gen kommen.<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Mein ist der Augenblick, und gebe ich auf ihn Acht,<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>bin ich bei dem, der Zeit und Ewigkeit gemacht.<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>(Andreas Gryphius)<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<table width=\"1219\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div><a title=\"\" name=\"_ftn1\"><\/a>[1] Frei nach Tiziani Terzano<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn2\"><\/a>[2] Hedwig-Dransfeld-Haus in Bendorf<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn3\"><\/a>[3] Diese Formulierung stammt pikanterweise aus einem p\u00e4pstlichen Dekret, das den Umgang mit laisierten Priestern regelte und hier die Trauung in der nur denkbar einfachsten Form bindend vorschrieb..Hier soll dieses Wortspiel zum Ausdruck bringen, wie einfach sich Dinge in der Kirche kl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn4\"><\/a>[4] Das Hedwig-Dransfeld-Haus kam aus der katholischen Frauenbewegung.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn5\"><\/a>[5] Anneliese Debray hat ma\u00dfgeblich nach dem Krieg das HDH geformt. Mehr als vier Jahre war ich ihr Assistent.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn6\"><\/a>[6] Es war auch in den 80er Jahren nicht \u00fcblich, die Leitung von kirchlichen und kirchennahen Einrichtungen an einen laisierten Priester zu \u00fcbertragen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn7\"><\/a>[7] Gestaltete H\u00fclle aus Pappe und Stoff.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn8\"><\/a>[8] F\u00fcr viele meiner Gottesdienstbesucherinnen und Besucher war eine halbe Stunden gerade die m\u00f6gliche L\u00e4nge, um durchzuhalten.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn9\"><\/a>[9] Die texte sind in einem eigenen Beitrag hier dargestellt.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn10\"><\/a>[10] Durch die Internationale Gesellschaft f\u00fcr Sterbebegleitung und Lebensbeistand. IIGSL) bekam ich das Zertifikat als Trauer- und Sterbebegleiter<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn11\"><\/a>[11] Mit dieser Formulierung will ich nicht provozieren sondern lediglich auf eine Tatsche hinweisen. Die sakramentale Einordnung der sogenannten letzten \u00d6lung geschah in der R\u00f6mischen Kirche erst durch das Konzil von Trient.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn12\"><\/a>[12] Die Stola, ein wei\u00dfer oder farbiger Stoffstreifen, war urspr\u00fcnglich das Amtszeichen der R\u00f6mischen Senatoren und wurde sp\u00e4ter von der christlichen Kirche \u00fcbernommen. Allein an der Geschichte der Stola k\u00f6nnte man die Kirchengeschichte darstellen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn13\"><\/a>[13] Sarg\u00e4hnliches Holzgestell auf hohen Beinen mit schwarzem Tuch umh\u00fcllt.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn14\"><\/a>[14] Die meistens aus der evangelischen Tradition kamen und in eigenen Gesangb\u00fcchern (z.B Kirchenlied) nun auch von den Katholiken gesungen wurden.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn15\"><\/a>[15] Wir vergessen oft, dass die Generationen vor uns anders dachten, anders sprachen und anders lebten. Dazu geh\u00f6rt auch die Verl\u00e4ngerung des Lebensalters (in den letzten 130 Jahren Verdopplung).<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Wie das Ende zum Anfang wurde[1]oder die Geschichte meiner R\u00fcckkehr an den Altar. Philosophen der Antike fragten: Was k\u00f6nnen wir wissen? Was d\u00fcrfen wir glauben? Was k\u00f6nnen wir hoffen? Wie sollen wir leben? Jesus von Nazareth, der j\u00fcdische Mystiker und Gottessohn, war zutiefst \u00fcberzeugt, dass wir in der Hand Gottes geborgen sind und dass [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[14],"tags":[32,28],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1197"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1197"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1197\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1197"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1197"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bendorfer-lehrhaus.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1197"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}